Workshop Frauen in Verantwortung
Expertinnen zeigen – Macht-Kompetenz lässt sich lernen
- Stefanie Jirgal.
- Foto: Ursula Schmitz
- hochgeladen von Victoria Edlinger
Mut zur Macht: Warum Frauen in Verantwortung Einfluss nicht scheuen sollten -Gestaltungsmacht lässt sich lernen. Davon profitieren vor allem Frauen in Verantwortung.
BEZIRK. Wenn derzeit von Macht die Rede ist, geht es meist um ihren Missbrauch. Die Tullner Wirtschaftsmediatorin Stefanie Jirgal plädiert für einen anderen Blick. Für sie ist Macht vor allem die Fähigkeit, etwas zu bewegen: im Unternehmen, in der Gemeinde, im Verein. „Wer Macht nur mit Missbrauch verbindet, überlässt sie jenen, die sie missbrauchen“, sagt Jirgal. Sie begleitet seit über 15 Jahren Teams, Führungskräfte und Gemeinden. Dabei erlebt sie oft, dass gerade kompetente Frauen sich zurücknehmen, wenn es ums Durchsetzen geht.
Eine Erklärung dafür liefert die Wiener Machtanalytikerin Christine Bauer-Jelinek mit ihrer „Grammatik der Macht“. Sie unterscheidet zwei Sprachen. Die Ergebnissprache zielt auf Positionen und Entscheidungen, die Beziehungssprache auf Verständigung und Harmonie. In vielen Führungsetagen und Gremien zählt vor allem die Ergebnissprache. Wer anders spricht, wird leicht überhört, auch mit guten Argumenten. Für Bauer-Jelinek ist das kein Persönlichkeitsmangel, sondern eine Frage der Sprachkenntnis. Macht-Kompetenz© lasse sich lernen wie eine Fremdsprache.
- Das Berghotel Tulbingerkogel.
- Foto: Linda Bläuel-Fertl / Berghotel Tublingerkogel
- hochgeladen von Victoria Edlinger
„Gute Projekte setzen sich nicht von allein durch“, betont Jirgal. „Es braucht Menschen, die bereit sind, Einfluss zu nehmen, und die wissen, wie das geht.“
In einem gemeinsamen Workshop geben die beiden Expertinnen dieses Wissen an Frauen in verantwortungsvollen Positionen weiter, von Führungskräften und Unternehmerinnen bis zu Gemeindepolitikerinnen. Er findet am 3. November im Berghotel Tulbingerkogel statt. Es gibt noch wenige Restplätze.
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