Die Polizei klärt auf
Die Zusammenarbeit macht uns sehr stark

Bezirkspolizeikommandantin Sonja Fiegl dankt allen Beteiligten, die bei diesem Einsatz zusammengeholfen haben.
  • Bezirkspolizeikommandantin Sonja Fiegl dankt allen Beteiligten, die bei diesem Einsatz zusammengeholfen haben.
  • Foto: Marlene Trenker
  • hochgeladen von Marlene Trenker

Durch gelungene Kooperation gelangte ergaunertes Geld wieder zu seinem ursprünglichen Besitzer.

BEZIRK TULLN. "Ihre Tochter hatte einen Unfall. An beiden Autos ist Totalschaden entstanden, wenn sie einen Betrag von über 70.000 Euro überliefern dann kommt sie nicht ins Gefängnis", so lauteten die drohenden Worte, als ein Pensionist aus dem Bezirk Tulln einen Anruf erhielt. Tatsächlich war seiner Tochter nichts passiert und es handelte sich um Betrüger, die sich Geld erschleichen wollten. Die Geschichte nahm ein Happy End, wie es dazu kam, könnte aber auch aus der Feder eines Drehbuchautors stammen.

Betrüger am Telefon

Es läutet das Telefon, eine Stimme erklingt, die hochprofessionell über den Unfall der Tochter spricht. Ein Porsche wurde dabei zu Schrott gefahren, der Pensionist möge sich umgehend zur Bank begeben und das Geld abheben. Der Anruf wirkte insofern authentisch als im Hintergrund eine weinende Frauenstimme zu hören war. Schließlich kam es zur Übergabe des Geldes vor Ort. Der Täter reiste mit einem Auto von "Taxi Berger" an. Bei der Übergabe merkte der Mittelsmann an, dass der Betrag nicht ausreiche. Also ging es nochmal zur Bank. Der geforderte Betrag konnte nicht mehr behoben werden. Bei der Anweisung einfach zu nehmen was da ist, wurde dann auch die Bankangestellte stutzig. Mittlerweile wurden dann auch Sohn und Schwiegersohn, der selbst Polizist ist, zu Rate gezogen.

Mit Taxi weitergefahren

Längst war der Täter wieder mit Taxi samt dem Geldbetrag Richtung Wien unterwegs. Gemeinsam versuchten die Geschädigten den Fall zu rekonstruieren. Über Bekannte wurde herausgefunden, in welchem Auto und mit welchem Kennzeichen der Betrüger unterwegs war. "Nachdem wir die Informationen hatten habe ich die Klosterneuburger Kollegen über Funkstreife kontaktiert", sagt Gerhard Jamöck. Alle Streifen gingen raus und auf der Kierlinger Straße war das gesuchte Fahrzeug auf einmal da. Das Polizeiauto schob sich vor und brachte das Taxi zum anhalten. Im hinteren Bereich des Fahrzeugs war auch schon der Täter und das erbeutete Geld.

Gute Kommunikation

"Hier hat Zufall aber auch gute Zusammenarbeit mitgespielt", ist Bezirkspolizeikommandantin Sonja Fiegl stolz auf die Arbeit der Beteiligten und betont abermals wie wichtig die Sensibilisierung bei diesem Thema ist. "Das betrifft auch die Banken", so die Kommandantin. Der Täter, der jedoch nicht der Kopf der Bande ist, wurde in der Zwischenzeit zu 21 Monaten Haft verurteilt.

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