Jagdjahr 2019/2020 im Bezirk Innsbruck-Land
Sehr gute Erfüllung trotz steigender Abschussvorgaben

Die erhöhten Fallwildzahlen der letzten drei Jagdjahre beim Rehwild bereiten dem Bezirksjägermeister etwas Kopfzerbrechen, da diese immerhin fast 30 % über dem Durchschnitt der Vorjahre liegen. Wegen Corona könnte es nun ruhiger werden und ev. auch weniger Fallwild. Dieses Foto entstand in Allerheiligen-Hötting.
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  • Die erhöhten Fallwildzahlen der letzten drei Jagdjahre beim Rehwild bereiten dem Bezirksjägermeister etwas Kopfzerbrechen, da diese immerhin fast 30 % über dem Durchschnitt der Vorjahre liegen. Wegen Corona könnte es nun ruhiger werden und ev. auch weniger Fallwild. Dieses Foto entstand in Allerheiligen-Hötting.
  • Foto: zeitungsfoto.at
  • hochgeladen von Georg Larcher

BEZIRK (lage). Die Pflichttrophäenschau des Bezirkes Innsbruck-Land, geplant am 4./5. April in der Seefelder WM-Halle, wurde ebenso ein Opfer der Corona-Krise. Die Jäger gehen jetzt vor allem den Aufgaben des Jagdschutzes weiterhin nach. Diese Aufgaben sind auf zwingend notwendige Aufgaben des Jagdschutzes und die gesetzlichen Verpflichtungen des Jagdausübungsberechtigten, wie v.a. die Versorgung der Wildfütterungen, zu beschränken, betont Bezirksjägermeister Thomas Messner.
Auch wenn der feierliche Abschluss für die Jägerschaft im Bezirk ausfällt, eine Bilanz gibt es trotzdem, und die war im Bezirk erfreulich.

8.654 Stück Wild erlegt

Das vergangene "coronafreie" Jagdjahr war ein gutes, wie Bezirksjägermeister Thomas Messner zufrieden zurückblickt:

"Die Abschusspläne wurden im Bezirk Innsbruck-Land trotz höherer Vorgaben im Vergleich zum Vorjahr auch in diesem Jagdjahr sehr gut erfüllt."

Insgesamt wurden 8.654 Stück Wild von Jägern erlegt, davon waren nur ca. 2.500 Trophäenträger.

Rotwild-Abschüsse zu über 97% erfüllt

Beim Rotwild wurden 2.358 Stück erlegt (davon 1.165 weibl. Tiere, also keine Trophäenträger). Die Erfüllung liegt damit bei beachtlichen 97,16 %! Dabei wird aber auch Fallwild dazu gezählt!

"Durch die hervorragenden Jagdbedingungen zu Beginn des Jagdjahres konnte beim Rotwild bereits in den ersten Monaten rund ein Viertel der Abschussplanvorgaben als Abgang verzeichnet werden, aber auch durch den ersten frühen Schnee im November war nach der Brunft der noch ausstehende Abschuss in den letzten drei Jagdmonaten vor allem bei Kahlwild sehr gut erfüllbar",

erklärt Messner. In diesem Zusammenhang betont der Bezirksjägermeister die hervorragende Zusammenarbeit in den Hegebereichen bzgl. der gemeinsamen Abschussplanerfüllung.

Viel Fallwild bei den Rehen

Beim Rehwild sind die Abgänge diesmal relativ gleichmäßig über das ganze Jagdjahr verteilt, was ebenfalls für ein großes jagdliches Engagement seitens der Jägerschaft spricht, so Messner. Die erhöhten Fallwildzahlen der letzten drei Jagdjahre beim Rehwild bereiten dem Bezirksjägermeister etwas Kopfzerbrechen, da diese immerhin fast 30 % über dem Durchschnitt der Vorjahre liegen. So liegt der Abgang beim Rehwild bei 92,6 % (2.965 Stück).

Nur Gamsräude macht Probleme

Sehr erfreulich ist die Situation bzgl. Tierseuchen im Bezirk, bilanziert Messner. Nur die Gamsräude macht nach wie vor in einzelnen Hegebereichen Probleme.
"Der Einsatz der Jägerschaft zeigt, dass wir auf einem guten Weg sind", führt der Bezirksjägermeister weiter aus: "Für das Jagdjahr 2020 wird der Bezirk Innsbruck-Land die Zielsetzungen bzgl. der Rotwildbejagung beibehalten, weiterhin ein Augenmerk auf das Gamswild in Bezug auf die Alters- und Sozialstruktur legen, sowie die Fallwildzahlen und die Bestandsentwicklung des Rehwildes etwas genauer unter die Lupe nehmen."

Die Wildschweine kommen

Zudem stehen auch neue Herausforderungen in Form der Schwarzwildbejagung vor der Tür. Die bereits im letzten Jagdjahr durchgeführten Schulungen zur Fortbildung und Sensibilisierung der Jägerschaft zu dieser Thematik waren stets gut besucht und zeigen zudem die enorme Bereitschaft der Jäger, sich auch diesen neuen Aufgaben zu stellen, so Messner weiter.

Jägerschaft sorgt für guten Waldzustand

Die Leistung der Jägerschaft ist auch am Waldzustand spürbar, erklärt Messner: "Seit dem Jahr 2016 ist die Verjüngungsdynamik im Tiroler Jagdgesetz verankert und wird neben anderen Faktoren für die Abschussplanung herangezogen. 2019 wurde nun die zweite Erhebungsperiode abgeschlossen. Der Vergleich der Aufnahmeperioden 2016 und 2019 zeigt für den Bezirk Innsbruck-Land ein in etwa gleichbleibendes Bild mit positiver Tendenz. Hierbei ist herauszuheben das 60 % der Flächen keinen oder nur geringen Handlungsbedarf aufweisen."
Da sich der Wald nur langsam entwickelt, wird es allerdings noch ein paar Erhebungsperioden dauern, bis größere Veränderungen im Bezirk sichtbar werden, merkt Messner an: "Dieser Erfolg ist allerdings auch der stets guten Zusammenarbeit mit den Österreichischen Bundesforsten und der Bezirksforstinspektion zuzuschreiben."

Gute Zusammenarbeit mit der Jagdbehörde

Die seit Jahren gute Zusammenarbeit mit der Jagdbehörde ist ebenso mitverantwortlich für die praxisorientierte Umsetzung in den Revieren, so Messner. Nachdem Innsbruck-Land innerhalb kurzer Zeit heuer wieder einen neuen Referatsleiter bekommen hat, hofft Messner weiterhin auf eine, wie gewohnt gute Zusammenarbeit: "Ich möchte mich auch beim Bezirkshauptmann, Mag. Michael Kirchmair für sein offenes Ohr und seine Unterstützung bedanken. Ein ganz besonderer Dank gilt aber vor allem den Jägerinnen und Jägern des Bezirkes, sowie den langjährigen Pächtern und Funktionären für ihren Einsatz für die Jagd in Tirol. Wobei vor allem letztgenannte ihre doch immer aufwendiger und komplizierter werdende Funktion lediglich als Ehrenamt ausführen. Ohne ihren persönlichen Einsatz und die Leidenschaft für die Jagd ware es undenkbar."
Der heurige Winter war milder gestimmt als die Jahre zuvor. Es bleibt nun abzuwarten, was das Jagdjahr 2020 für die Wildtiere, ihren Lebensraum und die Jagd bringt.

Zusammenstellung Abschusserfüllung IBK-Land

Abgänge insgesamt:
Rotwild: 2.358 davon 1.165 Tiere, Erfüllung: 97,16 %
Rehwild: 2.965, Erfüllung: 92,6 %
Gamswild: 970, Erfüllung: 82,69 %
Steinwild: 13, Erfüllung: 86,67 %
Muffelwild: 108, Erfüllung: 81,2 %

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