Studieren ohne Matura
Fachhochschule öffnet mit Erfahrung Wege zum Studium
- Welche Prüfungen erforderlich sind, hänge vom gewünschten Studiengang und der bisherigen Ausbildung ab.
- Foto: Salzburg/Neumayr/Masser
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Nicht jeder Weg an die Hochschule führt über die Matura. Die Fachhochschule Salzburg will mit alternativen Zugangsmöglichkeiten für mehr Durchlässigkeit im Bildungssystem sorgen.
SALZBURG/PUCH-URSTEIN. Ein fehlender Maturaabschluss muss kein Hindernis für ein Hochschulstudium sein, ist man in der Fachhochschule (FH) Salzburg in Puch-Urstein überzeugt. So heißt es aus der Hochschule: „Die FH Salzburg bietet Menschen mit beruflicher Erfahrung unterschiedliche Wege, um die Zugangsvoraussetzungen für ein Bachelorstudium zu erfüllen.“
Der Weg an eine Hochschule soll damit nicht allein von der Bildungsentscheidung im Jugendalter abhängen. Auch eine Lehre, eine berufsbildende Ausbildung oder mehrere Jahre Berufserfahrung können zum Ausgangspunkt eines Studiums werden.
„Damit leistet die Hochschule einen wichtigen Beitrag zur sozialen Durchlässigkeit im Bildungssystem und eröffnet Studieninteressierten die Chance auf akademische Weiterbildung und berufliche Weiterqualifikation.“
FH Salzburg
Möglichkeiten sind etwa das Nachholen der Reife- oder Berufsreifeprüfung, Zusatzprüfungen bei facheinschlägiger beruflicher Qualifikation und die Studienberechtigungsprüfung. Welche Prüfungen erforderlich sind, hänge vom gewünschten Studiengang und der bisherigen Ausbildung ab.
- Der Fachhochschul-Campus in Puch-Urstein.
- Foto: FH Salzburg Salzburg/Neumayr/Masser
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Praktische Erfahrung ebnet den Weg
Romy Webersinke und Leon Aichner sind zwei Beispiele dafür, wie ein Bachelorstudium ohne Matura gelingen kann: Webersinke besuchte die Tourismusfachschule und sammelte anschließend rund zehn Jahre Berufserfahrung in den Bereichen Tourismus, Hotellerie und Administration.
Um sich beruflich weiterzuentwickeln und neue Karriereperspektiven zu erschließen, entschied sie sich für ein Betriebswirtschaftsstudium. Über den Zugangsweg der einschlägigen beruflichen Qualifikation absolvierte sie innerhalb von drei Monaten die erforderlichen Vorbereitungskurse und legte alle notwendigen Prüfungen für die Studienzulassung erfolgreich ab.
„Parallel dazu habe ich die Zusage für einen Studienplatz im Bachelorstudiengang Betriebswirtschaft an der FH Salzburg erhalten, wo ich ab Herbst berufsbegleitend studieren werde“, freut sich die 26-Jährige.
Auch Aichner ist Studienanfänger und hat über berufliche Qualifikationen und Zusatzprüfungen den Weg ins Studium gefunden. Nach seiner Lehre im Einzelhandel war er acht Jahre lang berufstätig. Im Zuge einer beruflichen Neuorientierung suchte der heute 23-Jährige eine Ausbildung, um sein Praxiswissen um Fachwissen zu ergänzen.
- Mit Berufserfahrung aus Tourismus und Hotellerie wagte Romy Webersinke den nächsten Karriereschritt: Über „fit4fh“ absolvierte sie die notwendigen Vorbereitungskurse und Zulassungsprüfungen für das Betriebswirtschaftsstudium an der FH Salzburg.
- Foto: Privat
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Am BFI Salzburg absolvierte er die Kurse für die Zusatzprüfungen und wird im Herbst 2026 ebenfalls das Bachelorstudium Betriebswirtschaft aufnehmen. Auch er hat sich für das berufsbegleitende Studienmodell entschieden und wird weiterhin im Unternehmen bleiben. „Natürlich wird es eine Umstellung sein, vom Vollzeitarbeiten auf Studium und Beruf gleichzeitig umzusteigen. Aber ich freue mich sehr auf diese Zeit und darauf, neue Leute kennenzulernen“, erzählt er.
Morgen, am Donnerstag, findet zudem ein Online-Infoabend zur Frage „Studieren ohne Matura“ von der FH Salzburg statt.
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