Bewegungsdaten gesucht
So plant Tirol die Mobilität von morgen – deine Daten helfen
- Alltagsmobilität in Tirol: Viele Wege werden bereits zu Fuß, mit dem Rad oder den Öffis zurückgelegt.
- Foto: Barbara Fluckinger
- hochgeladen von René Rebeiz
Zu Fuß zum Bahnhof, mit dem Zug in die Schule und am Nachmittag mit dem Rad zum Training – oder doch mit dem Auto zum Kindergarten und weiter zur Arbeit: Die täglichen Wege in Tirol sind vielfältig. Um ein genaues Bild davon zu bekommen, wie sich die Bevölkerung fortbewegt, startet das Land Tirol erneut eine umfassende Mobilitätsbefragung. 3.000 Haushalte werden befragt.
TIROL. In den kommenden Wochen erhalten 3.000 zufällig ausgewählte Haushalte in allen Bezirken Post vom Land Tirol. Mithilfe eines anonymen Fragebogens wird erhoben, wie Menschen an einem Werktag unterwegs sind. Die letzte derartige Befragung fand im Frühjahr 2022 statt und ermöglicht nun einen direkten Vergleich der Daten.
Trend zu umweltfreundlicher Mobilität
Die Ergebnisse aus dem Jahr 2022 zeigen eine positive Entwicklung: 48 Prozent der Alltagswege wurden dem sogenannten Umweltverbund zugerechnet, also dem öffentlichen Verkehr, dem Radfahren, Scooterfahren und dem Zufußgehen. Das entspricht einem Plus von fünf Prozent im Vergleich zu 2011. Auch die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel stieg – jeder sechste Weg wurde damit zurückgelegt. Gleichzeitig ging der motorisierte Individualverkehr um fünf Prozent zurück, lag aber weiterhin bei 52 Prozent. Besonders in Innsbruck zeigte sich ein deutlich stärkerer Trend hin zu umweltfreundlichen Verkehrsmitteln. Mobilitätslandesrat René Zumtobel verweist darauf, dass vor allem der Ausbau von öffentlichen Verkehrsmitteln und Radinfrastruktur sowie der Trend zur E-Mobilität künftig eine wichtige Rolle spielen könnten.
- Mobilitätslandesrat René Zumtobel setzt auf die neue Befragung als wichtige Grundlage für künftige Verkehrsplanung.
- Foto: Land Tirol/Steinlechner
- hochgeladen von René Rebeiz
Grundlage für zukünftige Planung
Die erhobenen Daten dienen dazu, Verbesserungspotenziale in den Bezirken zu erkennen und gezielte Maßnahmen zu setzen – etwa beim Ausbau von Radwegen oder beim öffentlichen Verkehrsangebot. Die Ergebnisse der aktuellen Befragung sollen Anfang 2027 präsentiert werden.
Wer und was wird erhoben
In jedem angeschriebenen Haushalt soll jene Person ab sechs Jahren teilnehmen, die als Nächstes Geburtstag hat. So werden alle Altersgruppen berücksichtigt. Neben dem konkreten Mobilitätsverhalten werden auch Rahmenbedingungen erhoben, etwa Alter, Beruf, Homeoffice-Anteil oder Betreuungspflichten. Ebenso wird abgefragt, welche Verkehrsmittel im Haushalt vorhanden sind, ob ein Führerschein besteht oder wie gut der öffentliche Verkehr erreichbar ist.
Appell zur Teilnahme
Die Verantwortlichen hoffen auf eine hohe Beteiligung. Die Ergebnisse sollen zeigen, ob die Maßnahmen der vergangenen Jahre Wirkung zeigen und wo weiterer Handlungsbedarf besteht – etwa beim Ausbau des öffentlichen Verkehrs oder bei neuen Mobilitätsinitiativen.
Weitere Informationen zur Befragung sind unter www.tirol.gv.at/mobil2026 verfügbar.
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