Der Hund g'hört an die Leine

Vorbildlich: Carmen Schubert führt ihren süßen Levi an der Leine – im Bild mit Freundin Caroline Mohnl.
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  • Vorbildlich: Carmen Schubert führt ihren süßen Levi an der Leine – im Bild mit Freundin Caroline Mohnl.
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BEZIRK TULLN. Ob in der Stadt, am Radweg im Wald oder am Bach: In der warmen Jahreszeit kommt es besonders oft zu Begegnungen zwischen Passanten, Autofahrern, Sportlern, Kindern und Hunden. Nicht immer verlaufen diese Begegnungen reibungslos. Denn während sich der Großteil der Hundehalter an die gültigen Regeln hält, gibt es immer mehr "Rebellen", die nichts von Leinenpflicht oder Beißkorb halten. Ein Lokalaugenschein.
"Ich finde es ungut, wenn ich mit den Kindern unterwegs bin und ein Hund herschnauzelt", sagt Sonja, die gemütlich am Spielplatz an der Donaulände sitzt. Hermi hat beobachtet, dass "eine Frau mit dem Radl gefahren ist und ihren Hund frei laufen ließ. Aber das war das einzige Mal", erzählt sie. Karin Kuhn, Chefin der NÖ Rettungshunde mit Sitz in Sieghartskirchen ist überzeugt, dass "das Zusammenleben mit Hund eine Bereicherung und eine hervorragende Erfahrung fürs Leben ist". Dazu müsse sich jedoch der Hundebesitzer klar sein, dass der Vierbeiner Erziehung und Beschäftigung braucht: "Der Hund ist kein kleiner Mensch im Pelzmantel".

Maulkorb oder Leine

Im Ortsbereich müssen Hunde an der Leine geführt werden oder einen Beißkorb tragen. Aber das wird oft ignoriert, "in den vergangenen drei Monaten wurden 55 Anzeigen erstattet, weil Hunde 'herrenlos' im Bezirk unterwegs waren, informiert Christoph Hradil von der Polizeiinspektion Tulln. Auch in Streithofen war dies der Fall, wie Bezirksjägermeister Alfred Schwanzer mitteilt, dass ein schwer verletztes Reh entdeckt wurde. "Dem armen Tier wurde das Gesäuge herausgerissen und der Rücken sowie die Hinterläufe schwer verletzt, was darauf hinweist, dass es ein oder mehrere große Hunde gerissen haben. Ein oder zwei Kitz, die wir leider nicht gefunden haben, sind wahrscheinlich verhungert". Daher sollten Hundebesitzer ihre Tiere – auch im Wald, auf der Forststraße an der Leine führen. Und daran hält sich Carmen Schubert, die gemeinsam mit Caroline Mohnl und ihrem angeleinten Levi über den Tullner Hauptplatz spaziert.

Zur Sache:
Im Bezirk Tulln sind 6.800 Hunde registriert. In der Stadt gibt es zwei Hundezonen und 120 Spender mit gratis Gassi-Sackerln. 50 Euro kostet es, wenn Exkremente nicht entsorgt werden.

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