Leserbrief aus Lembach
"Höchst an der Zeit, Frauen aufzulisten, die Großes geleistet haben"
- In seinem Leserbrief lobt Roland Öhler aus Kleinzell die perfekt funktionierende Rettungskette sowie die Mitarbeiter des Klinikums Rohrbach.
- Foto: MeinBezirk Oberösterreich
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Reinhold Aumaier aus Lembach ist es ein Anliegen – in Zeiten wie diesen – große verstorbene und aktuelle First Class Ladies zu würdigen.
Toll trieben es die alten Römer… so hieß ein Filmlustspiel vor 60 Jahren. Ein aberwitziger Rückblick auf die irren Spassetteln vor 2.000 Jahren. Heute… haben wir in Echtzeit das irre Unlustspiel mit dem irrlichternden Ekelpaket im Weißen Haus und dem Bruderkrieger im Kreml. Um sie herum das hörige Gesinde(l) in Form von O(e)ligarchen und Tech-Milliardären. Allesamt Kriegsherren, Datenversilberer, neureiche Demokratiezerstörer.
Und – Überraschung – keine einzige Frau darunter. Die sind nach wie vor hauptsächlich nur dann gefragt, wenn es um die Aufarbeitung von Trümmern geht. Alleine dass die tapfere Karin Bergmann nach dem Burgtheater nun die Salzburger Festspiele wieder auf zwischenmenschlich erträgliches Normalmaß zurechtbiegen muss, spricht Bände.
Würdigung von First Class Ladies
Kurzum: Das Patriarchat bröckelt, richtet schnell noch kriegsHERRlich jede Menge Schaden an. Höchst an der Zeit, ein paar auf (sozial-)politischer, wissenschaftlicher und künstlerischer Ebene Großes geleistet habender und vollbringender Frauen aufzulisten: verstorbene und lebende in die erste Reihe zu stellen.
ꝉ Berta von Suttner
ꝉ Lise Meitner
ꝉ Adelheid Popp
ꝉ Ilse Aichinger
ꝉ Maria Lassnig
ꝉ Valie Export
- Anneliese Rohrer
- Karin Bergmann
- Johanna Rachinger
- OSKA
- Elfriede Jelinek
- Florentina Holzinger
Auslöser: Der Auszucker der Boulevardpresse und so manche Reaktion von Lesern dieser Kampagnen-Schmiererei anlässlich des Biennale-Auftritts der so mutigen, kontrovers diskutierten und soeben in Bregenz einhellig gefeierten Florentina Holzinger – in einem Aufwasch dabei genüsslich angepatzt: A. Babler, dieser ganz ganz böse Mann, weil er durch Umschichtung der Fördergelder in Richtung Qualitätspresse den Schmierblättern mit ihren täglichen (Er-)Schlagzeilen an den Geldbeutel gehen will.
Kurzum: Florentina führt die Körperkunst der kürzlich verstorbenen Valie Export zeitgemäß fort, die Jelinek hat im Gegensatz zu Lise Meitner den Nobelpreis bekommen… aber man lese und ergoogle sich die großen Damen ihrer Schöpfungen doch selbst. A ja: man/frau singe bei Gelegenheit sowas von selbstverständlich: Heimat großer Töchter und Söhne…
von Reinhold Aumaier aus Lembach
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