Neues Forschungszentrum in Tulln stellt Arbeit vor

Landesrätin Petra Bohuslav mit Stephen Webb von der RTDS Group, die die Industrie- und Forschungspartner koordiniert.
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TULLN. "Ich bin sehr stolz, dass wir diese zwei Projekte hier in Niederösterreich haben", freute sich Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav am Mittwoch vor Forschern und Industrievertretern im Universitäts- und Forschungszentrum Tulln (UFT).
Hier befindet sich das Austrian Biorefinery Center Tulln (ABCT), ein neu geschaffenes Zentrum der angewandten Grundlagenforschung. Warum ausgerechnet in der Rosenstadt? "Weil Tulln eine einzigartige Konzentration wissenschaftlicher Expertise zu bieten hat", begründet Leiter Thomas Rosenau.

Neue Binde- und Düngemittel

Das sogenannte Bio-Based Industries Joint Undertaking (BBI-JU), das die Innovationen hervorbringt, ist eine mit 3,7 Milliarden Euro dotierte Public-Private Partnerschaft zwischen EU und Industrie. Ziel ist die Entwicklung neuer Bioraffinerietechnologien zur nachhaltigen Umwandlung erneuerbarer Ressourcen in biobasierte Produkte, Materialien und Treibstoffe.
In den zwei neuen BBI Projekten "SUSBIND" und "SUSFERT" kommen wichtige niederösterreichische Industrie- und Forschungspartner - wie etwa BOKU, Agrana und Egger - zusammen, koordiniert von der RTDS Group. Ziel der Projekte ist es einerseits Bindemittel für Holzwerkstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen zu entwickeln, andererseits Düngemittel basierend auf nützlichen Mikroorganismen und diversen Restströmen zu schaffen.

Zu den Projekten

"SUSFERT" sind nachhaltige, multifunktionale Düngemittel für die Versorgung von Pflanzen mit Phosphaten und Eisen. Eines der Ziele ist die Verringerung der Boden- und Wasserverschmutzung.
"SUSBIND" sind nachhaltige Klebstoffe für Spanplatten. Die Ergebnisse sollen nicht nur einen positiven Beitrag zum Klimawandel leisten, sondern auch die europäische Möbelindustrie mit einer kosteneffizienten, biobasierten Alternative zu formaldehydbasierten Bindemitteln stärken, um so einen "grünen" Wettbewerbsvorteil gegenüber billigeren, importierten Produkten vorweisen zu können.

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