Ärzte – und Pflegeservice24
Neuer Ärzteservice am Seefelder Plateau

  • Ärzte – und Pflegeservice24 GmbH-Inhaber Martin Schneider und Patrick Steffens verringern den Mangel an Ärzten und Pflegekräften.
  • Foto: ärzteservice24
  • hochgeladen von Nicolas Lair

SEEFELD. Das Tiroler Unternehmen Ärzteservice24 sorgt für ein Novum im Österreichischen Gesundheitswesen. Als erstes Unternehmen in Österreich darf die Firma, die sich in kürze in Seefeld niederlassen wird, Ärzte im Zuge der Arbeitskräfteüberlassung an Krankenanstalten überlassen.

Bisher nicht möglich 

Ein Arbeitskräfteüberlassung war bei Ärzten bisher rechtlich nicht möglich. Bereits 2016 wies die Wirtschaftskammer Wien in einer Aussendung offiziell darauf hin, dass „die fehlende gesetzliche Regelung eine nachgefragte Zeitarbeit bei Ärzten in Österreich derzeit unmöglich macht“.
Durch monatelange Verhandlung mit der Ärztekammer 2020, hat man Anfang des Jahres die offizielle Freigabe für dieses Konzept erhalten.

Kooperation mit dem AZW

Eine weitere wichtige Säule der Firma ist die Überlassung von Pflegekräften, Heimhilfen und Pflegeassistenten an Pflegeheime und Altersheime - sowie im Zuge der mobilen Pflege, an Privatpersonen. Die absolute Besonderheit besteht darin, dass die “Bewerber“ vorab über das AZW zur Heimhilfe ausgebildet werden. Durch eine interne Kooperation mit dem AZW, durchlaufen die Mitarbeiter in nur 12 Wochen diese Ausbildung und werden bei erfolgreichem Abschluss in eine Vollzeitbeschäftigung eingestellt.

Ausbildungskosten werden übernommen

Die 5 – stelligen Kosten der Ausbildung werden dabei von der „Ärzte und Pflegeservice24 GmbH“ übernommen. Eine Selbstbeteiligung der zukünftigen Mitarbeiter wird es nicht geben – auch keine spätere Verrechnung. „Uns ist es wichtig, dass sich die Mitarbeiter vollkommen auf die Ausbildung konzentrieren können. Da diese ohnehin nur Arbeitslosengeld erhalten, soll ein weiterer finanzieller Druck für etwaige Ausbildungskosten hier nicht im Wege stehen“ so der für das Personal zuständige Geschäftsführer Martin Schneider. Mitarbeiter die bereits über eine entsprechende Ausbildung – Pflegekraft, Heimhilfe oder Pflegeassistenten - verfügen, beginnen bereits im Sommer 2021 mit ihrer Tätigkeit bei der Ärzte – und Pflegeservice24 GmbH.

Ein Novum in Österreich

Das Unternehmen ist das erste, welches nach mehrmonatigen Verhandlungen mit der Ärztekammer, flächendeckend in ganz Österreich Ärzte aller Art offiziell in Form der Arbeitskräfteüberlassung an Krankenanstalten überlassen wird. Auch die Bündelung von Ressourcen wodurch pro Quartal 15 bis 20 Heimhilfen bzw. Pflegekräfte innerhalb von 3 Monaten ausgebildet und im Anschluss im Unternehmen in Seefeld auf Vollzeit beschäftigt werden, gab es so zuvor nicht. Die Heimhilfen werden nach der Ausbildung teilweise an Altersheime, Pflegeanstalten und Krankenanstalten vermittelt. Ein großer Teil wird allerdings – beginnend mit September 2021 – im Zuge der mobilen Pflege an pflegebedürftige Personen überlassen.

Flexible Nutzung als großer Vorteil

Die beiden Inhaber Patrick Steffens und Martin Schneider zeigen einen der vielen Vorteile auf: "Im Gegensatz zum klassischen „24 h Modell“, sind unsere Mitarbeiter bereits jetzt alle InländerInnen aus Innsbruck und Umgebung und ausgebildete Heimhilfen bzw. Pflegeassistenten. Der große Vorteil für die Kunden, ist die flexible und temporäre Nutzung dieses Service." D.h. es muss nicht – wie in der 24 h Pflege – eine Vollzeitkraft gebucht werden. Fachkräfte können auf diesem Wege auch für wenige Stunden beansprucht werden.

Warum ist das notwendig?

Wenn man sich die Entwicklung der vergangenen Jahre ansieht, wird man sich schnell bewusst, dass es schon vor einiger Zeit zu einer bedrohlichen Trendwende gekommen ist. Es werden zwar viele Ausbildungen in Österreich absolviert - die Abwanderung von Fachpersonal ist aber nicht bestreitbar. Nun fordert sogar die Ärztekammer ein zügiges Eingreifen. Geschieht das nicht, könnte es in Praxen und Spitälern eng werden. In Österreich zeigt sich, dass über 50 Prozent der Mediziner bereits in einem Jahrzehnt in Pension gehen könnten. Im Bereich niedergelassener Ärzte gilt dies sogar für nahezu jeden zweiten. Auf diese Weise entstehen Lücken – Lücken, die der Nachwuchs nicht füllen kann. Diese Missstände will Ärzteservice24 mit seinem neuen Konzept nun bekämpfen.
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