16.11.2016, 19:16 Uhr

Lösshof gewinnt Klimaschutzpreis 2016

Der österreichische Klimaschutzpreis 2016, Projekt: Lösshof. Kat: Gemeinden und Regionen. Im Bild von links: Andrä Rupprechter, Elisabeth Mehofer, Christoph Mehofer, Alexander Wrabetz, Sabine Ladstätter, Gerhard Enzenberger. (Foto: ©ORF/Thomas Jantzen)

Umweltminister Andrä Rupprechter und ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz zeichneten die besten Klimaschutzprojekte aus.

GROSSRIEDENTHAL / WIEN (red). „Der Klimaschutzpreis zeigt eindrucksvoll, dass viele Menschen, Betriebe und Gemeinden bereits wichtige Beiträge für eine klimafreundlichere Zukunft leisten. Jede und jeder Einzelne kann maßgeblich zum Klimaschutz beitragen – sei es im privaten Umfeld oder auf lokaler Ebene, in der Landwirtschaft genauso wie bei einem Gewerbetrieb oder in einem internationalen Großunternehmen. Ich gratuliere den Gewinnerinnen und Gewinnern sowie den Nominierten herzlich. Mit ihren innovativen Ideen und ihrem unermüdlichen Engagement sind sie wichtige Vorbilder – und motivieren viele Menschen, ihrem Beispiel zu folgen. Dafür möchte ich mich an dieser Stelle herzlich bedanken“, erklärte Umweltminister Andrä Rupprechter anlässlich der Verleihung des Österreichischen Klimaschutzpreises 2016.
In der Kategorie "Gemeinden & Regionen" hat der Großriedenthaler Lösshof den Österreichischen Klimaschutzpreis 2016 gewonnen – und zwar aus 173 Einreichungen.

Wertvolle Umweltinitiative

ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz betonte: „Dass wir mit dem Österreichischen Klimaschutzpreis bereits in Runde neun sind, zeigt, wie gut er von den Zuseherinnen und Zusehern des ORF als wertvolle Umweltinitiative angenommen wird. Auch die aktuellen Zahlen verdeutlichen das Potenzial des ORF, relevante Zukunftsthemen auf die Agenda zu setzen: Sieben von zehn Österreicherinnen und Österreichern sind an Umweltschutz interessiert und 90 Prozent finden es sehr positiv, dass sich der ORF dem Thema widmet. Ich bedanke mich bei allen beteiligten Akteuren, die den Klimaschutzpreis jedes Jahr aufs Neue zum wichtigsten Umweltpreis Österreichs machen. Den Gewinnerinnen und Gewinnern des Österreichischen Klimaschutzpreises 2016 gratuliere ich herzlich.“
Der Lösshof – ein Vorzeigebeispiel für nachhaltige Revitalisierung
Ortszentren mit leerstehenden, verfallen Häusern, neue Siedlungen mit großem Flächenverbrauch am Ortsrand und dadurch bedingt ein starker Individualverkehr – dieses Bild bietet sich in vielen Regionen. In Großriedenthal in Niederösterreich zeigt der

Ökologische Standards

Energieberater Christoph Mehofer mit der Revitalisierung des Lösshofs wie es auch anders geht: Er hat eine große Wirtschaftseinheit, die sich im Ortszentrum befindet, unter Beachtung hoher ökologischer Standards renoviert und ausbaut. Mit mehreren flexibel nutzbaren Wohneinheiten, einem Gästehaus und einem Wirtshaus bietet der Lösshof heute Wohnraum und Arbeitsplätze. Ein eigenes Nahwärmenetz versorgt umliegende Gebäude mit Wärme aus Hackschnitzeln, drei Photovoltaikanlagen liefern Strom. Zum ökologischen Gesamtkonzept gehört natürlich auch die Mobilität. Hier setzen die BewohnerInnen neben ihren Füssen und dem Fahrrad vor allem auf Elektromobilität: E-Bikes mit Anhnängern, ein Elektro-Klein-Lkw und ein Elektroauto.
Jury nominierte – das Publikum wählte
Aus 173 eingereichten Projekten wählte eine Fachjury 16 Projekte aus, die sich der Publikumswertung stellten. In der Kategorie „Unternehmen Energiewende“ wurde der Gewinner ausschließlich von der Jury bestimmt. Die Stimmabgabe für das Lieblingsprojekt erfolgte über Telefon, Website und Facebook. Mehr als 33.000 gültige Stimmen zeigen das große Interesse am aktiven Klimaschutz.
Bei der Verleihung am 14. November in der Siemens City Vienna – vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft und ORF ausgerichtet und von Claudia Reiterer moderiert – erhielten die SiegerInnen Urkunden und Klimaschutzpreis-Statuetten „Bella Terra“, welche vom österreichischen Künstler Thomas Stimm gefertigt wurde.

Highlights der Gala im ORF

Der ORF präsentiert die Höhepunkte der Preisverleihung in einer Sonderausgabe von „heute konkret“ am Donnerstag, dem 17. November, um 22:55 Uhr in ORF 2. ORF III zeigt die Highlights der Gala am Freitag, dem 18. November um 13:30 Uhr.
300 Gäste gratulierten und feierten mit den KlimaschützerInnen 2016
Über 300 Gäste aus Wirtschaft, Forschung, Politik, Kultur und Medien folgten der Einladung in die Siemens City Vienna und freuten sich mit den KlimaschützerInnen 2016. Für die musikalische Untermalung sorgten die Poxrucker Sisters. Als BotschafterInnen für den Klimaschutz gratulierten die Archäologin Sabine Ladstätter, die Schauspielerin Kristina Sprenger, die Autorin und Köchin Eva Rossmann, der Haubenkoch Manfred Buchinger, der Kabarettist Herbert Steinböck und der Generaldirektor der Siemens AG Wolfgang Hesoun.
Die Verleihung des Österreichischen Klimaschutzpreises 2016 wurde nach den Kriterien des Österreichischen Umweltzeichens für Green Meetings/Green Events ausgerichtet und fand zum sechsten Mal in Folge in der Siemens City Vienna statt. Mit der energiesparenden Gebäudetechnik steht die Unternehmenszentrale von Siemens Österreich für gelebten Klimaschutz und unterstreicht die Ausrichtung als verantwortungsvolles Technologieunternehmen.

Der Österreichische Klimaschutzpreis

Der Österreichische Klimaschutzpreis wird seit 2008 gemeinsam vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW) und dem ORF in Zusammenarbeit mit der Klimaschutzinitiative klimaaktiv und Partnern vergeben. In den vergangenen neun Jahren wurden insgesamt 2.700 Klimaprojekte eingereicht. Alle nominierten Projekte und die PreisträgerInnen werden auf www.klimaschutzpreis.at/erfolge vorgestellt.
Unterstützt wird der Österreichische Klimaschutzpreis in diesem Jahr von Siemens Österreich, von der Österreichischen Hagelversicherung, von Capatect Baustoffindustrie GmbH (Klimaschutzpreisträger 2013 für das Projekt „Wachsende Wärmedämmung für Fassaden aus österreichischem Hanf“), von der Saubermacher Dienstleistungs AG sowie vom News-Verlag.

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