Jahrhundertprojekt
Endlich wieder chlorfreies Wasser in Mieders
- War mit dem Projekt Wasserversorgung Neu ganz schön gefordert und freut sich jetzt umso mehr über den positiven Abschluss: Bgm. Daniel Stern.
- Foto: Foto: Kainz
- hochgeladen von Tamara Kainz
Die Wasserversorgung läuft seit kurzem wieder reibungslos. Die Erleichterung ist Bgm. Daniel Stern spürbar anzumerken.
MIEDERS/SCHÖNBERG. "Dieses Weihnachtsgeschenk haben wir uns selbst bereitet", atmet Stern durch. Er ist sichtbar froh darüber, dass das "Jahrhundertprojekt Wasserversorgung Neu" binnen kürzester Zeit und ohne den Kostenrahmen zu überschreiten, realisiert werden konnte. "Mein Dank gilt dem Land Tirol, insbesondere LR Hannes Tratter für seine Handschlagqualität in dieser Extremsituation, sowie allen, die zum Gelingen beigetragen haben und ausdrücklich auch den GemeindebürgerInnen für die aufgebrachte Geduld."
Kein Chlor mehr im Wasser
Seit einigen Tagen muss dem Miederer Wasser kein Chlor mehr zugegeben werden. Das war seit August 2017 nötig, weil heftige Gewitter damals, wie berichtet, die Klaushofquellen endgültig zerstört hatten. Zwar wusste man schon lange vorher, dass dort Handlungsbedarf hinsichtlich einer Sanierung bestand, diese war aber eben noch nicht in Angriff genommen worden.
Vor eineinhalb Jahren dann also der Super-GAU: Feinteile mit Keimen gerieten ins Wasser und sorgten für eine mehr als angespannte Situation. Zwar waren die BürgerInnen fast immer mit fließendem Wasser versorgt und selbiges war auch zu keiner Zeit gesundheitsschädlich, der Druck war aber dennoch enorm. Die Übergangslösung in Form der Chlordosieranlage sollte freilich so schnell wie möglich wieder außer Betrieb gehen.
Kostenpunkt: 1,7 Millionen Euro
Ein Kraftakt, finanziell wie baulich. Stern spricht von einem Jahrhundertprojekt: "Es war wirklich eine große Herausforderung, das alles so schnell auf die Beine zu stellen." Das Vorhaben ist nun aber geglückt. Nach einer Rekordbauzeit von nur acht Wochen sind die Arbeiten an der neuen Wasserversorgung so gut wie abgeschlossen. Als Ersatz für die Klaushofquellen wurden die Oberen und die Unteren Mühlbachquellen neu gefasst. Die Wasserrechte an Ersteren bleiben der Gemeinde trotzdem erhalten. Kilometerlange Leitungen und Kabel sowie zwei Pumpstationen und zwei Druckreduzierstationen in den Bereichen der Hochbehälter Dorf-Mitte und Nockerberg vervollständigen die umfangreichen Maßnahmen, deren Kosten sich auf rund 1,7 Millionen Euro belaufen.
300.000 Euro davon bringt Mieders selbst auf, den Löwenanteil bilden Förderungen des GAF und des Landes bzw. Mittel, die über LHStv. Josef Geisler lukriert werden konnten. 130.000 Euro steuern die Nachbarn aus Schönberg bei, denn Schönberg bezieht ebenfalls Wasser aus der Miederer Trinkwasserversorgung. Die Gemeinde Schönberg musste nebenbei erwähnt ebenfalls groß angelegte Reparaturarbeiten an der Wasserversorgung durchführen – hier stehen Gesamtausgaben in der Höhe von rund 1,3 Millionen Euro (inkl. Beteiligung in Mieders) zu Buche.
Weiterführende Links: https://www.meinbezirk.at/tag/mieders
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