Neues Werk von Hans Wagneder
Ab 2. November erhältlich: "Keramiken in der Stadt Gmunden"

Gmundens Bürgermeister Stefan Krapf mit Hans Wagneder.
  • Gmundens Bürgermeister Stefan Krapf mit Hans Wagneder.
  • Foto: Stadtgemeinde Gmunden
  • hochgeladen von Kerstin Müller

Ab 2. November ist das dritte Werk des Gmundner Hobbyhistorikers Hans Wagneder bei der Buchhandlung KochLibri, in der Trafik Oberwallner am Klosterplatz und in der Bürgerservicestelle erhältlich. Coronabedingt wird es dieses Mal keine öffentliche Buchpräsentation geben.

GMUNDEN. Mit "Keramiken in der Stadt Gmunden – vom Töpferhandwerk zur Kunstkeramik" ist dem 75-Jährigen wieder ein informatives Werk gelungen. Auf 32 Seiten und mit 104 Bildern erinnert der Gmundner an die Keramikbetriebe in der Keramikstadt. "Es geht heutzutage so viel an Erinnerung verloren, deshalb schreibe ich es auf. Ich habe viel Hintergrundwissen und habe viele der Keramiker noch persönlich gekannt. Es geht darum, dass das alles nicht verloren geht", so Wagneder.
Sein besonderer Dank gilt der Stadt Gmunden, von der er wieder eine finanzielle Unterstützung für sein Buch erhalten hat. "Ich schätze die Arbeit von Hans Wagneder sehr, er leistet eine wichtige Dokumentationsarbeit für Gmunden. Ich kann das Buch all jenen, die sich für die Gmundner Geschichte interessieren, wirklich ans Herz legen. Das Werk ist hochinteressant und lesenswert!", so Bürgermeister Stefan Krapf. Beim Layout und der Gestaltung des Buches war Wagneders Enkel Sebastian Schober besonders hilfreich.

"Fan der Gmundner Fayencen"

Rund ein halbes Jahr hat sich der pensionierte Wassermeister auf Recherche begeben. In vielen Gesprächen hat er historische Bilder und wichtige Informationen zusammen getragen. "Es ist leider schade, dass es das Gmundner Keramikhandwerk nicht mehr gibt. Ich bin selber großer Fan der Gmundner Fayencen und daher hat mich das Thema schon immer brennend interessiert", so Wagneder. 
Der Hobbyhistoriker beginnt sein Werk mit der Schleiss Keramik und deren Geschichte, die Familie kam im 18. Jahrhundert nach Gmunden. Franz de Paula Schleiß war vorerst Tischlermeister. Er heiratete die Hafnermeistertstochter Franziska Wiesinger. Schleiß legte die Hafner-Ausbildung ab, gemeinsam mit Franziska wollten sie in der Pfarrhofgasse 28 eine Töpferei errichten. Alle Bestimmungen der Stadt Gmunden untersagten jedoch die Verwendung von offenem Feuer zum Brennen in einer Hafnerei innerhalb der, damals noch teilweise vorhandenen, Stadtmauern. Daraufhin kaufte die Familie Schleiß die bestehenden Hafnerhäusel Seestadl Nr. 1 und Nr. 2 – das heute noch bekannte Schleiß-Doppelhaus. "Franziska Schleiß fuhr einmal monatlich mit den Gmundner Salzschiffen, den 'Traunern', in die Bundeshauptstadt Wien zum Markt und verkaufte die bekannten Gmundner Fayence-Krüge", so Wagneder. Der Gmundner erzählt die spannende Geschichte der Familie über die Gründung der Gmundner Tonwarenfabrik bis hin zu Porträts der Keramikkünstler, die der Familie entstammen. Im Buch stellt Wagneder die vielen Keramiker vor, die die Stadt hervorgebracht hat – von denen es aber heute nur noch K&K Keramik (Martin Kunze und Maria Kosareva) gibt. Auch bekannte Künstler wie Anton Raidel oder Prof. Kurt Ohnsorg finden in dem Werk ihren Platz. Die Firma LAUFEN/ÖSPAG, die ehemalige "Haferlbude" wird ebenso beschrieben wie die Entstehungsgeschichte des Gmundner Töpfermarktes.

Das Buch kostet 12 Euro.

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