Wildbahn und Blutbahn
Gabi Rhomako und Ulrike Asamer zeigen ihre Werke in der Hipphalle Gmunden
- Werk von Gabi Rhomako.
- Foto: Gabi Rhomako
- hochgeladen von Kerstin Müller
Unter dem Titel "Wildbahn und Blutbahn" präsentieren Gabi Rhomako und Ulrike Asamer in der Hipphalle Gmunden ihre künstlerischen Positionen über Leben, Bewegung und Spur.
GMUNDEN. Die expressiven Werke von Gabi Rhomako folgen den Spuren von Natur, Instinkt und Vorstellungskraft. Sie eröffnen Bildräume, in denen sich ihre feine Beobachtungsgabe und Fantasie begegnen. Die dreidimensionalen Arbeiten von Ulrike Asamer richten den Blick auf die im Körper verborgenen Systeme des Lebens – auf Zirkulation, Verbindung und die materiellen Träger von Identität. Die Wildbahn und die Blutbahn erscheinen dabei nicht als Gegensätze, sondern als unterschiedliche Formen derselben Bewegung. Beide stehen für Vernetzung, Austausch und Veränderung. Beide erzählen von den Wegen, auf denen Leben sich entfaltet, sichtbar wird und Spuren hinterlässt. Die Ausstellung bringt zwei eigenständige künstlerische Positionen in einen Dialog. Sie lädt dazu ein, Verbindungen zu entdecken – zwischen Innen und Außen, zwischen Natur und Kultur, zwischen Imagination und Materialität. Und doch verbindet beide Arbeiten eine gemeinsame Frage: Wie wird Leben sichtbar?
Expressive Bildsprache von Gabi Rhomako
Gabi Rhomako lebt und arbeitet in Wels. Sie besuchte die Internationale Sommerakademie für Bildende Kunst in Salzburg in der Klasse von Da Huang und Shan Zoo, Chicago, und studierte als außerordentliche Hörerin Aktmalerei bei Prof. Dietmar Brehm an der Kunstuniversität in Linz. Ihre Malerei reicht von kraftvollen Tierdarstellungen bis hin zu heiteren, erzählerischen Bildwelten. Pferde, Stiere und Löwen stehen dabei ebenso für Ursprünglichkeit und Energie wie andere Motive, die mit Leichtigkeit, Fantasie und Humor überraschen. Charakteristisch für ihre Arbeiten ist eine expressive Bildsprache, in der Farbe, Form und Linie zu einer lebendigen Einheit verschmelzen.
Ulrike Asamer verknüpft Medizin und Kunst
Ulrike Asamer lebt und arbeitet als freischaffende Künstlerin in Ohlsdorf. Sie verknüpft in ihren skulpturalen Arbeiten Medizin und Kunst – zwei Bereiche, die für die Künstlerin essenziell sind: Sie ist ausgebildete Anästhesiefachpflegerin mit mehrjähriger Berufserfahrung und absolvierte das Studium raum&designstrategien an der Kunstuniversität Linz. Im Mittelpunkt steht der Mensch mit seinen inneren und äußeren Wirklichkeiten und Verbindungen, die in ihren filigranen Objekten aus Kanülen sichtbar werden. Die standardisierten medizinischen Nadeln stehen dabei für Verletzlichkeit und die Verbindung von Innen und Außen. Durch nachhaltige Wiederverwendung transformiert sie das Material zu symbolträchtigen Skulpturen, die Fragmente des menschlichen Körpers wie Herz, Hand und Ohr oder chemische Teilchen wie Wasser und Salzkristalle darstellen. Diese Arbeiten ordnet sie ihrer selbst definierten Kunstrichtung des „Kanülismus“ zu.
Ausstellungsdauer: 29. August bis 20. September 2026
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