Gentechnik-frei
Oberösterreichisches Saatgut in Kanada und Kasachstan

Saatzucht ist ein langwieriges Unterfangen. | Foto: Saatbau Linz
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Heimisches Saatgut ist für den Ackerbau hierzulande unverzichtbar – und es wird auch in die ganze Welt exportiert.

OÖ. Die heimische Saatgutwirtschaft leistet aus Sicht der Landwirtschaftskammer OÖ einen zentralen Beitrag für die Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit der Landwirtschaft in ganz Österreich. Von der Acker- und Grünlandbewirtschaftung über den Obst- und Gemüsebau bis hin zur Sicherung der Ernährungssouveränität stehe fest: Ohne moderne, an die regionalen Bedingungen angepasste Sorten ist nachhaltige Landwirtschaft nicht machbar. In Österreich laufen aktuell 30 Zuchtprogramme, in denen an der ständigen Verbesserung des Sortenmaterials gearbeitet wird.

Von links: Josef Aigner (Saatbau Linz), Franz Waldenberger (Landwirtschaftskammer OÖ) und Johann Birschitzky (Saatzucht Donau). | Foto: Saatbau Linz
  • Von links: Josef Aigner (Saatbau Linz), Franz Waldenberger (Landwirtschaftskammer OÖ) und Johann Birschitzky (Saatzucht Donau).
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„Unsere Bäuerinnen und Bauern brauchen Sorten, auf die sie sich verlassen können – auch in schwierigen Jahren. Die Züchtungsarbeit ist daher ein wichtiger Beitrag für stabile Einkommen und Versorgungssicherheit. Zudem profitieren die Ackerbauern von der intensiven Zusammenarbeit mit den heimischen Saatgutfirmen in der Saatgutvermehrung, die sich für viele Betriebe zu einem wichtigen Einkommensstandbein entwickelt hat“,

betont LK-Präsident Franz Waldenberger.

Größte bäuerliche Genossenschaft Österreichs

Eine besondere Rolle nimmt die Saatbau Linz ein. Mit mehr als 3.000 Mitgliedern ist sie nicht nur die größte bäuerliche Genossenschaft Österreichs in der Saatgutwirtschaft, sondern auch die einzige, die die gesamte Wertschöpfungskette von der Züchtung über die Vermehrung und Aufbereitung bis zur internationalen Vermarktung abdeckt. „Unser Vorteil liegt in der langfristigen Ausrichtung: Entscheidungen orientieren sich an Herausforderungen wie Klimawandel, Ressourcenschonung und Versorgungssicherheit, nicht an kurzfristigen Börsenkursen sowie an den Absatzmöglichkeiten für Pflanzenschutzmittel“, betont Saatbau Linz-Obmann Josef Aigner.

Foto: Saatbau Linz
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Blick in die Zukunft

Die Saatzucht Donau ist das größte Pflanzenzüchtungsunternehmen Österreichs und gehört zu je 50 Prozent der Saatbau Linz und der Probstdorfer Saatzucht. In den beiden Zuchtstationen Reichersberg im Innviertel und Probstdorf im Marchfeld wird Getreide- und Sojazüchtung betrieben. „Der Klimawandel bringt höhere Temperaturen und bei in etwa gleichbleibenden Gesamtniederschlägen längere Trockenphasen und intensivere Starkniederschläge. Diese zukünftigen Bedingungen versuchen wir z.B. durch Selektion auf Stressstandorten in Osteuropa zu antizipieren“, erläutert Johann Birschitzky, Geschäftsführer der Saatzucht Donau.

Gentechnikfreiheit als USP

In erster Linie züchten die Betriebe Saatgut für die aktuellen und künftigen klimatischen Bedingungen in Österreich. Das Saat gut findet aber auch überall dort Abnehmer, wo das Klima ähnlich ist. Weltweit ergeben sich so Märkte von Kanada bis Kasachstan. Dass das oberösterreichische Saatgut dort begehrt ist, hat aber teils auch noch einen anderen Grund: Häufig wird der Markt von gentechnisch veränderten Sorten dominiert – die Zucht aus Oberösterreich hingegen sei garantiert frei davon.

Saatzucht ist ein langwieriges Unterfangen. | Foto: Saatbau Linz
Von links: Josef Aigner (Saatbau Linz), Franz Waldenberger (Landwirtschaftskammer OÖ) und Johann Birschitzky (Saatzucht Donau). | Foto: Saatbau Linz
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