Innovatives Heizen in Telfes
Computer wärmen das Badewasser im StuBay
- Im StuBay in Telfes sorgt künftig die Abwärme von Servern für warmes Wasser.
- Foto: StuBay
Das StuBay in Telfes heizt künftig mit der Abwärme von Servern, die für Anwendungen der künstlichen Intelligenz rechnen. Das Stubaier Freizeitcenter wird damit Teil eines Pilotprojekts, das zeigt, wie Digitalisierung und Klimaschutz zusammenpassen.
STUBAI-WIPPTAL. Server laufen rund um die Uhr, rechnen ohne Pause und werden dabei ordentlich warm. Was in klassischen Rechenzentren mit viel Aufwand weggekühlt wird, soll im StuBay in Telfes bald für warmes Wasser sorgen. Das Freizeitcenter arbeitet dafür mit dem Innsbrucker Unternehmen Serwas Technologies zusammen. Noch heuer soll die erste Serveranlage aufgebaut werden. Die wassergekühlten Rechner werden direkt in die bestehende Haustechnik eingebunden und erzeugen Wassertemperaturen von bis zu 70 Grad Celsius. Eine zusätzliche Wärmepumpe braucht es dafür nicht.
Rechnen für andere, heizen für das Bad
Das Besondere an dem Modell ist, dass die Server nicht für das Bad selbst arbeiten. Ihre Rechenleistung wird an externe Unternehmen vermietet, die damit Anwendungen der künstlichen Intelligenz betreiben. Die Wärme, die dabei entsteht, bleibt im Stubaital und kommt den Badegästen zugute. Ganz neu ist die Idee nicht. In einem Innsbrucker Hallenbad läuft bereits ein ähnliches Projekt, und zwar erfolgreich.
„Wir wollen Rechenleistung dort aufbauen, wo die entstehende Wärme direkt gebraucht wird. Gerade Schwimmbäder sind dafür besonders interessant, weil sie das ganze Jahr über einen hohen Wärmebedarf haben. Unser Ziel ist es, Rechenzentren zu schaffen, die nicht nur rechnen, sondern gleichzeitig Gebäude beheizen“, erklärt Timo Berkmann, Mitgründer von Serwas Technologies.
Derzeit laufen in Telfes gemeinsam mit Fachfirmen die technischen Vorbereitungen.
Frisches Kapital für den Ausbau
Serwas Technologies will sein Netz aus kleinen, dezentralen Rechenzentren weiter ausbauen. Ein erster Teil einer Finanzierungsrunde über rund 300.000 Euro ist bereits abgeschlossen. Angeführt wurde sie von Gateway Ventures, beteiligt sind außerdem Business Angels aus dem Pioneers Club und dem MCI Innsbruck. Auch Privatpersonen können einsteigen. Über eine Crowdinvestingkampagne auf der Plattform ROCKETS ist eine Beteiligung ab 250 Euro möglich. Nähere Informationen gibt es unter www.rockets.investments.
Mehr dazu
Weitere NEWS findest du hier.
Link einfügen
Video einbetten
Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.
Karte einbetten
Social-Media Link einfügen
Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.
Code einbetten
Beitrag oder Bildergalerie einbetten
Foto des Tages einbetten
Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten
Du möchtest selbst beitragen?
Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.
Du möchtest kommentieren?
Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.