Großinvestition macht Bildungseinrichtung fit
Großprojekt für die Zukunft in Rietz geht in heiße Phase
- Jubel bei den Kindern mit Bgm. Gerhard Krug, nicht nur über die Ferienbetreuung: Der Weg für das größte Infrastrukturprojekt der Gemeinde ist frei.
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Mit einem einstimmigen Grundsatzbeschluss hat der Rietzer Gemeinderat vorige Woche den Startschuss für das größte Bauprojekt der Gemeindegeschichte gegeben. Rund zehn Millionen Euro investiert die Gemeinde in den Ausbau des Bildungs- und Kulturzentrums. Nach jahrelanger Planung beginnt nun die nächste Phase: die Ausschreibung für einen Generalunternehmer, der das Projekt bis 2028 übergeben soll.
RIETZ. Der Weg für das größte Infrastrukturprojekt der Gemeinde ist frei. Der Rietzer Rat hat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig den Grundsatzbeschluss für den Um- und Ausbau der Volksschule sowie Kinderbetreuung und Kultureinrichtungen gefasst. Damit können jetzt die rechtlichen und vergabetechnischen Schritte eingeleitet werden. Ziel ist es, im Sommer 2027 mit den Bauarbeiten zu beginnen und das neue Bildungs- und Kulturzentrum im Herbst 2028 zu eröffnen.
„Das ist mit fast zehn Millionen Euro das größte Projekt in meiner Amtszeit und wohl auch in der Geschichte unserer Gemeinde“,
sagt Bürgermeister Gerhard Krug:
"Wir haben über zwei Jahre um dieses Projekt gekämpft und alle Möglichkeiten ausgelotet, damit es finanziell überhaupt umsetzbar wird."
Blick auf die nächsten Generationen
Dem aktuellen Beschluss gingen mehrere Jahre intensiver Planungsarbeit voraus. Bereits früh zeichnete sich ab, dass die bestehende Volksschule den künftigen Anforderungen nicht mehr gerecht werden würde. Ursprünglich war sogar ein kompletter Neubau vorgesehen. Weil sich dieser finanziell nicht realisieren ließ, entschied sich die Gemeinde für eine wirtschaftlichere Lösung: Die bestehende Schule wird umfassend saniert und erweitert. Bürgermeister Krug betont:
„Wenn man so ein Projekt angeht, muss man auf die nächsten 15 bis 20 Jahre schauen. Wir bauen nicht nur für heute, sondern für die nächsten Generationen."
- Startschuss für Mega-Projekt: Rietz investiert zehn Millionen Euro in Ausbau des Bildungs- und Kulturzentrums.
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Das bestehende Gebäude bleibt erhalten, wird technisch und energetisch modernisiert und hauptsächlich in den Ferienmonaten um ein zusätzliches Obergeschoss erweitert.
Der Schulbetrieb soll im Haus weitergeführt werden, auf teure Container ausweichen kam nicht infrage. Gleichzeitig entsteht auf der Rückseite ein Anbau für eine sechste Kindergartengruppe. Künftig stehen insgesamt neun Klassenräume für die Volksschule zur Verfügung. Der Ausbau reagiert auf die positive Bevölkerungsentwicklung und schafft moderne, barrierefreie Lernräume.
Derzeit besuchen rund 125 Kinder die Volksschule. Mit der Fertigstellung des Projekts im Herbst 2028 werden in Volksschule, Kindergarten und Kinderkrippe insgesamt bis zu 350 Kinder betreut werden können. Damit ist die Gemeinde auch für die Entwicklung der kommenden Jahrzehnte bestens gerüstet.
- Für den Rietzer Bgm. Gerhard Krug ist die Erweiterung der Kinderbetreuung und Bildungseinrichtung eines der größten Projekte und eine große finanzielle Herausforderung.
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Mehr als nur eine Schule
Unter einem Dach werden künftig Volksschule, Kindergarten, Musikschule, Bücherei, Heimatmuseum und Gemeindearchiv vereint. Damit entsteht ein neues Zentrum für Bildung und Kultur. Bgm. Krug erklärt:
„Die bisherigen Räumlichkeiten der Musikschule sind einfach nicht mehr zeitgemäß. Mit diesem Projekt schaffen wir ein Haus, in dem Bildung und Kultur zusammenwachsen. Die Kinder kommen mit Bücherei, Museum und Musikschule ganz selbstverständlich in Berührung."
Finanzierung auf mehreren Säulen
Die Gesamtkosten belaufen sich auf knapp zehn Millionen Euro. Rund 3,5 Millionen Euro bringt die Gemeinde selbst auf – finanziert durch Eigenmittel und ein zinsgünstiges Darlehen des Gemeindeausgleichsfonds. Der restliche Finanzierungsbedarf wird über Förderungen sowie Bedarfszuweisungen des Landes Tirol gedeckt. Der Bürgermeister richtet dafür einen großen Dank an das Land:
„Es waren langwierige und harte Verhandlungen. Die Zustimmung von Landeshauptmann Anton Mattle zu den Bedarfszuweisungen hat uns enorm geholfen. Ohne diese Unterstützung wäre das Projekt nicht möglich gewesen."
Besonderes Augenmerk legt die Gemeinde auf die Kostenkontrolle. Deshalb werden im Vergabeverfahren verbindliche Maximalkosten festgelegt.
„Wir haben klare Kostenobergrenzen definiert. Mehr Spielraum gibt es einfach nicht. Deshalb wird das gesamte Projekt professionell begleitet und genau kontrolliert."
Jetzt beginnt die Ausschreibung
Mit dem Grundsatzbeschluss startet nun die nächste Etappe. Gemeinsam mit einer externen Bauherrenvertretung und juristischer Begleitung wird die Generalunternehmer-Ausschreibung vorbereitet. Interessierte Unternehmen müssen zunächst ihre fachliche und wirtschaftliche Eignung nachweisen, ehe sie ein verbindliches Angebot legen können.
Parallel dazu arbeitet die Gemeinde gemeinsam mit der Schulleitung und den Pädagoginnen und Pädagogen an der Detailplanung – von der EDV-Ausstattung über die Möblierung bis hin zur Einrichtung der neuen Lern- und Gruppenräume.
Der Zeitplan ist ambitioniert: Nach Abschluss des Vergabeverfahrens soll im Sommer 2027 Baustart sein, die Eröffnung des neuen Bildungs- und Kulturzentrums ist für den Herbst 2028 vorgesehen.
Investition in die Zukunft
Für Bürgermeister Krug ist das Projekt trotz der angespannten Finanzlage eine bewusste Investition in die Zukunft der Gemeinde.
„Bildung ist einer der wichtigsten Bereiche überhaupt. Unsere Kinder sollen die bestmögliche Betreuung und die besten Voraussetzungen für ihren weiteren Lebensweg bekommen. Dafür investieren wir dieses Geld."
Mit dem einstimmigen Grundsatzbeschluss der im Rat vertretenen Fraktionen hat Rietz nun den entscheidenden Schritt gesetzt. Nach Jahren der Vorbereitung beginnt damit die Umsetzung eines Projekts, das die Bildungs- und Betreuungslandschaft der Gemeinde für die nächsten Jahrzehnte prägen wird.
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