27. Handwerksfest in Seefeld
Altes Handwerk, Trachten, Oldtimer und gelebte Tradition
- Am Sonntag gehörte die große Bühne dann dem Brauchtum. Der Festzug setzte sich begleitete von mehreren Musikkapellen durch die Seefelder Fußgängerzone in Bewegung. Rund 800 bis 900 Teilnehmer – Trachtenvereine und Gruppen aus der Region – präsentierten die Vielfalt der Tiroler Tracht und des regionalen Brauchtums.
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Spätsommerliches Kaiserwetter, tausende Besucher aus dem In- und Ausland und Handwerk zum Anfassen: Das 27. Handwerksfest verwandelte die Seefelder Fußgängerzone am Wochenende in eine große Bühne für Tradition, Brauchtum und altes Handwerk.
SEEFELD. Zwei Tage lang wurde gehämmert, geflochten, gedrechselt, geklöppelt, getanzt, musiziert und gefeiert. Für Veranstalter, teilnehmende Betriebe, Handwerker und Vereine wurde das Fest ebenso zum Publikumsmagneten wie für den Tourismus der Region.
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Seefeld wurde zur Handwerksbühne
Rund 100 Stände boten den Besuchern Einblicke in längst nicht mehr alltägliche Handwerkstechniken. Mehr als 1.500 Mitwirkende – darunter Handwerker, Musikanten, Chöre, Trachtenvereine und Traktorfahrer – waren beim zweitägigen Fest im Einsatz. Die Teilnehmer kamen aus ganz Tirol sowie aus Salzburg, Kärnten, Vorarlberg und Bayern.
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Knapp 50 Oldtimer tuckerten durch den Ort
Ein besonderer Hingucker war am Samstag die historische Traktorparade. Knapp 50 liebevoll gepflegte Oldtimer rollten durch Seefeld und lockten entlang der Strecke zahlreiche Schaulustige an. Einige der historischen Fahrzeuge sind bereits seit 1939 und länger unterwegs und erzählen damit selbst ein Stück Technik- und Landwirtschaftsgeschichte.
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Vom Roggenkorn zum Brot
An den Ständen konnten die Besucher den Handwerkern direkt über die Schulter schauen. Südtiroler Bäcker zeigten etwa, wie aus Roggenkorn Brot entsteht. Geigenbauer, Goldsticker, Hutmacher, Korbflechter, Drechsler und Klöppler präsentierten ihr Können und ließen alte Techniken wieder lebendig werden.
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Gerade diese unmittelbaren Einblicke machen den Reiz des Handwerksfestes aus: Die Besucher konnten nicht nur fertige Produkte bestaunen, sondern erleben, wie viel Können, Geduld und Erfahrung hinter traditionellem Handwerk steckt.
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Auch kulinarisch wurde Handwerk großgeschrieben. Zum Beispiel beim 5-Sterne-Hotel Klosterbräu: Hier wurden unter anderem geräucherte Fische angeboten. Sepp Kleißl erklärte dabei den selbst konstruierten Selchofen und den Weg vom frischen Fisch bis zum fertigen Räucherfisch.
- Geräucherte Forellen boten Sepp Kleißl und Alois Seyrling vor dem Hotel Klosterbräu: Die Fische werden zunächst mehrere Stunden in einer Lake mit unter anderem Lorbeer, Holunder, Zucker und Salz eingelegt. Danach werden sie getrocknet und über Nacht aufgehängt. Im Selchofen folgt schließlich bei rund 65 Grad über etwa zwei Stunden der Räuchervorgang. Buchenholz und Wacholder sorgen dabei für die typische Farbe und den besonderen Geschmack.
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Trachten brachten Seefeld zum Beben
Am Sonntag gehörte die große Bühne dann dem Brauchtum. Nach der Messe setzte sich der Festzug durch die Seefelder Fußgängerzone in Bewegung. Rund 800 bis 900 Teilnehmer – Trachtenvereine und Gruppen aus der Region – präsentierten die Vielfalt der Tiroler Tracht und des regionalen Brauchtums.
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Entlang der Strecke säumten tausende Besucher den Umzug. Für viele Urlaubsgäste war der farbenprächtige Zug ebenso ein Höhepunkt wie für die Einheimischen. Beim anschließenden gemeinsamen Auftanz wurde im Dorfzentrum weitergefeiert.
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Tradition als Publikumsmagnet
Dass das Handwerksfest längst zu den Fixpunkten im Seefelder Veranstaltungskalender zählt, zeigte auch der Besucherandrang an beiden Tagen. Bei spätsommerlichem Kaiserwetter füllte sich die Fußgängerzone mit Gästen aus Österreich und dem Ausland, die den vielen Handwerkerinnen und Handwerkern über die Schultern schauten.
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Ein vertrautes Gesicht beim Seefelder Handwerksfest sind auch Leni Prast und ihre Tochter Sybille aus Telfs. Seit vielen Jahren gehören die beiden mit ihrem Stand zu den Fixpunkten der Veranstaltung. Auch heuer ließen sie sich die Gelegenheit nicht entgehen, ihr traditionelles Handwerk und ihre mit viel Herzblut gefertigten Arbeiten zu präsentieren.
Die langjährige Verbundenheit mit dem Handwerksfest zeigt auch, wie sehr solche Veranstaltungen von jenen Menschen leben, die ihre Traditionen Jahr für Jahr weitertragen.
- Ein vertrautes Gesicht beim Seefelder Handwerksfest sind auch Leni Prast und ihre Tochter Sybille aus Telfs. Seit vielen Jahren gehören die beiden mit ihrem Stand zu den Fixpunkten der Veranstaltung.
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Für die zahlreichen teilnehmenden Handwerker, Betriebe, Unternehmen und Vereine bot das Fest eine besondere Gelegenheit, ihr Können einem großen Publikum zu präsentieren. Gleichzeitig wurde die Veranstaltung erneut zu einem wichtigen Schaufenster für die Region und ihren Tourismus.
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Klosterbräu-Baustelle mittendrin
Nicht zu übersehen waren dabei auch die Spuren des verheerenden Brandes im Fünf-Sterne-Hotel Klosterbräu. Kran, Gerüst und Bauarbeiten rund um Hotel und Kirche gehörten am Wochenende zum Seefelder Ortsbild.
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Region-Seefeld-Obmann und Klosterbräu-Chef Alois Seyrling zeigte sich zuversichtlich, dass die Arbeiten bis zum Herbst abgeschlossen werden können. Viele Stammgäste würden der Wiedereröffnung bereits entgegenfiebern. Jedenfalls wurde schon jetzt rund um das Traditionshaus groß gefeiert.
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Zwei Tage, die nachwirken
Mit Musik, Tanz und den Seefelder Plattlern klang das 27. Handwerksfest schließlich aus. Was bleibt, sind zwei Tage, an denen Tradition nicht nur ausgestellt, sondern gelebt wurde – mitten im Seefelder Zentrum und vor einem Publikum, das zahlreich kam und sichtlich Gefallen daran fand.
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