Illegaler Import
Pongauerin tappte beim Welpenkauf in Betrugsfalle

Vorsicht beim Online-Welpenkauf: Nur Junghunde ab einem Alter von zwölf Wochen mit vollständig ausgefülltem EU-Heimtierausweis und der ärztlichen Grundversorgung (Impfungen, Entwurmung, Chip) sind zu empfehlen.
  • Vorsicht beim Online-Welpenkauf: Nur Junghunde ab einem Alter von zwölf Wochen mit vollständig ausgefülltem EU-Heimtierausweis und der ärztlichen Grundversorgung (Impfungen, Entwurmung, Chip) sind zu empfehlen.
  • Foto: OETV
  • hochgeladen von Alexander Holzmann

Zahlreiche Gefahren drohen beim Online-Welpenkauf, wie eine Pongauerin beim Kauf eines illegal importierten Welpen erleben musste.

ST. VEIT (aho). Wie der Österreichische Tierschutzverein vermeldet, bestellte eine Tierfreundin aus St. Veit aus Unwissenheit einen elf Wochen alten Yorkshire Terrier über das Internet und wurde böse überrascht. Da der Welpe illegal aus Ungarn importiert worden war, musste die Dame eine Strafe in Höhe von 500 Euro bezahlen. Die Frau hatte für den Welpen mehrere hundert Euro bezahlt, der Preis lag jedoch deutlich unter dem normalen Züchterpreis.

Betrugsfalle Welpenkauf

Wiederholt warnt der Tierschutzverein vor Billigwelpenkäufen im Internet, wo die Gefahr von illegalem Handel bzw. Betrug ausgesprochen hoch sei. Um seriöse von unseriösen Züchtern unterscheiden zu können, sei besondere Vorsicht geboten: "Gerade wenn Bilder von süßen Tierbabys im Internet noch so verlockend sind, sollte deren Glaubwürdigkeit stets hinterfragt werden. Auffallend günstige Preise, Abgabetermine vor der achten Lebenswoche, Transporte via Zustelldienst, zögerliche Antworten bei Fragen nach EU-Heimtierausweis oder nach einem Besuchs des Aufzuchtsortes sollten in jedem Fall sofort aufhorchen lassen", teilt der Tierschutzverein mit.


Gefahr in grenznahen Gebieten

"Wir bekommen immer wieder Meldungen aus grenznahen Umgebungen, wo vermeintliche Züchter Wohnungen anmieten, um ihre über die Grenze geschmuggelten Welpen herzuzeigen. Diese sind meist unter widrigsten Bedingungen im Ausland aufgewachsen und dementsprechend oft krank. So kosten sie den Hundehalter im Endeffekt mehr, als wenn er gleich zum Züchter gegangen wäre", heißt es vom Tierschutzverein auf Anfrage der Bezirksblätter.

Tipps für einen sicheren Welpenkauf

Es wird empfohlen, keine Hunde von unseriösen Züchtern zu kaufen und einen etwaigen Verdacht beim bezirkszuständigen Amtstierarzt zu melden. Ein guter und verantwortungsbewusster Züchter stellt viele Fragen, erkundigt sich über Familiensituationen und Wohngegebenheiten und lädt in jedem Fall zum persönlichen Kennenlernen mit den potenziellen Interessenten ein. Auch werden seriös aufgezogene Welpen niemals vor dem gesetzlich festgelegten Mindestalter von acht Wochen abgegeben. Damit die jungen Tiere optimal sozialisiert werden können, empfehlen zahlreiche Züchter sogar eine Zeit von zwölf Wochen, bis der Welpe in sein neues Zuhause ziehen darf. Je nach Rasse liegen die Kosten für einen legal aufgezogenen Welpen zwischen 800 und 2.000 Euro. „Wir können gar nicht oft genug auf die Gefahren des illegalen Welpenhandels aufmerksam machen“, sagt das Team des Österreichischen Tierschutzvereins.

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