Bergrettung im Einsatz
Eiskletterer in Kaprun von Eiszapfen tödlich getroffen

Foto: Bergrettung Kaprun
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Bereits am Donnerstagnachmittag kam es in Kaprun zu einem tödlichen Unfall am Schranbach-Eisfall. Ein 31-jähriger Eiskletterer, ein schwedischer Soldat, wurde von einem Eiszapfen getroffen und starb trotz sofortiger Hilfeleistungen.

KAPRUN. Wie Vera Reiter, ehrenamtliche Pressereferentin der Bergrettung Salzburg, berichtet, ereignete sich am Donnerstagnachmittag, dem 5. Februar 2026, ein tödlicher Unfall am Fuße des Schranbach-Eisfalles in Kaprun. Ein 31-jähriger Mann wurde von einem Eiszapfen getroffen, der sich oberhalb gelöst hatte.

Ablauf des Unfalls und Notruf

Der Verunglückte hielt sich laut dem bericht mit drei weiteren Personen im flachen Gelände auf, als der Eiszapfen niederging. Die anderen Gruppenmitglieder blieben unverletzt und leiteten sofort Erste-Hilfe-Maßnahmen ein. Gleichzeitig setzten sie einen Notruf ab. Die Ortsstelle Kaprun der Bergrettung wurde um 13.30 Uhr alarmiert.

Einsatz der Bergrettung und Notarzt

Die ersten beiden Bergretter trafen am Unfallort ein und setzten gemeinsam mit dem Team eines Notarzthubschraubers die Erste-Hilfe-Maßnahmen fort. Trotz aller Bemühungen waren die Wiederbelebungsversuche erfolglos. Der Mann verstarb noch an der Unfallstelle.

Bergung und Übergabe an die Behörden

Der Verunglückte wurde mit dem Bergrettungsfahrzeug zum Bergrettungsheim Kaprun gebracht und dort den zuständigen Behörden übergeben. Insgesamt waren zehn Bergretterinnen und Bergretter der Ortsstelle Kaprun im Einsatz, darunter auch ein Bergrettungsarzt.
Wie Reiter abschließend berichtet, endete der Einsatz mit der Übergabe des Verunglückten an die Behörden.

Ergänzung aus Sicht der Polizei:

Wie die Alpinpolizei mitteilt, befanden sich am frühen Nachmittag des 5. Februar drei Lehrgangsteilnehmer sowie ein Ausbilder im Rahmen einer Heeresbergführerausbildung des Österreichischen Bundesheeres beim Schranbach-Eisfall in Kaprun. Zum Unfallzeitpunkt hätten sich alle vier Eiskletterer im flachen Gelände nahe des Eisfalles, unterhalb eines Felsvorsprunges, aufgehalten, als sich plötzlich ein großer Eiszapfen gelöst habe. Dieser sei zunächst an der Eiswand abprallt und habe anschließend einen 31-jährigen schwedischen Soldaten getroffen. Den übrigen Gruppenmitgliedern sei es gelungen, rechtzeitig auszuweichen, sodass sie unverletzt blieben.

Soldaten setzten Rettungskette in Gang

Unmittelbar nach dem Unfall hätten die Soldaten die Rettungskette in Gang gesetzt und mit den Erstmaßnahmen begonnen. Diese seien später von der Besatzung des Notarzthubschraubers fortgeführt worden. Der schwedische Soldat sei jedoch noch am Unfallort seinen schweren Verletzungen erlegen.

Ermittlungen laufen

Die Alpinpolizei führe derzeit die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang durch. Seitens der Staatsanwaltschaft Salzburg seien keine weiteren Anordnungen ergangen. Die Verständigungen sowie die Repatrierung des Leichnams seien durch das Österreichische Bundesheer erfolgt.

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