Landtagswahl 2018: Informationen speziell aus dem Pinzgau

Landeshauptmann Wilfried Haslauer, der strahlende Gewinner bei der Wahl - hier bei einem vor kurzem erfolgten Besuch in Zell am See mit Bgm. Peter Padourek.
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  • Landeshauptmann Wilfried Haslauer, der strahlende Gewinner bei der Wahl - hier bei einem vor kurzem erfolgten Besuch in Zell am See mit Bgm. Peter Padourek.
  • Foto: Pinzgauer Volkspartei
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Statement Ferdinand Salzmann, Bezirkssprecher der GRÜNEN

Update - Telefonat mit Ferdinand Salzmann aus Saalfelden:
Ferdinand Salzmann: "Das Wahlergebnis ist natürlich enttäuschend; wir sind wieder auf dem Stand wie vor dem Ausnahme-Wahljahr 2013. Damals waren es sozusagen geliehene Stimmen. Insgesamt ist es aber unser zweitbestes Ergebnis und wir werfen die Flinte nicht ins Korn. Ich hoffe im Sinne des Landes sehr, dass es eine schwarz-grün-pinkfarbige Landesregierung wird, damit die Verkehrs- und Sozialthemen sich nicht so wie in Oberösterreich oder so wie in der Bundesregierung entwickeln."

Statement Josef Egger, Listenzweiter der NEOS

Update - Gespräch mit Josef Egger aus Zell am See, NEOS:
Josef Egger: "Ein großes Dankeschön an unsere Wähler! Wir waren zwar sehr optimistisch, aber dass das Ergebnis für uns so gut ausfällt, haben wir nicht gedacht. So, wie es ausschaut, geht sich sogar ein drittes Mandat und damit der Klubstatus aus. Dieser Erfolg beruht auf unserer Linie mit Transparenz, Zukunftsorientierung und  Mut zu Reformen. Wir sind sehr euphorisch und happy und hoffen auf eine schwarz-grün-pinke Koalition. 

Statement Markus Steiner von der FPS

Update - Gespräch mit Markus Steiner aus Niedernsill, Listenzweiter: 
"Wir warten durchaus optimistisch auf das Endergebnis, die endgültigen Zahlen aus der Stadt Salzburg fehlen ja noch. Ich bin grundsätzlich zufrieden, vor allem angesichts der Umstände, unter jenen wir uns auf die Beine gestellt haben. Einfach gewaltig ist das Ergebnis im Pinzgau, besonders in Saalbach-Hinterglemm, Viehhofen und in meiner Heimatgemeinde Niedernsill.

Statement Karin Berger (Pinzgauer Spitzenkandidatin der FPÖ)

Update - Gespräch mit Karin Berger aus Lofer:
Karin Berger im Telefonat mit den Bezirksblättern: "Ich bin vor einer halben Stunde bei unserer Wahlfeier angekommen und gerade höre ich im Hintergrund Jubel... wahrscheinlich sind unsere Stimmenanteile wieder ein wenig gestiegen. Vor allem auch angesichts der Tatsache, dass es ja nun mit der FPS eine zweite freiheitliche Partei gibt. Wir sind nach der Abspaltung von Karl Schnell und seinen Leuten mit neuem Schwung und neuer Mannschaft neu durchgestartet. Und dass unsere Spitzenkandidatin Marlene Svazek äußerst kompetent ist, hat sich auch herumgesprochen. Das Rennen um Platz 2 ist sehr knapp und wer weiß, vielleicht können wir es ja doch für uns entscheiden."

Statement Lisa Eberharter (Pinzgauer Spitzenkandidatin der Liste Mayr): 

Update - Gespräch mit Lisa Eberharter (Liste Mayr-SBG)
Die Mittersillerin Lisa Eberharter im Bezirksblätter-Gespräch: "Unser Ziel waren 5 Prozent und dass wir nun so weit davon entfernt sind, hätten wir angesichts der vielen positiven Rückmeldungen bei unseren Wahlkampfeinsätzen nicht gedacht. Vor allem tut es mir für Hans Mayr Leid, für ihn ist heute sein politisch härtester und dunkelster Tag. Aber die Wähler haben entschieden und das ist zu respektieren. Wie es nun weitergeht, wissen wir noch nicht... das werden wir nach ein paar Tagen, in denen wir uns Ruhe gönnen, entscheiden."

Wahlergebnis Saalbach Hinterglemm

Update - 28,61 Prozent für Karl Schnell (FPS) in seiner Heimatgemeinde
Während Karl Schnell mit seiner FPS landesweit laut aktueller Hochrechnung 4,4 Prozent erreicht hat, sind die Stimmenanteile im Pinzgau, wo er beheimatet ist, dementsprechend höher. Besonders auffällig kommt das in seiner Heimatgemeinde Saalbach Hinterglemm zu tragen; hier erreichte er 28,61 Prozent.

Statement GRÜNE Pinzgau

Update - Statement seitens der Pinzgauer GRÜNEN:
Johann Gratz am Telefon: "Die Entscheidung der Wähler ist zur Kenntnis zu nehmen. Freilich könnte man lange darüber diskutieren, wie gerecht das ist. Aber ich persönlich lasse mir angesichts des Ergebnisses keine grauen Haare wachsen. Die Grünen sind auf jeden Fall vorhanden und unbeeindruckt vom Ergebnis werde ich mich in der Gemeinde weiterhin engagieren. Im Moment bin ich zum Beispiel gerade dabei, unsere Gemeindenachrichten auszutragen."

Wahlergebnis Viehhofen

Update: Wie auch in anderen Pinzgauer Gemeinden haben sich die Stimmen der Rechts-Parteien aufgesplittet. Das Beispiel aus der Gemeinde Viehhofen, welche traditionsgemäß zu den Orten mit den meisten FPÖ-Stimmen zählt, gibt es diesbezüglich folgendes Ergebnis: 22,7 Prozent FPÖ und 22,37 FPS.

Statement Barbary Thöny, SPÖ Pinzgau
Update: Erstes Statement Barbara Thöny (Pinzgauer Spitzenkandidaten SPÖ):
Barbara Thöny recht verhalten im BB-Telefonat: "Wir schauen gerade gespannt auf die Hochrechnung, für uns geht es um den zweiten Platz, das war unser Wahlziel. Derzeit liefern wir uns ein Rennen mit der FPÖ. Bei meinen Hausbesuchen war der Finanzskandal eigentlich kein Thema mehr. Und es ist ganz egal, wie die Wahl ausgeht, ich werde daran arbeiten, weiterhin Vertrauen auszubauen. Und wir müssen weiterhin viel mit den Leuten reden, vor allem mit den jungen. Ein ganz wichtiges Thema wird auch die Wahlbeteiligung sein müssen." 
Eine weitere Thöny-Stellungnahme folgt im Laufe des Nachmittags bzw. des Abends.


WAHLERGEBNIS WALD, STATEMENT MICHAEL OBERMOSER, ÖVP

Update aus der Gemeinde Wald - Erstes Statement Michael Obermoser (ÖVP)
Nach einem ersten Telefonat wissen wir, dass der Pinzgauer ÖVP-Sitzenkandidat Michael Obermoser, der zugleich auch Bürgermeister von Wald ist, "glücklich und demütig ist". Wenn es nach seiner Heimatgemeinde ginge, hätte die ÖVP die absolute Mehrheit mit 53,3 Prozent der Stimmen (SPÖ 95 Stimmen / FPÖ 72 Stimmen / FPÖ 72 Stimmen / FPS 61 Stimmen, Grüne 17 Stimmen / Liste Mayr 11 Stimmen / NEOS 9 Stimmen) .

Das Ergebnis für den Pinzgau im Detail (im Vergleich zu 2013):

ÖVP: 15.681 Stimmen, 38,5 Prozent (+ 9,6 Prozentpunkte, PP)
SPÖ: 8.617 Stimmen, 21,1 Prozent (- 5,4 PP)
GRÜNE: 2.334 Stimmen, 5,7 Prozent (- 8,1 PP)
FPÖ: 7.221 Stimmen, 17,7 Prozent (- 2,6 PP)
FPS: 3.927 Stimmen, 9,6 Prozent
NEOS: 2.253 Stimmen, 5,5 Prozent
MAYR: 738 Stimmen, 1,8 Prozent

Um 18.19 Uhr waren heute alle Pinzgauer Gemeinden ausgezählt. Damit ist der Pinzgau der fünfte Salzburger Bezirk, der fertig ausgezählt hat.

Im Pinzgau waren 63.365 Personen wahlberechtigt, die Wahlbeteiligung lag bei 65,1 Prozent. 478 Stimmen waren ungültig, das ist ein Anteil von 1,2 Prozent. 5.395 Mal wurde bei dieser Wahl im Pinzgau eine Wahlkarte ausgestellt.

Top-Gemeindeergebnisse der Parteien

Die ÖVP konnte im Pinzgau ihr bestes Ergebnis mit 58,4 Prozent der Stimmen in der Gemeinde Fusch an der Großglocknerstraße erzielen, die SPÖ mit 31,5 Prozent in Lend, die FPÖ in Unken mit 31 Prozent und die Grünen mit 8,4 Prozent in Saalfelden. Ihr bestes Gemeindeergebnis im Bezirk schaffte die FPS in Saalbach-Hinterglemm (28,6 Prozent), NEOS in Maria Alm (9,2 Prozent) und die Partei von Hans Mayr in Dienten (9 Prozent). Die KPÖ und die CPÖ traten im Pinzgau nicht an.

Ein Blick zurück in das Landtagswahljahr 2013:

Die SPÖ unter der Führung von Gabi Burgstaller verlor bei der Landtagswahl 2013 15,6 Prozentpunkte (PP) und fiel mit einem Stimmanteil von 23,8 Prozent auf den zweiten Platz zurück.
Die ÖVP, seit 2004 nicht mehr stimmstärkste Partei, konnte sich 2013 trotz deutlicher Stimmverluste (7,5 PP) mit Wilfried Haslauer an die Spitze bringen.
Die FPÖ mit Karl Schnell (mittlerweile FPS) als Spitzenkandidat konnte um vier Prozentpunkte auf 17 Prozent zulegen, rutschte aber dennoch erstmals auf Platz Vier zurück.
Die Grünen mit Astrid Rössler gewannen mit 12,8 PP dazu und konnten sich auf Platz drei vorschieben, das beste Ergebnis seit dem ersten Antreten.
Das erstmals kandidierende Team Stronach erreichte 8,3 Prozent der Stimmen und belegte damit den fünften Platz.
Die Piraten mit 1,3 Prozent und die KPÖ mit 0,3 Prozent Stimmanteil verfehlten klar die notwendige Fünf-Prozent-Hürde für den Einzug in den Landtag.


Zu den Wahlkarten

Und noch eine Zusatz-Information: Landesweit haben 8,9 Prozent der 390.091 Wahlberechtigten eine Wahlkarte beantragt; 15,5 Prozent davon fallen auf den Pinzgau (in Zahlen 5.395). Damit liegt unser Bezirk nach der Stadt und nach dem Flachgau an dritter Stelle; prozentuell am wenigsten Wahlkarten waren es im Lungau. 

Diesmal wird das Ergebnis der Wahlkarten schon weitgehend im vorläufigen offiziellen Endergebnis am Wahlabend enthalten sein, da die Briefwahlkarten gemeinsam mit den in den Wahllokalen abgegebenen Stimmzetteln ausgezählt werden. Am Mittwoch werden nur Wahlkarten, die am Wahltag in einem anderen Wahllokal als dem eigenen der Wohnsitzgemeinde abgegeben werden, ausgezählt. Das werden erwartungsgemäß nur wenige sein.



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