Judenau-Baumgarten
Mieterin vermutet Bereicherung

Hand drauf, der Kaufpreis ist "utopisch".
  • Hand drauf, der Kaufpreis ist "utopisch".
  • Foto: Karin Zeiler / Bezirksblätter NÖ
  • hochgeladen von Karin Zeiler

Alleinerziehende Juristin leitet gegen Eigentümer rechtliche Schritte ein

JUDENAU-BAUMGARTEN. Sie ist alleinerziehende Mutter, arbeitet vierzig Stunden und hat berufsbeleitend ein Jus-Studium in Mindestzeit abgeschlossen. Und trotzdem ist sie momentan nicht glücklich, das Lachen ist ihr vergangen: Denn, der Vermieter des Einfamilienhauses, das sie eigentlich kaufen wollte, wird sie per Ende des Jahres vor die Tür setzen. Ein (Eigentums-)Traum zerplatzt und würde, wenn sich die Causa nicht ins Gute wendet, sie zudem in den finanziellen Ruin stürzen.

Betrag ist "utopisch"

Sonja hat dem ehemaligen Mieter des 130 m² großen Hauses die bisher bezahlten Mieten abgelöst, ist in dessen Miet-Kauf-Optionsvertrag eingestiegen und hat damit gerechnet, dass sie bald im Grundbuch ihres Einfamilienhauses steht. Doch, das Leben ist kein Wunschkonzert, musste sie kürzlich schmerzvoll erfahren.
Ihrer Meinung nach sei der "Rausschmiss" reines Kalkül:

"Wahrscheinlich hat der Eigentümer einen Käufer gefunden, der mehr bezahlen würde".

Natürlich habe ihr der Eigentümer, in dem Fall Richard Köckeis, ein Angebot gemacht, aber sie muss ablehnen, denn, "das ist total utopisch" spricht sie den Preis an. Die Juristin gibt nicht auf, hat sich an die Bezirksblätter gewendet und gleichzeitig einen Rechtsanwalt mit der Causa betraut. Aus dessen Sicht besteht der Verdacht eines rechtswidrigen Verhaltens zum Zweck der unrechtmäßigen Bereicherung durch den Versuch, die verbindliche Optionsvereinbarung zu umgehen und einen weit höheren Kaufpreis zu erhaschen. Köckeis selbst meint gegenüber den Tullner Bezirksblättern, dass es sich um "einen normalen Mietvertrag mit Kündigungsrecht handelt, von dem er jetzt Gebrauch macht". Welche Ablöse die Mutter an den Vormieter bezahlt habe, gehe ihn nichts an: "Ich weiß nicht, was die beiden vereinbart haben. Zum Vorwurf der Bereicherung meint der Unternehmer:

"Bereichern kann ich mich nur, wenn ich Geld bekomme und das habe ich nicht erhalten".

Für Sonja steht jedenfalls fest, dass sie ihren Traum vom Haus nicht aufgeben möchte, wenn dies jedoch fehlschlägt, dann "muss ich mir schon jetzt überlegen, wo ich den Weihnachtsbaum aufstellen werde zu Weihnachten".

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