Lokalaugenschein von Umweltlandesrat Anschober gemeinsam mit Grüngürtel-Initiative

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STEYR. Bei einem Lokalaugenschein am Mittwoch, dem 19. August, hat sich Umweltlandesrat Rudi Anschober ein Bild gemacht vom zu erwartenden Ausmaß der Grünlandzerstörung durch das geplante Straßenstück.

Für die Grüngürtel-Initiative ist die verordnete Trasse ein unzumutbares Projekt, das eine deutliche Mehrbelastung für ganz Steyr und seine Bürger bringen wird. „Andernorts werden Umfahrungsstraßen gebaut, um das Leben weniger hundert Menschen zu verbessern, hier wird eine Spange gebaut, die das Leben für mehrere hundert Menschen zur Hölle macht. Eine Stadtstraße mit solch absurden Argumenten zu rechtfertigen, wie sie uns von den zuständigen Politikern von Stadt und Land aufgetischt werden, ist ein absoluter Skandal“, meint Vereinsobmann Alfred Rieger.

Die zerschnittenen und künftig schwerer belasteten Felder verlieren dann nicht nur in jeglicher Hinsicht an Wert, sondern können auch keine so hochwertigen Produkte mehr liefern wie bisher. Die zu erwartende Umweltbelastung betrifft aber nicht nur die Agrarflächen, sondern die gesamte Stadt. Denn durch die vorherrschende Westströmung gelangen die Schadstoffe direkt in das gesamte Stadtgebiet.
 
LR Anschober zu den Bedenken der Grüngürtel-Aktivisten:

„Die Bedenken der BürgerInnen müssen absolut ernstgenommen werden. Menschen sorgen sich um die absehbaren Auswirkungen dieses Projekts. Sie fürchten, dass sowohl Umwelt als auch Lebensqualität durch die Westspange nachhaltig beeinträchtigt werden. Durch mehr PKW Verkehr, LKW Transit, Lärm, Abgase und Feintaubbelastung . Aus diesen Gründen habe ich in der jüngsten Regierungssitzung auch als einziges Mitglied gegen das Projekt gestimmt. Für mich steht außer Frage, dass die Einwände der BürgerInnen in den weiteren Verfahrensschritten berücksichtigt werden müssen.“
Mit dieser Trasse werden große zusammenhängende landwirtschaftliche Flächen zerschnitten, wertvolles Ackerland geht verloren. Zudem werden mit dieser Trasse alleine die bestehenden innerstädtischen Verkehrsprobleme nicht gelöst. Dazu müsste die Stadt selber Schritte setzen. Konkrete Schritte, mit denen Steyr zudem auch die Luftsituation in den Griff bekommen würde, ohne Maßnahmen gegen die Stickstoffdioxidbelastung gemäß Immissionsschutzgesetz- Luft verhängen zu müssen. „Umfahrungen ziehen erfahrungsgemäß nach kurzer Zeit vermehrt Verkehr an, der Entlastungseffekt verpufft relativ schnell. Langfristig wäre daher von der Stadt ein P&R Konzept auszuarbeiten, der öffentliche Verkehr auszubauen und zu attraktivieren, Radwege für den Alltagsverkehr einzurichten und auszubauen. Es gibt eine Fülle von Maßnahmen, die vorrangig durchzuführen und viel zielführender sind, als neue Straßen zu bauen und damit wertvolles Grünland zu zerstören“, so Anschober.

„Wir Grünen sind aufgrund der Sachlage gegen diese Straße. Alle Fakten sprechen dagegen und mir konnte noch kein Befürworter stichhaltige Gründe für eine derartige Geldverschwendung und Natur- und Ackerlandzerstörung liefern. Die Fakten und die Ängste der AnwohnerInnen scheinen die StadtpolitikerInnen offenbar wenig zu beeindrucken. Vielleicht gibt es ihnen zu denken, dass sich an einem Mittwoch zu Mittag 200 Westspangengener auf den Weg gemacht haben um sich weiter zu informieren und ein Zeichen ihres Widerstandes zu setzen. Immerhin stehen Wahlen vor der Tür“, sagt Kurt Prack, Spitzenkandidat der GRÜNEN Steyr nach der Begehung.

Obmann des Vereins "Grüngürtel statt Westspange" Alfred Rieger, Ladesrat Rudi Anschober, Spitzenkandidat der GRÜNEN Steyr Kurt Prack (v. l.).
Autor:

Lisa-Maria Auer aus Steyr & Steyr Land

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