Elektronisches Zugangssystem
Stollen der Erinnerung wird dauerhaft zugänglich

Stephan Rosinger (li.) und Karl Ramsmaier vor dem Eingang des Stollen der Erinnerung, der jetzt auch von Einzelpersonen besichtigt werden kann.
  • Stephan Rosinger (li.) und Karl Ramsmaier vor dem Eingang des Stollen der Erinnerung, der jetzt auch von Einzelpersonen besichtigt werden kann.
  • Foto: Museum Arbeitswelt
  • hochgeladen von Sandra Kaiser

Initiiert vom Mauthausen Komitees Steyr und dem Museum Arbeitswelt wurde ein neues Zugangssystem geschaffen. Der Gedenk- und Ausstellungsort „Stollen der Erinnerung“ wird damit künftig MO bis SO von 9 bis 17 Uhr für Einzelbesucher individuell zugänglich sein. Ab 8. Mai, dem internationalen Tag der Befreiung, sind die Tickets an der Kassa im Museum Arbeitswelt erhältlich.

STEYR. Nicht nur für Besucher der OÖ. Landesausstellung wird ab 8. Mai ein neues Angebot gesetzt: Der international renommierte Gedenk- und Ausstellungsort Stollen der Erinnerung wird zu den Öffnungszeiten des Museum Arbeitswelt (Schlüsselausgabe bis 16 Uhr) für Interessierte verfügbar gemacht. Bisher musste man auf eigens organisierte Öffnungstage warten, nun wird über ein elektronisches Eintrittssystem ein möglichst barrierefreier Zugang geschaffen. „Wir freuen uns sehr, die Besichtigung der 2013 eröffneten Ausstellung und die Auseinandersetzung mit der umfangreichen historischen Darstellung des NS-Zwangsarbeitssystems in der Region Steyr nun einem noch breiteren Publikum zu ermöglichen“, sagt Karl Ramsmaier, Vorsitzender des Steyrer Komitees.

Ein weiterer Öffnungsschritt des Museums

Erfreut zeigt sich auch Stephan Rosinger, künstlerischer Leiter des Museum Arbeitswelt und Mitglied des Komitees: „Den ‚Stollen der Erinnerung‘ als dauerhafte Ausstellung betreiben zu dürfen, ist für das Museum Arbeitswelt seit 2013 nicht nur ein wichtiges pädagogisches Anliegen. Für uns ist es wichtig, dass dieser besondere und in der österreichischen Gedenkstättenlandschaft einzigartige Ort für niemanden verschlossen bleiben darf, weswegen dieses neue Zutrittssystem auch ein wichtiger nächster Öffnungsschritt für das Museum ist.“

Die Ausstellung

Eingebettet in einem ehemaligen Luftschutzbunker, der ab 1943 von KZ-Häftlingen errichtet werden musste, beginnt der Weg durch die Ausstellung mit den Krisen der 1930er Jahre, dem „Anschluss“ 1938 und dem Ausbau der Steyr-Daimler-Puch AG zu einem der größten Rüstungsproduzenten des Dritten Reiches. Im Mittelpunkt der Schau stehen die Geschichte des KZ Steyr-Münichholz und das Schicksal von tausenden Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern. Sie mussten nicht nur in der Rüstungsindustrie, sondern auch auf Baustellen, in der Landwirtschaft, im Handwerk oder in Privathaushalten arbeiten. Berichte von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen geben einen Einblick in deren Alltag, der durch das rassistisch geprägte Verhältnis mit der Bevölkerung definiert war. Prominent erörtert werden zudem der Steyrer Widerstand und der Umgang mit der NS-Vergangenheit nach 1945.

Informationen:
Eintritt: 7,00 Euro pro Person (ermäßigt 5.- Euro).
Schlüsselausgabe: von 9 bis 16 Uhr
COVID-19-Information: Der Eintritt in den Gedenkort ist aktuell nur mit Atemschutzmaske (FFP2) gestattet. Es dürfen in den Stollen der Erinnerung nur eine begrenzte Anzahl an Personen, es kann daher zu Wartezeiten kommen. Es ist ein Abstand von mind. 2 Meter zu allen Personen, die nicht in gleichen Haushalt leben, einzuhalten. Bitte Hust- und Niesetikette beachten. Vermeiden Sie gruppenähnliche Ansammlungen.
Bekleidung: Aufgrund der Temperatur im Stollen - ca. 8°-12° Grad - wird warme Kleidung empfohlen.

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