27.10.2016, 06:55 Uhr

Gemeinden sind Innovationsmotoren

2. Reihe: UGR Ing. Harald Sattmann (St. Andrä Wördern), UGR Manfred Bichler (Zwentendorf), UGR Leopold Spitzbart (Klosterneuburg), UGR Günther Fischer (Langenrohr), E&UGR Christian Ruprechter (Würmla), Manfred Kratschmar (Würmla), UGR KR Heinz Knoll (Tulbing) 1. Reihe: Regionsleiter NÖ-Mitte Martin Ruhrhofer, BA (eNu), LAbg. Doris Schmiedl, Christina Eireiner (Tulbing), Geschäftsführer Dr. Herbert Greisberger (Energie- und Umweltagentur NÖ), UGR Ing. Ricarda Öllerer, MSc (Sitzenberg-Reidling) (Foto: Preinknoll, Energie- und Umweltagentur NÖ)
BEZIRK TULLN (red). Trends und Entwicklungen im Bereich der e-Mobilität standen im Fokus der GEMEINDE.Umwelt.INNOVATIONS.Foren. 60 Gemeindevertreter aus der Region NÖ Mitte nutzten die Gelegenheit und informierten sich beim Forum der Energie- und Umweltagentur NÖ in Gerersdorf über Handlungsmöglichkeiten und Beratungsangebote.
Nach dem Etappensieg „100 Prozent Strom aus erneuerbaren Energien“ will das Land NÖ die Abhängigkeit von Energieimporten weiter reduzieren. Dabei kommt der Elektromobilität eine wichtige Rolle zu: Bis 2020 sollen 50.000 Fahrzeuge in Niederösterreich elektrisch unterwegs sein und somit einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Der Kurs stimmt: in den vergangenen zwei Jahren hat sich die Anzahl der e-Autos auf Niederösterreichs Straßen verdreifacht. „Das Land Niederösterreich bietet durch attraktive Förderungen und dank einer rasch wachsenden Ladeinfrastruktur sehr gute Voraussetzungen für die Elektromobilität“, so Energielandesrat Stephan Pernkopf.

Herausragende Projekte

„Die Gemeinden sind unsere wichtigsten Verbündeten im Kampf gegen den Klimawandel. Sie nehmen eine wichtige Vorreiterrolle ein und sind im wahrsten Sinne des Wortes Innovationstreiber. Mit den Umwelt.Innovations.Foren möchten wir Entwicklungen und Trends für Gemeinden aber auch herausragende Projekte, die bereits von Gemeinden umgesetzt wurden vor den Vorhang holen“, betont Herbert Greisberger, Geschäftsführer der Energie- und Umweltagentur NÖ. „Um die Gemeinden bei der Umsetzung von e-Mobilitätsprojekten zu unterstützen bietet die Energie- und Umweltagentur NÖ abgestimmte Service- und Beratungsangebote an, die von der konkreten Förderberatung über die Unterstützung bei der Umsetzung von e-Carsharingprojekten bis hin zur Beratung bei der Umstellung des Fuhrparks auf e-Mobilität und die Bereitstellung von e-Fahrzeugen für Testaktionen reichen“, ergänzt Regionsleiter NÖ-Mitte der Energie- und Umweltagentur NÖ Martin Ruhrhofer.

E-Auto liefert Essen auf Räder

„Rund 40 Gemeinden in Niederösterreich setzen bereits auf e-Mobilität im eigenen Fuhrpark und in über 50 Gemeinden wurden 60 e-Carsharingprojekte erfolgreich umgesetzt. Die Region NÖ Mitte zählt zu den engagiertesten“, unterstreicht Landtagsabgeordnete Doris Schmiedl. 3 Projekte wurden im Rahmen der GEMEINDE.Umwelt.INNOVATIONS.Foren vorgestellt: Die Gemeinde Gerersdorf setzt seit 2014 auf einen e-Kastenwagen für den Bauhof. Ebenfalls einen Renault Kangoo im Einsatz hat die Gemeinde Zwentendorf, die das e-Auto jedoch für die Ausfuhr des „Essen auf Räder“ verwendet. Vorgestellt wurde auch das mehrfach prämierte e-Carsharingprojekt aus Eichgraben. Die Mitglieder des e-Carsharingvereins haben einen Fahrtendienst innerhalb der Gemeinde eingerichtet, wodurch ein zusätzliches Mobilitätsangebot geschaffen werden konnte.

Ausstellung von e-Zusatzgeräten und e-Fahrzeugen

Über 60 GemeindevertreterInnen konnten im Vorfeld e-Nutzfahrzeuge probefahren und sich mit Kollegen anderer Gemeinden austauschen. Zusätzlich gab es die Möglichkeit Elektrozusatzgeräte wie e-Motorsägen und e-Laubsauger vor Ort auszutesten.
Alle Vorträge des GEMEINDE.Umwelt.INNOVATIONS.Forums zum Nachlesen finden Sie hier.
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