Rückzug
Eine Ära geht zu Ende, IVB verlässt das Stubaital im Mai 2026

Die IVB verabschiedete sich feierlich aus dem Stubaital.  | Foto: AMG
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Mit 2. Mai endet der IVB-Busbetrieb im Stubaital nach 101 Jahren. Die Linie 590 wird von SAD Austria übernommen.

INNBRUCK/STUBAITAL. Noch fahren die Busse wie gewohnt durch das Stubaital, doch die letzten Tage dieser Verbindung sind gezählt. Mit 2. Mai 2026 ziehen sich die Innsbrucker Verkehrsbetriebe aus dem Busverkehr zurück. Die Regionallinie 590 wird künftig vom neuen Betreiber SAD Austria geführt. Damit endet eine mehr als hundertjährige Geschichte, in der die IVB das Tal mit der Landeshauptstadt verbunden haben. 

Zahlreiche Ehrengäste blickten auf 101 Jahre der IVB zurück.  | Foto: IVB/Berger
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Fokus auf Innsbruck

Hinter dem Schritt steht eine klare strategische Ausrichtung des Unternehmens. Künftig sollen die Kräfte stärker im Stadtgebiet gebündelt werden, wo große Veränderungen bevorstehen. IVB-Geschäftsführer Ekkehard Allinger-Csollich verweist in diesem Zusammenhang auf kommende Herausforderungen: 

"Die IVB werden sich zukünftig auf die Kernzone Innsbruck konzentrieren. Mit der bevorstehenden Dekarbonisierung des kompletten Busbetriebs stehen hier für uns große Herausforderungen an. Durch die Stubaitalbahn bleiben wir der Region aber weiterhin freundschaftlich verbunden.“

Die symbolische Übergabe bei der Busgarage in Fulpmes.  | Foto: IVB/Berger
  • Die symbolische Übergabe bei der Busgarage in Fulpmes.
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In den vergangenen Jahren wurde außerdem in die Infrastruktur im Stubaital investiert. Insgesamt 2,6 Millionen Euro flossen in die Modernisierung des Bahnhofs Fulpmes sowie in eine neue Haltestelle beim Freizeitzentrum StuBay. Die deutliche Erhöhung der Verbindungen ins Stubaital im Zuge der Umstellung auf SAD Austria und des neuen Öffi-Plans für das Stubai-Wipptal wertet er als eine Art nachträgliche Anerkennung dafür, was durch das funktionierende Angebote der IVB im Tal möglich wurde. 

Mehr Busse, dichtere Takte für Pendler und Gäste ab Mai

Konstante im Alltag

Über Jahrzehnte hinweg waren die Busse der IVB ein fixer Bestandteil des Alltags Bei der Abschlussveranstaltung in der Busgarage Fulpmes wurde diese Bedeutung für die Bevölkerung hervorgehoben.Bei der Abschlussveranstaltung in der Busgarage Fulpmes wurde diese Bedeutung für die Bevölkerung hervorgehoben. Unter den Ehrengästen befanden sich auch die Bürgermeister aus Mieders, Fulpmes, Neustift, Telfes und Schönberg.

Planungsverbandsobmann und Bürgermeister aus Mieders, Daniel Stern, erinnerte an die Rolle der Verbindung für viele Menschen:

„Für viele Menschen im Stubaital, die täglich nach Innsbruck in die Schule oder zur Arbeit gependelt sind, waren die IVB ein verlässlicher und vertrauter Begleiter im Alltag. Mit dem Ende dieses Angebots geht eine wichtige Ära zu Ende.“

Daniel Stern möchte den neuen Betreibern eine faire Chance geben.  | Foto: AMG
  • Daniel Stern möchte den neuen Betreibern eine faire Chance geben.
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Er betonte, dass über die Jahre hinweg viele Projekte gemeinsam umgesetzt werden konnten und selbst in herausfordernden Situationen Lösungen gefunden wurden. Nun sei es an der Zeit, dem neuen Betreiber dieselbe Offenheit entgegenzubringen und die Zusammenarbeit weiterzuführen.

VVT-Prokuristin Nicol Saxer blickt mit Zuversicht auf den Übergang.  | Foto: IVB/Berger
  • VVT-Prokuristin Nicol Saxer blickt mit Zuversicht auf den Übergang.
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Im Rückblick wurde zudem die Arbeit hinter den Kulissen gewürdigt. VVT-Prokuristin Nicol Saxer hebt die Leistung zahlreicher Beteiligter hervor:

„Dass der öffentliche Verkehr im Stubaital über Jahre hinweg zuverlässig funktioniert hat, ist wesentlich der Leistung der MitarbeiterInnen der IVB und der Subunternehmen zu verdanken.“

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