Warnung vor gefährlichen Drogen
Rietzer Fasnachtler warnen: "Geh nicht K.O.!"
- Die Fasnachtsgruppen warnen bei den nächsten Feiern: „ACHTUNG, geh nicht K.O.! Genieße nur Getränke, die du IMMER im Blick hast!“
- Foto: PeopleImages/Panthermedia
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Nach drei Vorfällen am vergangenen Wochenende, bei denen offensichtlich K.O.-Tropfen im Spiel waren, appellieren die Rietzer Fasnachtsgruppen an alle Besucher, besonders wachsam zu sein. Auch die Polizei Tirol rät zu Vorsicht und schnellem Handeln.
RIETZ. Nach drei mutmaßlichen Fällen von K.O.-Tropfen am vergangenen Wochenende warnen die Rietzer Fasnachtsgruppen eindringlich vor den Gefahren beim Trinken. In mehreren Fasnachtslokalen wurde gefeiert, dabei sollen unbekannte Täter K.O.-Tropfen in Getränke gemischt haben. Betroffen waren drei junge Frauen.
„Wir wollen transparent vorgehen und die Leute warnen“, betont der Rietzer Fasnachts-Obmann Hannes Egger. Er habe sofort alle Fasnachtsgruppen informiert und zu besonderer Wachsamkeit geraten. Ziel sei es, weitere Vorfälle zu verhindern und ein sicheres Feiern zu ermöglichen.
„Meine Tochter meldet sich sonst regelmäßig, wenn sie unterwegs ist – an diesem Abend allerdings nicht“, schildert der Vater einer Betroffenen gegenüber MeinBezirk (Name der Red. bekannt): „Ihre Schwester kam später heim und gab zunächst Entwarnung, deshalb ging ich schlafen. Als sie um 8.00 Uhr aber immer noch nicht zu Hause war, schrillten bei mir die Alarmglocken.“
- Unter K.O.-Tropfen werden flüssige Drogen verstanden, die in geringer Dosis stimulierend und enthemmend, in höherer Dosierung betäubend und einschläfernd wirken. Diese werden meist Mädchen und Frauen - aber auch bei Burschen und Männern - in Diskotheken, Bars oder auf Festen unbemerkt ins Getränk gemischt.
- Foto: Jennifer Vass
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Schließlich fand er seine Tochter. Es war aufgefallen, dass sich die junge Frau äußerst ungewöhnlich verhielt. „Erst spät wurde mir klar, was da los war. Dieses merkwürdige Verhalten kannte ich von meiner Tochter überhaupt nicht – es war ein psychischer Ausnahmezustand“, so der Vater. Die Wirkung der K.O.-Tropfen dauerte in diesem Falle fast 18 Stunden.
Psychischer Ausnahmezustand
Meistens sind es enthemmte, peinliche oder auffällige Verhaltensweisen, darauf würden es die Täter mit den K.O.-Tropfen vermutlich absehen. „Dass das eine absolute Gratwanderung ist und sogar lebensbedrohlich sein kann, wird offenbar unterschätzt, das ist kein Lausbubenstreich mehr", ärgert sich der betroffene Vater.
Kein Verständnis für derartige Vorfälle zeigt auch Fasnachts-Obmann Hannes Egger. Auch er hätte Anzeige erstatten wollen, was rechtlich jedoch nicht möglich war: „Anzeigen können grundsätzlich nur die unmittelbar Betroffenen selbst einbringen. Und auch dann ist die Substanz oft nicht mehr nachweisbar, und daher eine Anzeige nicht mehr möglich.“
Die Rietzer Fasnachtler reagierten jedenfalls umgehend. Da an diesem und den kommenden Wochenenden wieder in den Rietzer Fasnachtslokalen gefeiert wird, wollen die Fasnachtsgruppen nun gezielt vorbeugen und folgende deutliche Botschaft verbreiten:
„ACHTUNG, geh nicht K.O.! Genieße nur Getränke, die du IMMER im Blick hast!“
- Die Rietzer Fasnachtler hoffen, mit ihrer Warnung das Bewusstsein zu schärfen. „Fasnacht soll fröhlich sein und sicher“, so der Obmann der Rietzer Fasnacht, Hannes Egger: „Nur gemeinsam können wir dafür sorgen, dass es kein schlimmes Ende nimmt.“
- Foto: Rietzer Fasnacht
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Polizei warnt seit Jahren
Auch die Polizei Tirol warnt seit Jahren vor der Gefahr durch K.O.-Tropfen. Die Wirkung der meist geruchs- und geschmacklosen Substanzen setzt rasch ein und reicht von Schwindel, Übelkeit und Erinnerungslücken bis hin zu Bewusstlosigkeit. In schweren Fällen kann es zu lebensbedrohlichen Zuständen kommen. Die Polizei rät, Getränke niemals unbeaufsichtigt stehen zu lassen, keine offenen Getränke von Unbekannten anzunehmen und bei plötzlichem Unwohlsein sofort Hilfe zu holen. Verdächtige Beobachtungen sollten umgehend dem Barpersonal oder der Polizei gemeldet werden.
Die Rietzer Fasnachtler hoffen, mit ihrer Warnung das Bewusstsein zu schärfen. „Fasnacht soll fröhlich sein und sicher“, so Egger. „Nur gemeinsam können wir dafür sorgen, dass es kein schlimmes Ende nimmt.“
Weitere Informationen zum Thema K.O.-Tropfen:
https://www.sozialministerium.gv.at/Services
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