16.10.2017, 15:55 Uhr

NRW: "Rote Hochburg" wankt

Robert Laimer, SPÖ: Neun Prozent Zuwachs in einem Wahlsprengel. (Foto: privat)

Es ist vollbracht. Nach langen Vorbereitungen ging am Sonntag die Nationalratswahl über die Bühne.

ST. PÖLTEN. Die SPÖ büßt in der Landeshauptstadt ganze 2,38 Prozent der Stimmen ein - die Grünen sogar 8,39. Während sich die ÖVP an einem Zuwachs von 6,04 Prozent freuen kann, erhielt die FPÖ sage und schreibe 6,68 Prozent mehr Stimmen als noch im Jahr 2013. Die Bezirksblätter baten die Politiker um ein Statement.

FPÖ: Tolles Ergebnis

"60% haben ein freiheitliches Wahlprogramm gewählt. Ein tolles Ergebnis, die Wähler haben gezeigt, dass sie eine Veränderung wollen. Eine neuerliche rot-schwarze Koalition wäre ein Verhöhnung der Bürger, diese Koalition ist gescheitert", so Klaus Otzelberger, Obmann der FPÖ St. Pölten.


Grüne: Ärmel aufkrempeln

Michael Pinnow, Bezirksverantwortlicher der Grünen: „Das Ergebnis ist eine Katastrophe. Es ist ein Rückschlag für die wirklichen Zukunftsfragen – damit meine ich die Klimapolitik und die Sozialpolitik. Was den Bezirk St. Pölten betrifft, werden wir gemeinsam mit den engagierten Grünen in den Gemeinden die Ärmel noch weiter aufkrempeln, um unsere Position als Aufdecker und Klimaschützer zu stärken."

SPÖ: an Gerechtigkeit arbeiten

"Für mich bedeutet das Wahlergebnis einen schmerzhaften Rechtsruck in der österreichischen Innenpolitik! Christian Kern wird mit der SPÖ weiterhin an Zuversicht und Gerechtigkeit arbeiten, und zwar für jene Menschen, die einen starken Staat brauchen (Studenten, Arbeitnehmer, etc.)", antwortet Robert Laimer, LGF der SPNÖ.

ÖVP: Dankbar sein

Friedrich Ofenauer, Abgeordneter zum Nationalrat, ÖVP: "Ich bedanke mich bei allen, die wählen gegangen sind, besonders bei jenen, die die neue Volkspartei gewählt und mir eine persönliche Vorzugsstimme gegeben haben. Das Wahlergebnis mit dem deutlichen Abstand zeigt, dass klare Aussagen und Respekt im Umgang miteinander auch in der Politik geschätzt werden."

Zur Sache

In St. Pölten waren 39.303 Personen wahlberechtigt. • Abgegebene Stimmen: 31.570 • Gültige Stimmen: 31.232 • Ungültige Stimmen: 338 • Wahlbeteiligung: 80,32 Prozent

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