St. Florian am Inn: Familie, Haushalt, Beruf – für SPÖ-Neopolitikerin Stress pur

Petra Mairinger will die SPÖ in St. Florian wieder präsenter und attraktiver machen.
  • Petra Mairinger will die SPÖ in St. Florian wieder präsenter und attraktiver machen.
  • Foto: SPÖ
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BezirksRundschau: Frau Mairinger, Sie sind ja erst seit 2009 auf der Gemeinderatsliste – jetzt, zwei Jahre später, SPÖ-Ortsparteivorsitzende. Warum haben Sie sich zu diesem Schritt entschlossen?
Petra Mairinger: Weil es mir ein Anliegen ist, die Ortspartei wieder präsenter und attraktiver zu machen. Ich möchte vor allem junge Menschen motivieren, uns in unserer Arbeit zu unterstützen.

BezirksRundschau: Für welche Art von Politik steht Petra Mairinger?
Mairinger: Für eine offene Politik. Auf diese Weise möchte ich die Kommunikation mit den Bürgern verbessern.

BezirksRundschau: Glauben Sie, dass Frauen eine andere Politik machen als Männer?
Mairinger: Das Geschlecht alleine – egal ob Mann oder Frau – macht noch keine gute oder schlechte Politik aus. Allerdings bin ich sehr wohl der Meinung, dass die Schwerpunkte einzelner Vorhaben bei Frauen und Männern unterschiedlich gesetzt werden.

BezirksRundschau: Ihr Vater war ja jahrelang Bürgermeister von St. Florian – inwieweit war er ein Vorbild für Sie?
Mairinger: Selbstverständlich ist er ein Vorbild. Zeit meines Lebens ist mein Vater politisch aktiv. Ich bin der Meinung, dass er für die Gemeinde Sankt Florian am Inn sehr viel bewegt und erreicht hat. Dafür hat er meinen vollen Respekt. Wahrscheinlich wäre ich heute nicht Ortsparteivorsitzende, wenn mich seine Arbeit und sein Einsatz nicht positiv für diese Arbeit geprägt hätten.

BezirksRundschau: Könnten Sie sich vorstellen, irgendwann in die Fußstapfen Ihres Vaters als Bürgermeisterin zu treten?
Mairinger: Nein, derzeit nicht. Weil ich der Meinung bin, dass wir mit Vizebürgermeister Thomas Strauss den idealen Bürgermeisterkandidaten für 2015 haben.
BezirksRundschau: Holen Sie sich auch Tipps von Ihrem Vater?
Mairinger: Bisher nicht. Aber natürlich werde ich ihn bei Bedarf darum bitten. Immerhin verfügt mein Vater über ein enormes Wissen, und er kennt die Gemeinde wie kein anderer.

BezirksRundschau: Inwieweit sind sie mit der Arbeit des derzeitigen Bürgermeisters Bernhard Brait zufrieden?
Mairinger: Diese Frage kann ich derzeit nicht objektiv beantworten. Ich möchte mir mein eigenes Bild von der Arbeit des Herrn Bürgermeisters machen. Erst dann kann ich zu seiner Arbeit eine Beurteilung abgeben.

BezirksRundschau: Was fehlt Ihrer Meinung nach in St. Florian? Welche Vorhaben wollen Sie in Zukunft angehen?
Mairinger: In erster Linie werde ich mich einsetzen, dass die jungen Leute eine Zukunft in unserer Gemeinde haben und mich für die Schaffung von Arbeitsplätzen einsetzen. Dabei möchte ich auch die Arbeitsplätze erwähnen, die notwendig sind, um den Jungen nach dem Studium die Möglichkeit zu bieten, wieder zurückkehren zu können. Zeitgleich muss aber auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglicht werden, indem bestimmte Rahmenbedingungen, wie eine flächendeckende und bedarfsgerechte Kinderbetreuung, geschaffen werden.

BezirksRundschau: Welche Projekte stehen noch auf der Agenda?
Mairinger: Förderung von Betriebsansiedelungen und Schaffung von Arbeitsplätzen, längst fällige Straßensanierungen (wie etwa das desolate Straßenstück bei der Firma Galvano Duscher), Erweitung des Geh- und Radwegenetzes, Wohnraumschaffung (Errichtung neuer Miet-und Eigentumswohnungen, Baugründe), bedarfsgerechte Kinderbetreuungseinrichtungen, zusätzliche Seniorenbetreuungseinrichtungen als Alternativen zu den Alten- und Pflegeheimen sowie eine ausgeglichene Finanzlage der Gemeinde für die Zukunft.

BezirksRundschau: In einem Satz – warum sollten sich Frauen generell politisch mehr engagieren?
Mairinger: Um den sozialen Frieden zu stabilisieren.

BezirksRundschau: Wie sieht es bei der SPÖ St. Florian mit der Frauenquote aus – zufrieden?
Mairinger: Wir haben eine sehr starke Frauenquote. Im Gemeinderat sind wir mit drei Frauen (von neun Mandaten) vertreten. Hinzu kommen noch vier weibliche Ersatzmitglieder. Damit bin ich sehr zufrieden, weil ich weiß, dass es für eine Frau sehr schwer ist, neben Familie, Haushalt und Beruf auch noch die Zeit zu finden, sich politisch zu engagieren. Es würde mich aber sehr freuen, wenn ich in Zukunft noch mehr weibliche Unterstützung bekommen würde.

Autor:

David Ebner aus Schärding

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