Elektroautos – die Zeit ist reif

Überzeugt von E-Mobilität: Wirtschaftshof Leiter Kurt Binder, Harald Zehentner und Manfred Himberger vom Autohaus Zehentner, Bgm. Günter Schied.
  • Überzeugt von E-Mobilität: Wirtschaftshof Leiter Kurt Binder, Harald Zehentner und Manfred Himberger vom Autohaus Zehentner, Bgm. Günter Schied.
  • Foto: Stdg. Saalfelden
  • hochgeladen von Klaus Moser

SAALFELDEN. Die Stadtgemeinde Saalfelden setzt weiterhin auf E-Mobilität. Nach der Anschaffung von E-Bikes und der Errichtung von E-Tankstellen wurde nun im Wirtschaftshof das erste Elektroauto in Betrieb genommen. Weitere Fahrzeuge mit Akkus statt Treibstoff-tanks sollen folgen.

Nachdem das 20 Jahre alte Dienstauto der Wirtschaftshof-Verwaltung in den wohlverdienten Ruhestand entlassen wurde, machte sich Abteilungsleiter Kurt Binder auf die Suche nach einem motivierten Nachfolger. Im Anforderungsprofil wurde ein für Kurzstrecken geeignetes Fahrzeug mit ausreichend großem Laderaum skizziert. Sonderwunsch: Strom statt Erdöl als Treibstoff.

Im Zuge des Ausschreibungsverfahrens stellte sich heraus, dass ein Elektrofahrzeug für die vorgesehene Verwendung nicht nur ökologisch sinnvoll ist, sondern auch wirtschaftliche Vor-teile bringt. Die Treibstoffkosten auf 100 km sind um bis zu 75 Prozent niedriger als bei ei-nem alten Dieselfahrzeug. Die tatsächliche Ersparnis hängt vom Stromtarif des Fahrzeughal-ters ab. Die meisten Firmen haben durch die großen Abnahmemengen wesentlich günstige-re Stromtarife als Privatpersonen und tanken daher billiger. Aber auch für Private kann der Umstieg auf Strom durchaus Kostenersparnisse bringen. Vor allem wenn überwiegend Kurz-strecken gefahren werden. Der Staat unterstützt das Umdenken in der Mobilität. Bei Elektro-fahrzeugen fallen keine Normverbrauchsabgabe (NOVA) und keine motorbezogene Versi-cherungssteuer an. Außerdem bieten sowohl Bund als auch Land lukrative Investitionsförde-rungen an.

Seit Anfang Jänner sind die Mitarbeiter der Wirtschaftshof-Verwaltung mit dem Renault Kan-goo Z.E. unterwegs. Mit einer Akkuladung kommt das E-Auto bis zu 170 km weit. Am Abend wird das Fahrzeug an eine Steckdose angeschlossen, damit sich der Akku über die Nacht aufladen kann. Sollte der Akku doch einmal an seine Grenzen stoßen, zeigt ein integriertes Navigationsgerät den Weg zur nächstgelegenen Elektrotankstelle an. Mit nur 60 PS gleicht die Beschleunigung des E-Autos jener eines Dieselfahrzeuges mit 110 PS Leistung. Der Grund: Ein Elektromotor hat einen Wirkungsgrad von über 80 Prozent. Der Wirkungsgrad eines Verbrennungsmotors liegt zwischen 40 und 45 Prozent.

Wirtschaftshof Leiter Kurt Binder: „Meine Mitarbeiter und ich sind begeistert von diesem Fahrzeug. Zum einem weil der Fahrkomfort hervorragend ist und zum anderen, weil wir mit der Gewissheit durch Saalfelden fahren, dass wir keine Abgase hinterlassen. Als e5-Gemeinde beziehen wir in unseren kommunalen Betrieben Ökostrom, somit kann man mit gutem Gewissen von umweltfreundlichem Treibstoff sprechen. Wo es betriebliche Anforde-rungen und wirtschaftliche Aspekte zulassen, werden wir künftig weitere Dieselfahrzeuge gegen Elektroautos austauschen.“

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Autor:

Klaus Moser aus Pinzgau

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