24.09.2014, 14:17 Uhr

Brandprozess abermals vertagt

Detaillierte Fragen zum Einsatz eines Brandverstärkers kamen unter anderem von Staatsanwältin Kathrin Bauer. (Foto: Probst)

Felser Kirchenwirt: Kein Urteil am St. Pöltener Landesgericht

FELS AM WAGRAM / ST. PÖLTEN (ip). Zur Einvernahme von zwei weiteren Zeugen wurde der St. Pöltner Prozess gegen ein Wirtepaar, das im Verdacht steht, sein Gasthaus im Bezirk Tulln in der Nacht zum 13. März 2013 selbst in Brand gesteckt zu haben, abermals vertagt.
Im Mittelpunkt des Prozesses standen zuletzt die Aussage eines Beamten, der mit seinem Brandmittelspürhund nach Brandverstärkern suchte, sowie die Ausführungen eines Versicherungsvertreters. Dieser gab bekannt, dass im Falle eines Wiederaufbaues des Betriebes, auch an einem anderen Standort, eine Summe in Höhe von 953.000 Euro an die Wirtin auszuzahlen sei, andernfalls ginge es um eine Ablöse in Höhe von 250.000 Euro – beide Male vorausgesetzt, dass das Paar nicht selbst für den Brand verantwortlich ist.

Alkohol für Hundeschnauze nicht wahrnehmbar

Detaillierte Fragen zum Einsatz eines Brandverstärkers kamen unter anderem von Staatsanwältin Kathrin Bauer. Der ermittelnde Beamte, der nach dem Brand mit seinem Hund mehrmals die Räumlichkeiten im Erdgeschoß, sowie Schuppen und Hof in Augenschein genommen hatte, bestätigte, dass das Tier keinen Brandbeschleuniger wahrgenommen habe. „Entweder es wurde nichts verwendet“, meinte er oder es habe sich eventuell um Alkohol gehandelt, der für den Hund nicht wahrnehmbar sei. Der Einsatz des Spürhundes sei aber der erste von insgesamt drei Bränden im Bezirk an diesem Tag gewesen, sodass man auch nicht von einer Ermüdung des Tieres ausgehen könne.

Hier geht's zu weiteren Artikeln:

Großbrand in Fels: Brandermittler im Einsatz, vom 13. März 2013

Vermutung: Wirtepaar soll Brand gelegt haben, vom 1. August 2013

Landesgericht: Wirtepaar wegen Brandstiftung vor Gericht, vom 14. November 2013

Brandstiftung oder nicht? Prozess vertagt, 30. Juli 2014

Kirchenwirt wird zwangsversteigert, vom 10. September 2014
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Anton Gsandtner aus Tulln | 29.09.2014 | 13:04   Melden
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