Tag der Schlangen
Äskulapnatter in Gefahr: Warum die Schlange Hilfe braucht
- Die Äskulapnatter erfüllt wichtige Aufgaben in unseren Ökosystemen, indem sie Bestände von Mäusen und anderen Kleinsäugern reguliert und selbst am Speiseplan von Greifvögeln und anderen Wildtieren steht.
- Foto: Wolfgang Schruf
- hochgeladen von Katharina Warter
Scheu, nützlich und streng geschützt: Zum Weltschlangentag rückt der Naturschutzbund unsere heimischen Reptilien in den Fokus. Allen voran die Äskulapnatter, die einen weitaus besseren Ruf verdient hat, als ihre Vorstellung vermuten lässt.
SALZBURG. Wer beim Spaziergang in der Natur einer Schlange begegnet, braucht keine Angst zu haben. Die scheuen Tiere sind Fluchttiere und meist schon verschwunden, bevor wir sie überhaupt bemerken. Von den sieben in Österreich heimischen Schlangenarten sind zudem nur zwei giftig (Kreuzotter und Hornotter) – und selbst diese wehren sich nur bei akuter Bedrohung. Die goldene Regel lautet daher schlicht: Abstand halten und die Tiere niemals anfassen.
- Die Äskulapnatter ist in wärmebegünstigten Regionen, an Waldrändern, Trockenmauern und in naturnahen Gärten anzutreffen.
- Foto: pixabay / Noverodus
- hochgeladen von Katharina Warter
Zwei Meter lang und doch völlig harmlos
Die Äskulapnatter ist mit einer Länge von bis zu zwei Metern die größte heimische Schlange Österreichs. Für den Menschen ist sie absolut ungiftig und ungefährlich. Dank ihrer hervorragenden Kletterfähigkeiten ist sie häufig in Bäumen oder auf Mauern anzutreffen. Sie erfüllt eine wichtige Aufgabe im Ökosystem: Als geschickte Jägerin reguliert sie die Bestände von Mäusen und anderen Kleinsäugern. In Österreich kommt sie in allen Bundesländern außer in Vorarlberg vor.
Gefährdete Klimagewinnerin
Obwohl die Äskulapnatter die zunehmende Wärme des Klimawandels prinzipiell schätzt, gilt sie in Österreich als potenziell gefährdet. Der Grund dafür ist der massive Verlust ihres Lebensraumes durch intensive Landwirtschaft und die Zersiedelung der Landschaft. Auch der Straßenverkehr und die direkte Verfolgung aus unbegründeter Angst setzen den Tieren stark zu.
- Beim Wandern trifft man häufig auf wilde Tiere. Dabei ist es wichtig ruhig zu bleiben und Abstand zu halten.
- Foto: unsplash / Toomas Tartes
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So hilfst du den Schlangen
Im Garten: Schaffe naturnahe Rückzugsorte durch Hecken, Totholz oder Steinhaufen.
Komposthaufen schonen: Da viele Arten den Kompost zur Eiablage nutzen, sollte dieser möglichst erst im Herbst umgesetzt werden.
Sichtungen melden: Teile Fotos von Entdeckungen >>hier<< oder über die App Naturbeobachtung.at, um den Schutz dieser faszinierenden Tiere zu unterstützen.
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