Evi Huber
Eine Pongauerin für Europa

St. Johanns Vizebürgermeisterin Evi Huber ist die einzige Pongauer Vertreterin, die bei der EU-Wahl gewählt werden kann.
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Evi Huber tritt als einzige Pongauer Kandidatin zur EU-Wahl an und will die Pongauer vor allem zum Wählen animieren.

ST. JOHANN (aho). Bei der EU-Wahl am 26. Mai steht auch eine Pongauer Kandidatin auf dem Wahlzettel: St. Johanns Vizebürgermeisterin Evi Huber kandidiert auf Listenplatz 32 für die SPÖ. Sie rechnet sich zwar keine Chancen auf einen Platz in Brüssel aus, vielmehr sieht sie ihre Aufgabe aber darin, die Menschen zum Wählengehen zu animieren. Huber möchte sich vor allem für mehr sozialen Zusammenhalt auf europäischer Ebene einsetzen.

In Europa entfalten

"Alle verdienen ein gutes Leben und Möglichkeiten zur Entfaltung in einem friedlichen Europa", ist die Vizebürgermeisterin überzeugt. Daher ist das Wählen für sie eine Selbstverständlichkeit. "Auch wenn es viele oft nicht wahrhaben wollen: Jede einzelne Stimme zählt und bewirkt etwas. Bei der EU-Wahl haben wir die Möglichkeit, die Richtung vorzugeben und mitzuentscheiden, wie es mit Europa weitergeht. Das Wählen ist ein Teil des Zusammenlebens in unserer Welt", sagt Huber.

Europa friedlich halten

Brüssel als Arbeitsplatz ist für Huber derzeit kein Thema, auch würde sie auf Listenplatz 32 nur schwer die nötige Zahl an Vorzugsstimmen erreichen. Sie will aber als EU-Gemeinderätin den Bürgern die europäischen Themen näherbringen. "Ich mache meinen Job als Vizebürgermeisterin sehr gern und ich bleibe auf jeden Fall hier. Ein starkes Europa der Regionen beginnt ja genau hier, im Kleinen, wo die Orte nicht aussterben dürfen. Dahinter darf man aber das große Ganze, das Europa des Friedens, nicht vergessen", sagt Huber.

"Endlich einmal mitreden"

Angetan haben es ihr Menschen, die zur Wahl kommen, obwohl das Wählen für sie eine große Herausforderung darstellt: "Es freut mich wahnsinng, wenn Leute zur Wahl kommen, die fast nicht mobil sind, die wirklich kämpfen müssen, um von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Das zeigt, wie wichtig ihnen dieses Mitbestimmen ist, und das wünscht man sich von vielen anderen auch." Oft seien die Menschen frustriert, weil sie nicht unmittelbar beeinflussen können, was in Brüssel passiert. "Bei der Wahl haben wir genau diese Möglichkeit. Es ist die einzige Möglichkeit, endlich einmal mitzureden", appelliert die EU-Gemeinderätin. Der Wahlverdruss auf Europaebene komme auch aufgrund des Wohlstandes, sie will mehr Gleichberechtigung: "Reisefreiheit oder die einheitliche Währung nehmen viele nicht mehr als Vorteile wahr, weil wir das schon lange haben. Es muss aber auch Chancengleichheit geben für diejenigen, denen es nicht so gut geht."

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