Ermittlungen laufen
Tiertragödie auf der Astenau Alm: Hund hetzte Kühe in den Tod
- hochgeladen von Florian Haun
Die Astenau Alm (https://astenau.at), ein Ort der Ruhe und des Friedens am Fuße des majestätischen Ebner Jochs, wurde am vergangenen Dienstag zum Schauplatz einer unfassbaren Tragödie. Für Almbesitzer Stefan Biechl (56) und seine Familie ist es der schlimmste Tag in der einhundertjährigen Geschichte ihrer Alm – ein Tag, den sie so schnell wohl nicht vergessen werden
EBEN a. A./WIESING (red). Seit 2009 bewirtschaftet Stefan Biechl die Astenau Alm mit Hingabe und Liebe. Neben einem Dutzend Schafen, die wie durch ein Wunder unversehrt blieben, weideten auf der Alm auch sechs Kühe – vier Jahrlinge des Hobbybauern Robert Lechner und zwei Kälber des Vollerwerbsbauern Ludwig Guggenbichler. Doch dieser Dienstag sollte alles ändern.
Ein nicht angeleinter Hund, dessen Besitzer bis heute unbekannt ist, hetzte die friedlichen Tiere in panische Flucht. Die Kühe, von Angst getrieben, stürzten sich in Richtung einer steil abfallenden Felswand – ein Absturz, der für zwei von ihnen tödlich endete. Die anderen vier überlebten wie durch ein Wunder, doch die Bilder der verzweifelten Tiere, die sich in den dicht bewachsenen Latschenfeldern verfingen, werden Stefan Biechl und seine Helfer nie vergessen
Ein Kampf gegen die Zeit – und die Natur
Was folgte, war ein stundenlanger, verzweifelter Kampf gegen die Natur und die Zeit. Stefan Biechl und sechs weitere Helfer kämpften sich durch das unwegsame Gelände, um die verletzten und verstörten Tiere zu bergen. Die Kühe waren mindestens 50 Meter senkrecht über die Felswand gestürzt – ein Wunder, dass nicht alle den Sturz nicht überlebten. Erst in den späten Abendstunden gelang es, die überlebenden Tiere ins Tal zu bringen. Die beiden toten Kühe mussten am nächsten Tag per Hubschrauber ausgeflogen und zur Entsorgung gebracht werden.
Warnschilder ignoriert – eine Tragödie, die hätte vermieden werden können
Am Beginn des Weidegebiets der Astenau Alm stehen Warn- und Hinweisschilder. Doch sie wurden ignoriert. Ein einziger, nicht angeleinter Hund reichte aus, um ein ganzes System aus dem Gleichgewicht zu bringen. Die Folgen? Zwei tote Tiere und ein Rettungseinsatz, der viel Kraft und Geld gekostet hat.
Die Fragen bleiben: Wer trägt die Verantwortung?
Wer hat den Hund nicht an der Leine geführt? Wer hat die Warnschilder übersehen – oder schlicht ignoriert? Die Ermittlungen laufen, doch für Stefan Biechl und die betroffenen Bauern Robert Lechner und Ludwig Guggenbichler kommt jede Antwort zu spät. Die Tiere, die überlebten, sind zurück im Tal, doch der die Frage nach den Schuldigen bleibt.
Hunde an die Leine
Diese Tragödie muss eine Warnung sein. Die Astenau Alm ist kein Ort für Leichtsinn. Hunde gehören an die Leine, Warnschilder sind keine Dekoration. Sonst könnte der nächste schreckliche Tag schon bald Realität werden.
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