Ceres Award 2018 in Berlin
Bauer vom Wolfgangsee ist "Biolandwirt des Jahres"

Sepp Eisl züchtet am Wolfgangsee Schafe und produziert Schafmilchprodukte.
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  • Sepp Eisl züchtet am Wolfgangsee Schafe und produziert Schafmilchprodukte.
  • Foto: Agrarheute / Timo Jaworr
  • hochgeladen von Katia Kreuzhuber

WOLFGANGSEE. Sepp Eisl ist Biolandwirt aus voller Überzeugung. Mit viel Mut und Pioniergeist führt er gemeinsam mit seiner Frau Christine seit über 30 Jahren seine Landwirtschaft mit Milchschafhaltung, Direktvermarktung und seit 2017 auch Speiseeisproduktion. Dabei haben für den Bio-Austria-Landwirt Qualität und nachhaltiges Wirtschaften oberste Priorität. Jetzt wurde Sepp Eisl aus Abersee am Wolfgangsee bei der „Nacht der Landwirtschaft“ in Berlin mit dem Ceres Award als „Biolandwirt des Jahres“ ausgezeichnet. Der Ceres Award gilt als bedeutendster Preis für Landwirte im gesamten deutschsprachigen Raum.

Mut zur Umstellung

Er war erst 17 Jahre alt, als Sepp Eisl damals im Jahr 1982 nach einer Alternative zum Milchvieh suchte und sich dabei zwei Schafe und ein paar Lämmer kaufte. Mit viel Mut und Pioniergeist entschloss er sich damals die Milch selber am eigenen Hof zu verarbeiten. Heute stehen auf dem „Seegut Eisl“, einem über 500 Jahre alten Traditionsbauernhof am Wolfgangsee, 140 Ostfriesische Milchschafe auf der Weide. Der Betrieb von Sepp Eisl ist zu 100 Prozent biozertifiziert. In der eigenen Hofkäserei verarbeitet Familie Eisl die Schafmilch zu naturbelassenen Qualitätsprodukten wie Frischkäse, Joghurt, Fruchtmolke und seit 2017 auch zu Schafmilcheis. Alle Produkte werden nach eigener Kreation und Entwicklung, sorgfältig und handwerklich in Bio-Austria-Qualität hergestellt. Über 200 langjährige Stammkunden aus Gastronomie und Einzelhandel beliefert Familie Eisl einmal wöchentlich persönlich mit ihren Spezialitäten. Unter der Marke „Eisl Eis“ betreibt Familie Eisl in der Salzburger Altstadt seit 2017 den ersten Schafmilcheis-Salon Österreichs.

Nachhaltig wirtschaften für die nächsten Generationen

Umweltschutz, Nachhaltigkeit und der verantwortungsvolle Umgang mit den Ressourcen ist für Sepp Eisl oberstes Gebot. Er achtet und schätzt das Geleistete der Vorgenerationen und denkt und handelt, so gut als möglich, bereits für die nächsten Generationen. So verwendet Familie Eisl für die Spezialitäten-Produktion ausschließlich erneuerbare Energien und betreibt selbst ein eigenes Biomasse-Heizwerk. Dieses wird mit den eigenen Hackschnitzeln und einer thermischen Solaranlage betrieben und versorgt nicht nur das gesamte „Seegut Eisl“ samt Campingplatz, sondern auch zehn umliegende Nachbarhäuser. Sepp Eisl hat in seiner Käserei den ersten Speiseeis-Pasteur Österreichs, der mit Solarwärme betrieben werden kann. Zudem wird am gesamten Betrieb ausschließlich Ökostrom verwendet. Die Verpackung der Schafmilchspezialitäten ist, wenn irgendwie möglich, biologisch abbaubar, recyclebar oder wiederverwendbar. Außerdem setzt Familie Eisl bei den verwendeten Rohstoffen auf 100 Prozent Bio und soweit möglich, auch auf die österreichische Herkunft der Zutaten. Für Sepp Eisl ist es zudem sehr wichtig der nächsten Generation schon früh Entfaltungsmöglichkeiten zu geben und voll im Betrieb zu integrieren.

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