Oberbank-Wirtschaftsreise in den Iran: "Made in Austria" hat guten Ruf

Im Autowerk Iran Khodro: WKOÖ-Vizepräsidentin Doris Hummer, Landeshauptmann Josef Pühringer und Oberbank-Generaldirektor Franz Gasselsberger, der eine Wirtschaftsdelegation in die iranische Hauptstadt Teheran leitete, in der tagsüber 16 Millionen Menschen leben und arbeiten.
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  • Im Autowerk Iran Khodro: WKOÖ-Vizepräsidentin Doris Hummer, Landeshauptmann Josef Pühringer und Oberbank-Generaldirektor Franz Gasselsberger, der eine Wirtschaftsdelegation in die iranische Hauptstadt Teheran leitete, in der tagsüber 16 Millionen Menschen leben und arbeiten.
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TEHERAN (win). Die Linzer VA Intertrading liefert Reis aus Uruguay in den Iran. Rosenbauer arbeitet einen Auftrag über elf Feuerwehrfahrzeuge für den Flughafen in Teheran ab. Und die Oberbank ist die erste und bisher einzige österreichische Bank, die derzeit im Iran ein Finanzrahmen-Abkommen verhandelt. Das berichtete Generaldirektor Franz Gasselsberger den rund 40 Teilnehmern einer Wirtschaftsdelegation nach Teheran.

Interesse am Iran groß

Das Interesse am Iran sei groß. Alleine im zweiten Halbjahr 2016 habe es mehr als 600 Anfragen von Oberbank-Kunden zum Iran gegeben. Denn: Der Iran, viereinhalb Mal so groß wie Deutschland, muss für seine 77,5 Millionen Einwohner viele Produkte importieren. Und die Iraner schätzen die Qualität europäischer Produkte: „Made in Austria hat einen sehr guten Ruf“, so Gasseslberger. Das bestätigt der Wirtschaftskammer Handelsdelegierte in Teheran, Georg Weingartner, und betont: "Der Iran sieht in der EU den wichtigsten Handelspartner – noch vor den Chinesen." Allerdings gibt es für Exporte in den Iran auch nach dem Ende der Sanktionen immer wieder Hürden.

Automobilbranche als ein Chancenfeld für oö. Unternehmen

Verkehr, Umwelttechnik, Energie, Industrie, Konsumgüter, Medizintechnik & Pharma, Automobiltechnik, Tourismus und Sicherheit sind die Branchen, in denen österreichische Unternehmen im Iran besonders aktiv sind. Ein Besuch führte die oö. Wirtschaftsdelegation zum größten Autohersteller Iran Khodro, denn: „Das Potenzial der Autoerzeugung könnte in den nächsten Jahren von 1,2 auf zwei Millionen Fahrzeuge steigen, was eine dringende Anpassung der Produktionsstandards an westliches Niveau erfordert“, weiß der gebürtige Iraner Frederic Hadjari, Projektmanager im Automobil-Cluster. Vor allem die junge, städtische Bevölkerung ist sehr interessiert an westlichen Gütern, in denen neueste Technologien stecken. Gerade der Automobilsektor hat hier viel zu bieten und österreichische Unternehmen können dazu einiges beitragen."

Zur Oberbank-Reise:

Eine Wirtschaftsdelegation der Oberbank unter Führung von Generaldirektor Franz Gasselsberger und Landeshauptmann Josef Pühringer war von Sonntag bis Mittwoch in der iranischen Hauptstadt Teheran zu Gast. Mit dabei die Führungskräfte zahlreicher renommierter Unternehmen speziell aus Oberösterreich, die zum Teil auch bereits im Iran tätig sind: Karl Mistlberger (VA Intertrading), Markus Wiesner (Wiesner-Hager Möbel), Andreas Bawart (Banner Batterien), Ernst Mayr (Fussl Modestraße), Hannes Moser (Greiner Holding), Anton Hargassner (Hargassner GesmbH), Gerhard Luftensteiner (KEBA), Johann Habring (IFN Holding), Carolina Chen (KTM Fahrrad) Günter Kitzmüller (Rosenbauer International), Stephan Puxkandl (Ebner Beteiligungs GmbH), Christoph Steger (Engel Holding), Robert van de Kerkhof (Lenzing AG), Markus Hofer (MIBA AG), Reinhard Riepl (Reform-Werke).

Weitere Berichte rund um die Oberbank-Wirtschaftsreise in den Iran:
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Im Namen Gottes – zwiespältiges Bild eines Iran zwischen Moderne und Religion, zwischen Gastfreundschaft und Judenhass

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