12.10.2016, 07:30 Uhr

St. Pöltner Sozialmarkt "platzt aus allen Nähten"

Dreimal pro Woche dürfen Anspruchsberechtigte mit dem SOMA-Einkaufspass im St. Pöltner Markt einkaufen. (Foto: privat/Archiv)

Fast 30 Prozent aller Sozialmarkt-Kunden in St. Pölten sind Pensionisten

ST. PÖLTEN (red). Am Donnerstag ist es so weit: Gemeinsam mit Bürgermeister Matthias Stadler wird der neue Standort des St. Pöltner Sozialmarktes in der Eybnerstraße vorgestellt. "Unser SOMA in St. Pölten in der Linzer Straße kann mit der immer größer werdenden Schar an Hilfsbedürftigen nicht mehr Schritt halten und platzt aus allen Nähten", hieß es seitens des Sozialmarktes anlässlich des Umzuges, der Anfang Jänner über die Bühne gebracht werden soll. Im Detail betrachtet stieg die Zahl der im SOMA St. Pölten getätigten Einkäufe pro Tag von 155 im Jahr 2011 über 185 im Jahr 2013 auf 203 tägliche Einkäufe im aktuellen Jahr.

Mindestsicherungsbezieher

Wer sind nun die Hilfsbedürftigen, die in immer größerer Zahl in den Sozialmarkt pilgern? Als ein Indikator kann die Zahl der Mindestsicherungsbezieher herangezogen werden: Die Zahl der St. Pöltner Haushalte, in denen die bedarfsorientierte Mindestsicherung bezogen wird, stieg von 373 Haushalten im Dezember 2010 auf 839 Haushalte im August 2016. Laut SOMA-Sprecherin Claudia Zwingl spielen aber auch andere Faktoren eine Rolle: "Es ist mit Sicherheit so, dass es normaler wird, in Sozialmärkten einkaufen zu gehen. Früher war es doch eine große Hemmschwelle." Und: "Man kommt mit dem Einkommen und der Pension nicht mehr durch."

28 Prozent sind Pensionisten

Jene Menschen, die ein Einkommen beziehen und im SOMA in St. Pölten einkaufen, nehmen vier Prozent aller insgesamt aktuell 4.190 SOMA-Kunden ein. Weit größer ist die Gruppe der Pensionisten: 28 Prozent aller SOMA-Kunden sind Pensionisten. Größer ist mit 35 Prozent nur die Gruppe der Hilfsbedürftigen, die beim AMS gemeldet sind. Die Gruppe an Asylwerbern spiele in St. Pölten laut Zwingl hinsichtlich der steigenden Kundenzahlen keine große Rolle. Die habe es in St. Pölten immer gegeben. Konkret sind 43 Prozent aller Kunden in St. Pölten sogenannte "Nicht-Österreicher".

Hilfe in St. Pölten

Über den SOMA hinaus gibt es in St. Pölten zahlreiche soziale Einrichtungen, wie etwa Emmaus, Caritas oder den Verein Wohnen. Die Stadt selbst führt eigene soziale Einrichtungen im Behindertenbereich und in der Pflege. Darüber hinaus werden entsprechende Hilfestellungen über das städtische Sozialamt geboten.
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