Verkehrsunfälle
Wildtiere - die unterschätzte Gefahr im Straßenverkehr

In Tirol sterben jährlich 1.360 Wildtiere im Straßenverkehr – das bedeutet auch, dass sich im Schnitt alle sieben Stunden ein Unfall mit einem Wildtier ereignet. Warnschilder für Wildwechsel werden häufig ignoriert.
  • In Tirol sterben jährlich 1.360 Wildtiere im Straßenverkehr – das bedeutet auch, dass sich im Schnitt alle sieben Stunden ein Unfall mit einem Wildtier ereignet. Warnschilder für Wildwechsel werden häufig ignoriert.
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  • hochgeladen von Sabine Knienieder

TIROL. In Tirol sterben jährlich 1.360 Wildtiere im Straßenverkehr – das bedeutet auch, dass sich im Schnitt alle sieben Stunden ein Unfall mit einem Wildtier ereignet. Warnschilder für Wildwechsel werden häufig ignoriert.

Im Herbst steigt die Gefahr für Wildunfälle

Gerade im Herbst, wenn die Sichtverhältnisse schlechter werden steigt auch das Risiko für Unfälle mit Wildtieren. Im vergangenen Jahr wurden in Tirol 22 Personen bei Unfällen mit Wildtieren verletzt. „Insgesamt ist die Zahl der Wildunfälle mit Personenschaden in den vergangenen fünf Jahren erfreulicherweise stetig gesunken. Im Jahr 2016 verunglückten österreichweit 90 Personen weniger als noch im Jahr 2012, das entspricht einem Rückgang von knapp 25 Prozent“, weiß man im österreichischen Versicherungsverband (VVO). In Tirol kommt es alle sieben Stunden zu einem Unfall mit Wildtieren. Rund 1.360 Wildtiere sterben im Straßenverkehr.

Wildwechselschilder werden oft ignoriert

In diesem Zusammenhang stellt das KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) fest, dass die Wildwechselschilder oft ignoriert werden. Die Geschwindigkeit wird nicht einer möglichen Gefahr angepasst und unterscheidet sich nicht von der auf anderen Strecken. Gerade in den frühen Morgenstunden sind Wildtiere am aktivsten. Dies zeigt auch die Unfallstatistik: Die meisten Unfälle ereignen sich in den Morgenstunden (zwischen 5 und 7 Uhr) sowie abends zwischen 20 und 23 Uhr.

„Zu den Wildwechselstunden sollte in Zonen mit häufigem Wildwechsel ganz besonders vorsichtig gefahren und die Geschwindigkeit entsprechend angepasst werden. Generell sollte das Gefahrenzeichen „Achtung Wildwechsel“ unbedingt ernst genommen und die Geschwindigkeit entsprechend angepasst werden“ (KFV)

Wildwechelschilder stehen an jenen Streckenabschnitten, an denen das Risiko eines Unfalls mit einem Wildtier deutlich erhöht ist. Bei Übergangsbereichen zwischen Wald und Feld ist das Risiko eines Wildunfalles beispielsweise besonders groß.

Richtiges Verhalten bei und nach dem Unfall

Was tun bei einem Wildtier-Unfall?
Ist ein Zusammenstoß mit einem Wildtier unvermeidlich, sollte stark gebremst werden. Das Lenkrad muss dabei gut festgehalten werden. Bei richtiger Reaktion bleibt die Verletzungsgefahr für die Autoinsassen geringer. Ausweichmanöver sind nicht zu empfehlen, da diese meist riskanter sind als ein Zusammenstoß mit dem Tier.

Was tun nach einem Wildtier-Unfall?
Nach dem Unfall muss die Unfallstelle sofort abgesichert werden. Im Anschluss muss die Exekutive verständigt werden. Meldet man den Unfall nicht, macht man sich strafbar. Bei einem Wildschaden besteht nach §4 Abs. 5 der Straßenverkehrsordnung unverzügliche Verständigungspflicht. Getötete Wildtiere dürfen niemals mitgenommen werden, auch nicht zu einem Tierarzt. Bei einer korrekten Meldung des Unfalls wird bei Bedarf der r zuständige Jagdaufseher hinzugezogen.

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