Vertrag sorgt für Uneinigkeit
Revitalisierung des Lauffner Ortskerns im Gemeinderat thematisiert

Mit der Hilfe eines Investors aus Deutschland soll der Lauffner Ortskern wieder zu alter Schönheit finden.
  • Mit der Hilfe eines Investors aus Deutschland soll der Lauffner Ortskern wieder zu alter Schönheit finden.
  • hochgeladen von Philipp Gratzer

Wie in den regionalen Medien bereits berichtet wurde, strebt der Deutsche Investor Peter Löw an, den Lauffner Ortskern zu revitalisieren. Der zugehörige Vertrag sorgte nun aber im Ischler Gemeinderat für Diskussion.

BAD ISCHL. Mit Hilfe eines deutschen Investors soll der etwas "in die Jahre gekommene" Ortskern des Ischler Ortsteils Lauffen wieder zu altem Glanz finden. Peter Löw, mit einer Lauffnerin verheiratet, hat seine Pläne bereits bei zwei Präsentationen vorgestellt und dafür viel positives Feedback erhalten. Nicht zuletzt von den Lauffnern selbst, wie Bürgermeisterin Ines Schiller bestätigt: "Es gab eine Befragung und von 158 abgegebenen Stimmen waren 109 Bürger für eine Verwirklichung der Pläne."

Zielsetzung ist vielseitig

Unter "The European Heritage Project" hat Peter Löw schon einige Baudenkmäler in verschiedenen Ländern vor dem Verfall bewahrt. Auf Initiative von Ehefrau Clara Löw wurden nun auch einige Ziele
für Lauffen definiert: Die Revitalisierung des Ortskerns, die Ansiedlung von Gastgewerbe und Ladengeschäften, die Wiederaufnahme der Wallfahrt, die Steigerung der Attraktivität für junge Familien und noch vieles mehr. Auch eine Verkehrsberuhigung wird als "unverbindlicher Gestaltungsvorschlag" angeführt. Natürlich wolle man sich in Sachen Denkmalschutz an die Vorgaben halten. Alles nachzulesen auf europeanheritageproject.com
Geht es nach den Plänen, die Löw auf seiner Webseite präsentiert, könnten die Hauptarbeiten bereits im Frühjahr 2021 beginnen und im Herbst 2022 abgeschlossen werden.

Vertrag sorgt für Diskussion

Das Projekt an sich wird auch fraktionsübergreifend als wichtig und umsetzenswert erachtet. Sepp Putz (SP) erinnerte sich, "dass uns Lauffen 15 schon seit Beginn der ersten Bürgermeisterstammtische vor vielen Jahren immer wieder begleitet hat". Also alles schön und gut, oder? Nicht ganz. In der vergangenen Gemeinderatssitzung galt es nämlich, den Kaufvertrag für Lauffen 15 abzusegenen. Eines jener Gebäude, die für das geplante Projekt erworben werden müssen. Einige Gebäude befinden sich bereits in Löws Besitz. Dass der Vertrag für das Projekt jedoch erst wenige Stunden vor der Sitzung an die Fraktionen übermittelt wurde, sorgte vor allem bei den Vertretern der FPÖ für Unmut: "Ich unterstütze zwar dieses Projekt und ich mag auch Herrn Löw", erklärte Norbert Schartner (FP), "und ich war auch bei den Präsentationen. Aber vieles von dem, was dort erklärt wurde, steht nun nicht in diesem Vertrag." Bürgermeisterin Ines Schiller (SP) versuchte zu beruhigen: "Es gibt hierzu einen klaren Sachverhalt mit Eckdaten, wenn diese nicht erfüllt werden, ist der Beschluss, der heute vom Gemeinderat getätigt werden muss, hinfällig." VP-Stadtrat Willi Gollowitzer erklärte, sich hierbei ganz auf das Urteil der Bürgermeisterin verlassen zu wollen. Dem pflichtete auch Stadtrat Johannes Kogler (VP) bei. Anders sah man das bei der FP: Es sei nicht fair, dass hier die Verantwortung auf Ines Schiller abgewälzt wird. Es herrschte bei den Freiheitlichen Unverständnis, warum der Vertrag – nachdem man ihn ordentlich habe prüfen können – nicht erst bei der nächsten Gemeinderatssitzung beschlossen werde. "Hier wird ein Zeitdruck aufgebaut, der nicht notwendig ist", äußerte sich Vizebürgermeister Anton Fuchs (FP) zum Thema. Zudem werde Löw, der immerhin einer der 1.000 reichsten Deutschen sei und andere Sorgen habe, wegen der paar Monate auf oder ab nicht plötzlich einen Rückzieher machen. "Man kann jemanden aber auch mit Misstrauen davon abbringen, eine Investition zu tätigen", gab Gollowitzer zu bedenken, ehe Schiller den Wunsch äußerte, dass es ein wichtiges Zeichen sei, hier geschlossen als Gemeinderat nach außen hin aufzutreten. Dieser Wunsch wurde ihr verwehrt: Die FPÖ war gegen den Antrag bzw. gab es in der Fration drei Stimmenthaltungen.

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