ÖBB & Partner feierten
Kraftwerk in Fulpmes liefert seit 40 Jahren Bahnstrom
- Die Ehrengäste am oberen Wehr: Bgm. Johann Deutschmann, BH Michael Kirchmair, ÖBB Infra-Chef Johann Pluy und LH-Stv. Josef Geisler (v.l.)
- Foto: Kainz
- hochgeladen von Tamara Kainz
Mit dem Wasser der Ruetz wird im ÖBB Kraftwerk in Fulpmes seit 40 Jahren Strom für viele Züge der ÖBB gewonnen.
FULPMES. Zwar führen keine ÖBB Schienen ins Stubaital, für die Bahn hat Fulpmes dennoch eine zentrale Bedeutung: Ein guter Teil der benötigten Energie für die Züge kommt aus dem ÖBB Kraftwerk in Fulpmes. Seit dem Jahr 1983 wird im Kavernenkraftwerk in 180 Metern Tiefe 100% grüner Bahnstrom erzeugt.
Energie für 16.000 Innsbruck-Wien Zugfahrten pro Jahr
Das Jubiläum wurde am Donnerstag mit einem Festakt gefeiert. LH-Stv. Josef Geisler, ÖBB Infrastruktur Vorstand Johann Pluy, Bgm. Johann Deutschmann und weitere Ehrengäste betonten im Festzelt insbesondere, dass das Kraftwerk einen deutlichen Mehrwert in Bezug auf Nachhaltigkeit und umweltfreundliche Energie darstellt – immerhin liefert es pro Jahr grüne Energie für 16.000 Zugfahrten auf einer Strecke Innsbruck-Wien! Im Anschluss hatte die Bevölkerung bei Führungen Gelegenheit, einen Blick in das Innere des Kraftwerks zu werfen.
Großrevision steht an
Vor der Fertigstellung des Kraftwerk Fulpmes im Jahr 1983 betrieben die ÖBB in Tirol das sogenannte „Ruetzkraftwerk“ in Schönberg. In den Jahren 1909 bis 1912 zur Stromlieferung an die Mittenwaldbahn erbaut, war dies das älteste Bahnstromkraftwerk Österreichs. Aktuell betreiben die ÖBB insgesamt sieben eigene Wasserkraftwerke für Bahnstrom und eines für Drehstrom. Zwei weitere Wasserkraftwerke sind in Bau.
ÖBB investieren rund 3,5 Millionen Euro
Um den Betrieb des Wasserkraftwerkes in Fulpmes auf viele weitere Jahre sicherzustellen, haben die ÖBB in den kommenden Jahren zahlreiche wichtige Maßnahmen geplant. So erfolgt eine Großrevision an allen Maschinen im Kraftwerk. Die gesamte Leit-, Schutz und Sekundärtechnik wird erneuert, die Eigenbedarfsversorgung (inkl. Blackout-Vorsorge) wird erneuert u.a.m. Insgesamt werden dabei rund 3,5 Millionen Euro investiert.
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