150 Jahre Freiwillige Feuerwehr Zirl:
Zirler Feuerwehr bot Wochenende voller Highlights
- Robert Kaufmann (re.) und Christian Nocker, die ehemalige Führungsspitze der FF Zirl, mit historischen Geräten und einem erst kürzlich entdeckten uralten Foto, das einen eindrucksvollen Einblick in das Zirl von früher - vor dem Großbrand - gibt.
- Foto: Georg Larcher / MeinBezirk
- hochgeladen von Georg Larcher
Drei Tage lang stand Zirl ganz im Zeichen seiner Freiwilligen Feuerwehr. Zum 150-Jahr-Jubiläum wurde zurückgeblickt, gefeiert und vor allem eindrucksvoll gezeigt, was Feuerwehr damals konnte und heute kann. Der große Festsonntag wurde zum Treffpunkt für Bevölkerung, Blaulichtorganisationen, Politik, Wirtschaft, Kunst und Kultur – und zu einem Fest, das Einsatz, Geschichte und Gemeinschaft zusammenbrachte.
ZIRL. Von Freitag bis Sonntag war das Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr im ganzen Ort spürbar. Den Auftakt bildete am Freitag die offizielle Eröffnung im B4 mit der Ausstellung zur 150-jährigen Geschichte und der Premiere des eigens produzierten Jubiläumsfilms, der bald auch auf der Homepage der FF Zirl via YouTube veröffentlicht wird.
Am Samstag folgte mit dem Oktoberfest im Feuerwehrhaus der gesellige Teil des Jubiläumswochenendes. Am Sonntag wurde dann der Schlusspunkt mit dem großen Festakt und vielen Highlights gesetzt.
Viele Höhepunkte am Sonntag
Schon am Vormittag zogen die Abordnungen durch Zirl zur Pfarrkirche. Nach der Heiligen Messe folgte der große Festakt zum 150-jährigen Bestehen. Zahlreiche Ehrengäste waren dabei: Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Kunst und Kultur, Institutionen und den Blaulichtorganisationen sowie viele Zirlerinnen und Zirler und Gäste aus den Nachbargemeinden.
- LR Cornelia Hagele sowie Vize-Bgm.in Iris Zangerl Walser und Kdt. Florian Prosch gesellten sich zum Erinnerungsfoto mit Manfred Kaufmann. Kaufmann blickt auf viele Jahrzehnte Feuerwehrgeschichte in Zirl zurück und hat seine Erfahrungen auch in einem Buch festgehalten.
- Foto: Georg Larcher / MeinBezirk
- hochgeladen von Georg Larcher
- Zirler Bürgermeister Thomas Öfner (re.), LAbg. und Vize-Bgm.in Iris Zangerl-Walser (3.v.l) sowie die Landesrätinnen Cornelia Hagele (4.v.l.) und Eva Pawlata (5.v.l.) und Bezirkshauptfrau Kathrin Eberle (2.v.l.) gratulierten der Freiwilligen Feuerwehr Zirl unter Kommandant Florian Prosch (li.) zum Jubiläum.
- Foto: Georg Larcher / MeinBezirk
- hochgeladen von Georg Larcher
„Zirl sah rot“
Nach dem Festakt wurde aus dem Ortszentrum eine große Feuerwehr-Erlebniswelt. Unter dem Motto „Zirl sieht rot“ reihten sich entlang der Kirchstraße, rund um Feuerwehrhaus und B4 zahlreiche Fahrzeuge, Geräte und Vorführstationen aneinander. Und da gab es ordentlich etwas zu sehen.
- Feuerwehrgeschichte zum Anfassen: Entlang der Kirchstraße wurden historische Fahrzeuge und Gerätschaften präsentiert und teilweise auch bei Vorführungen in Aktion gezeigt.
- Foto: Georg Larcher / MeinBezirk
- hochgeladen von Georg Larcher
Historische Fahrzeuge trafen auf modernste Einsatztechnik, alte Gerätschaften auf Spezialfahrzeuge. Eine historische Handpumpe konnte nicht nur bestaunt, sondern auch in Aktion erlebt werden.
Für einen besonderen Hingucker sorgte ein rund 42 Meter hoher Kran aus Kufstein, viele Passagiere durften dabei Höhenluft schnuppern und die Marktgemeinde von oben betrachten.
- Hoch hinaus ging es bei der großen Feuerwehrschau: Ein rund 42 Meter hoher Kran aus Kufstein war einer der besonderen Hingucker beim Jubiläumsfest in Zirl.
- Foto: Georg Larcher / MeinBezirk
- hochgeladen von Georg Larcher
- Auch Lisa und der 84-jährige Fritz, beide aus Zirl, ließen es sich nicht nehmen, den Heimatort Zirl aus 42 m Höhe zu betrachten.
- Foto: Georg Larcher / MeinBezirk
- hochgeladen von Georg Larcher
Auch das Flughafenlöschfahrzeug Panther aus Innsbruck wurde eigens für die Schau nach Zirl gebracht. Dank einer Sondergenehmigung konnte das außergewöhnliche Fahrzeug beim Jubiläum präsentiert werden.
- Ein außergewöhnlicher Gast bei der Fahrzeugschau: Dank einer Sondergenehmigung wurde das Flughafenlöschfahrzeug Panther vom Flughafen Innsbruck zur Präsentation nach Zirl gebracht.
- Foto: Georg Larcher / MeinBezirk
- hochgeladen von Georg Larcher
- Blick ins "Cockpit" des Panther, den Fahrer Manuel vom Flughafen Innsbruck zur großen Schau nach Zirl brachte.
- Foto: Georg Larcher / MeinBezirk
- hochgeladen von Georg Larcher
Damit wurde die Entwicklung der Feuerwehr vom einfachen Löschgerät bis zur hoch spezialisierten Einsatzorganisation nicht nur erklärt, sondern für die Besucher unmittelbar erlebbar.
- Bei zahlreichen Vorführungen konnten die Besucherinnen und Besucher erleben, wie moderne Feuerwehrtechnik funktioniert und welche Aufgaben die Einsatzkräfte im Ernstfall bewältigen.
- Foto: Georg Larcher / MeinBezirk
- hochgeladen von Georg Larcher
Feuerwehr zum Angreifen
Besonders groß war der Andrang bei den Vorführungen. Was sonst im Ernstfall binnen Minuten passieren muss, konnte an diesem Tag aus nächster Nähe beobachtet werden.
Für die Erwachsenen gab es jede Menge Technik und Einsatzwissen zu entdecken, während die jüngsten Besucher selbst aktiv werden konnten. Hüpfburg, Spritzstation und Rätselrallye sorgten dafür, dass auch die Feuerwehrjugend und die nächste Generation auf ihre Kosten kamen.
So wurde das 150-Jahr-Fest zu einer Begegnung zwischen Feuerwehr und Bevölkerung und gleichzeitig zu einem großen Familientag.
- Foto: Georg Larcher / MeinBezirk
- hochgeladen von Georg Larcher
Eine Feuerwehr macht keine Pause
Dass Feuerwehrdienst auch bei einem Jubiläum nicht einfach pausiert, zeigte sich am Wochenende ganz praktisch. Während in Zirl gefeiert wurde, musste die Feuerwehr zwei Einsätze bewältigen (Link zu einem der Ei nsätze am Ende des Berichtes), wie Kommandant Florian Prosch in seiner Bilanz am Sonntag erzählte. Für Prosch ist genau das ein Teil des Feuerwehralltags. Die Einsätze laufen weiter, auch wenn rundherum gefeiert wird. Die lange Trockenperiode und die damit verbundene Waldbrandgefahr stellen die Einsatzorganisation vor neue Herausforderungen. Gerade hier kommt auch die besondere Ausrichtung der Zirler Feuerwehr mit dem Flugdienst und der Waldbrandbekämpfung zum Tragen.
Prosch blickt mit einem guten Gefühl auf das Jubiläumswochenende zurück. „Das ganze Programm wurde sehr gut angenommen, sehr viele Leute haben mit uns mitgefeiert", sagt er. Besonders gefreut habe ihn auch, dass so viele Zirlerinnen und Zirler gekommen seien und das nicht nur einmal. Für den Kommandanten ist das keine Selbstverständlichkeit. Vielmehr sei es ein starkes Zeichen dafür, wie sehr die Feuerwehr in Zirl verankert ist.
- Foto: Georg Larcher / MeinBezirk
- hochgeladen von Georg Larcher
150 Jahre und trotzdem mitten im Heute
Der Blick zurück war am Festsonntag überall präsent, gleichzeitig zeigte die Feuerwehr aber auch, wo sie heute steht.
Technische Hilfeleistungen gehören längst ebenso zum Alltag wie klassische Brandeinsätze. Die Feuerwehr ist heute eine vielseitige und hoch spezialisierte Organisation, getragen von Ehrenamtlichen, die im Ernstfall ihre Arbeit machen, unabhängig davon, ob gerade ein Fest stattfindet oder nicht.
- Foto: Georg Larcher / MeinBezirk
- hochgeladen von Georg Larcher
Geschichte, die plötzlich vor Augen steht
Eine ganz besondere Rolle spielte dabei die historische Ausstellung im B4, einige Exponate wurden teilweise aus ganz Tirol zusammengetragen. Die Schau war nur während des dreitägigen Jubiläumswochenendes zu sehen und spannte den Bogen von der Gründung im Jahr 1876 über den großen Brand in Zirl 1908 bis zur Feuerwehr der Gegenwart.
- Foto: Georg Larcher / MeinBezirk
- hochgeladen von Georg Larcher
Die Ausstellung war chronologisch und thematisch aufgebaut, berichten Robert Kaufmann und Christian Nocker, die ehemalige Führungsspitze der FF Zirl. Sie haben die Ausstellung organisiert. Gründung, markante Ereignisse, die großen Brände, die Entwicklung in den 1920er-Jahren, die Kriegszeit und die Bombenangriffe auf Innsbruck gehörten ebenso dazu wie die heutigen Spezialbereiche.
- Foto: Georg Larcher / MeinBezirk
- hochgeladen von Georg Larcher
Technische Hilfeleistung, Flugdienst, Waldbrandbekämpfung, Brandbekämpfung und Feuerwehrjugend zeigten, wie breit das Aufgabenspektrum mittlerweile geworden ist.
- Foto: Georg Larcher / MeinBezirk
- hochgeladen von Georg Larcher
Ein Foto erzählt ein ganzes Zirl
Für die Organisatoren war dabei ein ganz besonderes Exponat ein Höhepunkt: ein historisches Foto aus dem 19. Jahrhundert, das beim Jubiläum erstmals öffentlich gezeigt wurde.
Die Aufnahme stammt aus einer völlig anderen Zeit und ist trotzdem erstaunlich scharf. Gerade die Details machen sie für Kaufmann so faszinierend.
- Ein besonderer Schatz der Ausstellung: Dieses historische Foto wurde beim 150-Jahr-Jubiläum erstmals öffentlich gezeigt und gibt einen eindrucksvollen Einblick in das Zirl von früher.
- Foto: Georg Larcher / MeinBezirk
- hochgeladen von Georg Larcher
Straßen, Häuser und Bauweise haben sich fundamental verändert. Damals prägten Holz und eine wesentlich dichtere Bebauung das Ortsbild. Für Robert Kaufmann wird dadurch auch nachvollziehbar, wie verheerend sich ein großer Brand hätte entwickeln können.
Denn eines zeigt die Aufnahme ganz deutlich, so Kaufmann: "Brandschutz war damals eine völlig andere Herausforderung. Selbst die heutige Feuerwehr würde es unter den damaligen baulichen Bedingungen schwer haben, einen großen Dorfbrand unter Kontrolle zu bringen."
Von der Handpumpe zum Spezialfahrzeug
Auch die ausgestellten Gerätschaften erzählten diese Entwicklung. Alte, teilweise noch von Hand betriebene Pumpen standen modernen Einsatzfahrzeugen gegenüber.
- Foto: Georg Larcher / MeinBezirk
- hochgeladen von Georg Larcher
So wurde aus der Geschichte keine trockene Chronik, sondern eine Zeitreise zum Anfassen: von den ersten technischen Möglichkeiten der Feuerwehr über Kriegs- und Nachkriegszeit bis hin zu den Spezialgebieten, die heute zum Einsatzspektrum der FF Zirl gehören.
Ein entsprechender YouTube-Film zur Geschichte der FF Zirl wird demnächst auf der Feuerwehr-Homepage veröffentlicht, der Film feierte seine Uraufführung bei der Ausstellungs-Eröffnung am Freitag.
Die Ausstellung machte damit sichtbar, was 150 Jahre Feuerwehr eigentlich bedeuten: technischen Wandel, neue Herausforderungen und gleichzeitig eine Konstante, die sich durch alle Generationen zieht.
- Foto: Georg Larcher / MeinBezirk
- hochgeladen von Georg Larcher
Die Ausstellung, die Fahrzeugschau, die Vorführungen, das Kinderprogramm und die vielen Begegnungen hätten gemeinsam mit dem Festakt ein Wochenende ergeben, das die Feuerwehrgeschichte mit dem heutigen Feuerwehrleben verbunden habe.
150 Jahre nach der Gründung ist die Freiwillige Feuerwehr Zirl damit längst nicht nur ein Stück Geschichte. Sie ist ein Stück Zirl.
- Die Jugend steht schon in den Startlöchern für die nächste Floriani-Generation.
- Foto: Georg Larcher / MeinBezirk
- hochgeladen von Georg Larcher
Weitere News aus der Region:
Link einfügen
Video einbetten
Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.
Karte einbetten
Social-Media Link einfügen
Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.
Code einbetten
Beitrag oder Bildergalerie einbetten
Foto des Tages einbetten
Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten
Du möchtest selbst beitragen?
Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.
Du möchtest kommentieren?
Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.