Pinzgauer Arbeitsmarkt
7,7 Prozent Arbeitslosigkeit im Bezirk Zell am See

Karin Eiwan (Geschäftsstellenleiterin des AMS Zell am See) | Foto: MeinBezirk
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Im Bezirk Zell am See bleibt die Arbeitslosenquote im April mit 7,7 Prozent stabil auf Vorjahresniveau, während sich am Arbeitsmarkt dennoch deutliche Verschiebungen zeigen.

PINZGAU. Die Arbeitslosenquote im Bezirk Zell am See lag Ende April saisonbedingt bei 7,7 Prozent und damit exakt auf dem Niveau des Vorjahres. Zum Vergleich: Im Bundesland Salzburg betrug die Quote 5,3 Prozent, österreichweit lag sie bei 7,5 Prozent. Bei den aktuellen Werten handelt es sich wie üblich um vorläufig geschätzte Zahlen, die endgültigen Daten werden Mitte des Monats veröffentlicht.

Ende April waren beim Arbeitsmarktservice (AMS) insgesamt 3.139 Personen arbeitslos vorgemerkt. Das entspricht einem leichten Anstieg von 35 Personen beziehungsweise 1,1 Prozent. Während die Zahl der arbeitslosen Frauen mit 1.678 Personen leicht zurückging – ein Minus von 31 Personen oder 1,8 Prozent –, stieg die Zahl der arbeitslosen Männer auf 1.461 Personen. Das bedeutet ein Plus von 66 Personen beziehungsweise 4,7 Prozent.

Langzeitbeschäftigungslose bereiten weiter Sorge

Im April wurden insgesamt 2.101 Zugänge in die Arbeitslosigkeit registriert. Das sind um 161 Personen oder 8,3 Prozent mehr. Der Großteil davon – nämlich 1.681 Personen – entfiel auf den Bereich Fremdenverkehr.

„Sorge bereitet weiterhin die Gruppe der Langzeitbeschäftigungslosen, also jener Personen, die länger als 1 Jahr arbeitslos sind“, berichtet die Geschäftsstellenleiterin Karin Eiwan. Für Menschen mit multiplen Problemlagen wie gesundheitlichen Einschränkungen, höherem Alter, Schulden oder fehlender Ausbildung werde es zunehmend schwieriger, wieder am Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Insgesamt waren im April 191 Personen von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen. Das sind um 54 Personen beziehungsweise 39,4 Prozent mehr als im April des Vorjahres.

Rückgang bei offenen Stellen

Der Bestand an sofort verfügbaren offenen Stellen ist bereits den fünften Monat in Folge rückläufig. Aktuell stehen 735 offene Stellen zur Verfügung – ein Minus von 261 Stellen oder 26,2 Prozent. Gleichzeitig verzeichnete das AMS im April jedoch einen deutlichen Anstieg bei den neu gemeldeten Stellenangeboten: Mit 955 offenen Stellen gab es ein Plus von 129 Stellen beziehungsweise 15,6 Prozent. Dies spiegle die starke saisonale Dynamik des Pinzgauer Arbeitsmarktes wider.

Besonders in den Bereichen Industrie und Gewerbe, Handel und Verkehr sowie im Fremdenverkehr wurden mehr offene Stellen gemeldet.

Weniger offene Lehrstellen

Auch am Lehrstellenmarkt zeigte sich eine Veränderung: Die Zahl der sofort verfügbaren Lehrstellensuchenden sank auf 43 Personen. Das entspricht einem Rückgang von vier Personen oder 8,5 Prozent. Dem gegenüber standen 126 sofort verfügbare offene Lehrstellen. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies allerdings einen deutlichen Rückgang um 87 Stellen beziehungsweise 40,8 Prozent.

„Der Arbeitsmarkt befindet sich in einem starken Wandel“, informiert Karin Eiwan, „demografischer und gesellschaftlicher Wandel, globale Krisen, aber auch die Auswirkungen des immer stärker werdenden Einsatzes von KI, verändern Berufsbilder und deren Anforderungen. Hier gilt es die Menschen entsprechend zu schulen und auszubilden, um in diesem Wandel mithalten zu können.“

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