Von "Kaisermühlen" nach Tulln

Selten ist Arthur Lauber nur noch am Klavier – zum Leidwesen von Gattin Christina.
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TULLN / NÖ. "Da ist schon der Notenschlüssel drauf", stellt Arthur Lauber überrascht fest, als er die Schallplatte mit dem Titel "Es ist Zeit" in Händen hielt. Wobei er ja nur zeigen wollte, was er als österreichischer Komponist, Musiker und Produzent alles geschaffen hat. Woher er sich die Inspiration holt, welches (einzige) Haustier er besitzt und welches Thema er aufgreifen will, erzählte er bei einem Besuch der Bezirksblätter.

Lebenswunsch realisiert

Erst kürzlich lud das Hilfswerk NÖ unter Präsidentin Michaela Hinterholzer zur Präsentation des Bilder-Hörbuches namens "Bakabu", das zur sprachlichen Frühförderung beiträgt. Auch daher ist das Buch bereits in den NÖ Landeskindergärten im Einsatz, wie die zuständige Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister informierte. Die Musik dazu stammt von Arthur Lauber, der damit ein Herzensprojekt realisieren konnte. Bereits während seines Studiums sei die Idee immer wieder aufgeflammt, zu einem Abschluss kam sie aber nie. Umso mehr freut es ihn, dass der Ohrwurm Bakabu – apropos das einzige Haustier, das bei den Laubers wohnt – jetzt Kindern beim Sprache erlernen hilft.

Rhythmus in Wiege gelegt

Reinhard Schwabenitzky (österr. Regisseur) ist ein langjähriger Freund von Lauber. Gemeinsam mit Andi Radovan hat er (Lauber) – nachdem er das Drehbuch von Kaisermühlen-Blues gelesen hat – etwas vorgespielt, was schlussendlich 56 Folgen lang angehalten hat. Mit einem dreifachen Ja und einem "das wollen wir" bekamen die beiden den Auftrag, die Filmmusik für die legendäre Serie zu komponieren. Gefühlt hat er sich dabei gut, gehobene Unterhaltungsmusik wollte der heute 74-Jährige machen und "weg vom strengen Diktat der klassischen Musik" kommen. Das sensible Gehör, die Kreativität und der Rhythmus wurden dem gebürtigen Wiener in die Wiege gelegt, nachdem er das Drehbuch des Kaisermühlen-Blues gelesen hat, hatte er die Musik schnell im Kopf. Der aktive Einstieg mit der Watschn und dem "Au" in Kombination mit liebevollen Accessoires und dem versteckten Thema des dritten Mannes wurden hier eingebaut. Dies erlernte Lauber im Kabarett.

"Der Lauber muss her"

Tatsächlich hat der Wahl-Tullner aber viel mehr gemacht: Für die Fernsehserien Parole Chicago (1979), Dolce Vita & Co (2001) sowie für Universum: Natur im Garten (2002) zeichnet er für die Musik verantwortlich. Aber auch aus der Kabarettszene war er nicht wegzudenken. Wenn man nicht weiter wusste, hieß es ganz einfach, dass "der Lauber her muss". Ab und an hat er sich erlaubt, Texte zu verändern, was zu heftigen Disputen führte. Doch nach der Aufführung war "wirklich immer alles gut". Ein Lied für Tulln? "Könnte man schon mal überlegen ... die Stadt des Miteinander ... ausschließen würde er das nicht.

In Würde sterben

Das Projekt Bakabu kann man als abgeschlossen bezeichnen, doch was kommt jetzt? "Man nähert sich dem Tod an", sagt er und zitiert Konstantin Wecker: "Vor dem Tod sein habe ich keine Angst, nur vor dem Sterben". Engagieren will sich Lauber ehrenamtlich, eventuell auf der Palliativstation. In Würde zu gehen, das ist ihm ein Anliegen, auch wenn dies ein schwieriges Thema in der katholischen Kirche sei. Ob er auch dazu eine Musik im Kopf hat, wissen wir nicht, eins steht jedoch fest, Arthur und Christina Lauber genießen ihr Leben in vollen Zügen, freuen sich über den Besuch des Enkerls und werden weiterhin ihren Hobbys, dem Radfahren und dem "neugierig auf Neues sein" nachgehen. So auch im Winter, wo sie zwei Monate auf Gran Canaria verbringen, um dem kalten Wetter zu entfliehen.

Zur Person:
Arthur Lauber wurde am 2. März 1944 in Wien geboren, er ist österreichischer Komponist, Musiker und Produzent. Er ist verheiratet, hat einen Sohn und eine Enkeltochter. Seine Hobbys sind Radfahren, neugierig auf Neues sein und sein Lieblingsurlaubsziel ist die Toscana. Zu seinen Werken zählen (Kinder-)Musicals, Theaterproduktionen und Film- und Fernsehmusiken.

Autor:

Karin Zeiler aus Tulln

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