Bildungspolitisches Frühstück 2023
Lebensbildung für ganz Salzburg
Beim bildungspolitischen Frühstück am Dienstag Vormittag (3. Oktober) trafen sich Expertinnen und Experten aus der Bildung mit Vertreterinnen und Vertretern aus der Politik, um die gemeinsam Anliegen in der Erwachsenenbildung zu diskutieren.
SALZBURG. Am gestrigen Dienstag fand im St. Virgil Bildungs- und Konferenzzentrum in der Ernst-Grein-Straße in Salzburg das jährliche bildungspolitische Frühstück statt. Bildungs-Expertinnen und -Experten diskutierten dabei gemeinsam mit den Verantwortlichen von Stadt und Land nicht nur über bildungsrelevante Inhalte, sondern auch über den hoch notwendigen finanziellen Ausgleich von Stadt, Land und Bund. Dieser ist unerlässlich, damit Bildung für alle Menschen zugänglich bleibt.
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Mit ihrem Credo: "Wir wollen Bildung für alle Menschen im Bundesland Salzburg schaffen." begann die Geschäftsführerin der ARGE Salzburger Erwachsenenbildung und Gesamtprojektleitung vom Netzwerk Bildungsberatung Salzburg, Silvia Schwarzenberger-Papula, die Präsentation der Kennzahlen der Arbeitsgemeinschaft Salzburger Erwachsenenbildung. Und die können sich sehen lassen: Allein im vergangenen Jahr 2022 besuchten rund 170.000 Teilnehmer die rund 12.000 Veranstaltungen. Zudem ist die Arbeitgeberin Bildung in Salzburg mit rund 6.000 haupt- sowie ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein relevanter Faktor.
"Wir wollen alle dort abholen wo sie gerade sind. Wir wollen Angebote bieten, die ihnen gerade weiterhelfen. Egal wie die Menschen zu uns kommen, wichtig ist, dass sie zu uns kommen, weil eines wissen wir: Bildung hilft immer."
Silvia Schwarzenberger-Papula, Geschäftsführerin der Netzwerk Bildungsberatung Salzburg
- Silvia Schwarzenberger-Papula, Geschäftsführerin der ARGE Salzburger Erwachsenenbildung und Gesamtprojektleitung vom Netzwerk Bildungsberatung Salzburg, präsentierte die Kennzahlen der Erwachsenenbildung aus dem Jahr 2022.
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Obwohl die Arbeitsgemeinschaft Salzburger Erwachsenenbildung mit dieser Bilanz schon sehr erfolgreich war, wird das Ziel für die folgenden Jahre noch höher gesteckt. So wolle man auch weiterhin Erwachsene zur Bildung führen, um so die 30 Prozent Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die während der Pandemiezeit in den letzten Jahren verloren gingen, schrittweise zurückzuholen.
Gutschi: "Bildung muss für alle möglich sein."
Auch Daniela Gutschi, war in ihrer Funktion als Bildungslandesrätin bei der Veranstaltung dabei und ist davon überzeugt: "Bildung ist der Schlüssel für ein gelungenes uns glückliches Leben. Bildung dürfe nicht davon abhängen wo man zuhause ist, in welcher Familie man groß geworden ist, ob man Mann, Frau oder Divers ist: Bildung muss für alle möglich sein."
- Bildungslandesrätin Daniela Gutschi: "Bildung ist der Schlüssel für ein gelungenes und glückliches Leben."
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Bildung sollte laut Jakob Reichenberger, Direktor des Bildungs- und Konferenzzentrum St. Virgil nicht nur etwas sein, dass "nice to have" ist, sondern von allen Individuen unabhängig von Alter und Ausbildungsniveau in Anspruch genommen werden können. Die rechtzeitige Erkennung gesellschaftlicher Entwicklungen ist bei der Entwicklung der Kursangebote dahingehend entscheidend. In Zukunft sollte auch die Individualförderung gestärkt und die Herausforderungen, mit denen sich die Menschen in ihrem Leben konfrontiert sehen, durch Bildungsangebote reduziert werden.
- Richard Breschar, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Salzburger Erwachsenenbildungbegrüßte die anwesenden Expertinnen und Experten aus dem Sektor Bildung sowie die Vertreter aus der Politik zum gemeinsamen Bildungspolitischen Frühstück.
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Weiters wünscht sich die Arbeitsgemeinschaft Salzburger Erwachsenenbildung, die ein freiwilliger Zusammenschluss von gemeinnützigen Erwachsenenbildungseinrichtungen, öffentlichen Bibliotheken und der Bildungsberatung im Bundesland Salzburg ist, dass Erwachsenenbildung in den Gemeinden stärker etabliert wird, um wirklich alle Menschen zu erreichen. "So wie wir derzeit aufgestellt sind könnten wir Bildungsgemeinderätinnen gut servicieren", so Richard Breschar, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Salzburger Erwachsenenbildung.
Entlastung der Pädagogen durch Lebensbildung
Laut Bürgermeister Stellvertreter Bernhard Auinger müsse diese Lebensbildung schon bei den Eltern der Kinder beginnen. Es sei erschreckend, welche Fähigkeiten heutzutage Dreijährige nicht mehr hätten, die sie vor 20 Jahren noch gehabt haben. Vor allem in Richtung Lebensbildung zur Unterstützung der Eltern sollte dahingehend künftig geblickt werden. Eine Personalaufstockung in den bereits überlasteten Kindergarten-Bildungseinrichtungen sei längst nicht mehr ausreichend. Konkrete Lösungen für die Kindergartenpädagogen, die bereits einen großen Teil der Kindererziehung übernehmen müssen, gibt es derzeit noch keine.
- Eine große gesellschaftliche Herausforderung, die in den Bereich Lebensbildung hineinfällt ist die Unterstützung und Bildung der Eltern für die Kindererziehung.
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Erstes Bilderbuch im "Buchstartsackerl"
Einen ersten Schritt zur Unterstützung der Eltern und zur Verbesserung der allgemeinen Lebensbildung haben die Salzburger Bibliotheken bereits mit der Initiative "Buchstart" gesetzt. Damit die Freude am Lesen und damit der Bildung schon von der Wiege an mitgegeben werden kann, können sich werdende Eltern in vielen Bibliotheken in allen Salzburger Bezirken das "Buchstartsackerl" abholen. In dieser Tasche sind Bücher mit Tipps und Tricks zur Kindererziehung für die Eltern und auch erste Bilderbücher für die Sprösslinge enthalten, denn das Vorlesen kann und sollte schon vor dem Kindergarten beginnen.
Finanziell geförderte Bildung für Alle
Eine finanzielle Absicherung der Basisbildung und der Weiterbildung im Sinne eines lebenslangen Lernen ist für eine gebildete Gesellschaft notwendig. Doch den Bildungseinrichtungen fällt es zunehmend schwerer ihr breitgefächerte Angebot aufrecht zu erhalten. Zudem sollte Bildung unbedingt für alle Salzburgerinnen und Salzburger leistbar bleiben. Förderungen von Stadt, Land und Bund sollen das ermöglichen. "Als Basis für die Bildungsförderung 2024 wurden die Defizite der letzten zwei Jahren abgedeckt", so Bürgermeister-Stellvertreter Auinger zur finanziellen Lage. Für den weiteren Bildungsauftrag im folgenden Jahr sollten demnach alle Bildungseinrichtungen solide ausgestattet sein. Einer gebildeten Zukunft scheint so nichts mehr im Wege zu stehen.
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