Gastronomie
"Das Angst machen muss endlich aufhören"

V. l.: Dorf.Wirt Markus Bischof, Stiegenwirt Stefan Schneebauer, Andorfs Kirchenwirt Roland Ebner und Bums'n-Wirt Herbert Unger.
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  • V. l.: Dorf.Wirt Markus Bischof, Stiegenwirt Stefan Schneebauer, Andorfs Kirchenwirt Roland Ebner und Bums'n-Wirt Herbert Unger.
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Schärdinger Gastronomen schlagen nach Gastgartensaison Alarm – und sehen harten Monaten entgegen.

BEZIRK SCHÄRDING (ebd). Ein Grund dafür ist laut Bezirkswirtesprecher Stefan Schneebauer das fehlende Geschäft mit Weihnachtsfeiern, die – wenn überhaupt – nur für bis zu zehn Personen erlaubt sind. Für die Wirte eine Katastrophe. Dazu Dorf.Wirt Markus Bischof aus Dorf an der Pram: "Für uns sind die rund 20 Weihnachtsfeiern eine Haupteinnahmequelle. Alleine dadurch entstehen Umsatzeinbußen von rund 70.000 Euro. Zudem steht die Auszahlung des Weihnachtsgeldes an, das wird hart." In dieselbe Kerbe schlägt auch Andorfs Kirchenwirt Roland Ebner: "Von Ende Oktober bis Jänner ist bei uns durch die Weihnachtsfeiern jeder Freitag und Samstag voll gewesen. Das fällt heuer weg." Deshalb plädieren die Gastronomen an die regionalen Unternehmen, statt den Weihnachtsfeiern zumindest Gutscheine für ihre Mitarbeiter zu kaufen. "Damit wäre uns allen geholfen", so Schneebauer.

Gäste haben Angst

Was die zu Ende gegangene Gastgartensaison betrifft, zeigen sich die Wirte durchaus zufrieden. "Wir konnten das Fehlen von Hochzeiten und des Bus-Geschäfts durch verstärkten Besuch von Radfahrern kompensieren", so Schärdings Bums'n-Wirt Herbert Unger.
Doch mit dem Ende der Gastgartensaison verlagert sich der Betrieb nach innen. Wie Schneebauer sagt, ein weiteres großes Problem. "Die Leute haben Angst, das merkt man. Draußen war die Scheu nicht so groß." Das sieht auch Unger so. "Viele unserer Stammtischgäste sind durch die Panikmach-erei verunsichert. Die negativen Meldungen und das Ängste schüren muss endlich aufhören." Dazu Dorf.Wirt Bischof: "Wegen der Maskenpflicht sehen wir, dass viele Stammgäste ausbleiben." Dennoch sind sich die Gastronomen darin einig, soweit als möglich an ihren Mitarbeitern festzuhalten. "Es ist ohnehin wahnsinnig schwer, Personal zu finden. Wenn wir jetzt Leute ausstellen, kommen die nächstes Jahr nicht wieder", ist Unger überzeugt.

22 Uhr Sperrstunde "tödlich"

Einhelliger Tenor herrscht darüber, dass eine Vorverlegung der Sperrstunde auf 22 Uhr den Todesstoß für viele Betriebe bedeuten würde: "Das wäre der Wahnsinn, die Wirtschaftlichkeit nicht mehr gegeben", so Ebner.
Bisherige Maßnahmen der Regierung, wie die Senkung der Mehrwertsteuer für Wirte auf fünf Prozent, helfen nur bedingt, wie Schneebauer sagt: "Weil das nur dann was bringt, wenn man Umsatz macht." Sonst habe er während der Corona-Krise lediglich 1.500 Euro Unterstützung erhalten. Für Ebner fehlt im Moment jegliche Planbarkeit. "Weil wir im Grunde nicht wissen, was morgen ist."

Öffnungszeiten reduzieren

Aber welche Konsequenzen ziehen die Gastronomen nun aus der Situation? Dazu Schneebauer: "Wir werden die Öffnungszeiten anpassen und den Aufwand so gering wie möglich halten, damit wir da durch tauchen können." Auch Andorfs Kirchenwirt überlegt eine Straffung der Öffnungszeiten. "Ich habe aktuell eineinhalb Sperrtage und überlege, ob ich nicht noch einen weiteren zusperre." Von einer Gastgarten-Nutzung im Winter halten die Schärdinger Gastronomen nicht viel. Ebensowenig von einer Gästeliste. "50 Prozent würden ohnehin einen falschen Namen angeben", meint Ebner. "Und elektronisch wie in Wien, wollen wir das nicht", so Schneebauer. Dazu Bischof: "Wir wollen vielmehr die wenige Zeit, die wir haben, unseren Gästen widmen und nicht der Dokumentation …"

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