Urfahr ist für den Winter gerüstet

Zu dieser Jahreszeit muss man als Autofahrer jederzeit mit winterlichen Fahrbahnverhältnissen rechnen.
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2017 war der Winterdienst bereits Mitte November im Einsatz. Auch heuer wurde schon ausgefahren.

URFAHR-UMGEBUNG (vom). Schön langsam hält auch in Urfahr-Umgebung der Winter Einzug. Bei den 31 Straßenmeistereien des Landes begann die Saison aber bereits in den Sommermonaten mit ersten Vorbereitungen. So wurden beispielsweise in 105 Silos und sechs Hallen rund 47.000 Tonnen Streusalz eingelagert.
Auch die Gemeinden haben vor dem Winter einiges zu tun. "Im Oktober starteten wir mit Vorarbeiten wie Schneestangen setzen und dem Befestigen der Schneefanggitter", sagt Adi Hinterhölzl, Bürgermeister in Eidenberg. Zum ersten richtigen Einsatz dieser Saison musste der Winterdienst am 19. November in den frühen Morgenstunden ausrücken. Beschwerden über unzureichende Schneeräumung auf den Gemeindestraßen gab es laut Hinterhölzl in den letzten Jahren kaum. "Wir haben einen hervorragenden Winterdienst. An Tagen mit extremem Schneefall ist es jedoch einfach nicht möglich, überall gleichzeitig zu sein – die Mühlviertler verstehen das meistens", so der Bürgermeister. Kommt es doch einmal zu einer Kritik, können die Mitarbeiter genau nachweisen, wann und wo sie geräumt haben.

Streusalz-Engpässe ausgeschlossen

Streusalz-Engpässe bei den Straßenmeistereien sind durch automatische Nachbestellungen nahezu ausgeschlossen. Alle Silos werden über ein hochentwickeltes Managementsystem gesteuert, damit nicht nur alle Befüllungen und Entnahmen überwacht und richtig verbucht werden, sondern auch automatisch Salz nachbestellt wird. "Der Winter auf unseren Straßen geht weit über die Salzstreuung hinaus. Winterdienst bedeutet mit den modernsten Techniken in die Zukunft zu schauen, um auf alles vorbereitet zu sein. Nur so kann auch bei schlechter Witterung die Verkehrssicherheit auf unserer Straßeninfrastruktur aufrechterhalten werden", erklärt Infrastruktur-Landesrat Günter Steinkellner.

Auto winterfit machen

Auch für die Autofahrer heißt es nun, ihr Fahrzeug winterfit zu machen. "Wer noch keine Winterreifen montiert hat, sollte das schnellstmöglich nachholen. Mit Glatteis muss man nämlich nicht nur bei klirrendem Frost rechnen. Auch bei Temperaturen oberhalb der Null-Grad-Grenze kann sich aufgrund des ausgekühlten Bodens Glatteis bilden", erklärt Stefan Neubauer vom ÖAMTC. Überaus gefährlich sei laut dem Experten gerade jetzt die unsichtbare Glätte durch gefrorenes Tauwasser.

Die Batterie checken

Aber nicht nur die Reifen, auch das Auto selbst sollte für die kalte Jahreszeit gerüstet sein. Die Batterie muss im Winter der Mehrbelastung durch zusätzliche Verbraucher wie Heizungsgebläse oder Heckscheibenheizung standhalten. Daher ist ein Check empfehlenswert. "Natürlich sollten auch die Beleuchtung und die Scheinwerfer funktionieren und optimal für die oft nebelige Zeit eingestellt sein", so Neubauer. Wichtig sei zudem die Kontrolle der Flüssigkeiten: Das Kühlsystem muss dicht und ausreichend frostsicher sein. "Empfehlenswert ist es, im Winter im Auto einen guten Eiskratzer, etwas Frostschutz für die Scheibenwaschanlage sowie eine kleine Schaufel mitzuführen und in der Handtasche oder in der Jackentasche ein Flascherl Türschlossenteiser dabeizuhaben", erklärt Neubauer.

Wetteraussichten für den Bezirk

Keine guten Nachrichten gibt es für Schneefans: Nach dem Neuschnee am Wochenbeginn in den höheren Lagen des Bezirks, beruhigt sich laut Experten von Blue Sky Wetteranalysen die Witterungslage wieder. "Das Wochenende verläuft wechselhaft mit leichten Plusgraden. Etwas Regen gibt es voraussichtlich in der Nacht von Freitag auf Samstag und auch in der Nacht von Samstag auf Sonntag. Tagsüber bleibt es meist trocken", weiß Wolfgang Traunmüller.
Die Chance auf weiße Weihnachten in Urfahr-Umgebung hängt laut Experten von der Seehöhe ab. "Statistisch liegt am Linzer Stadtrand und nahe der Donau die Chance nur bei 10 Prozent, im Bereich Bad Leonfelden/Kirchschlag hingegen bei 30 bis über 50 Prozent. Ein nachhaltiger Wintereinbruch ist bis Mitte Dezember derzeit nicht in Sicht", so Traunmüller. 

Zur Sache

• 550 Winterdienstmitarbeiter in den 31 Straßenmeistereien sorgen auf dem rund 6.000 Kilometer langen oberösterreichischen Landesstraßennetz für bestmögliche Fahrverhältnisse auf winterlichen Straßen.

• Der durchschnittliche Tagesverbrauch an Streusalz beträgt im langjährigen Schnitt rund 350 Tonnen, der bisher höchste Tagesverbrauch wurde aufgrund intensiven Eisregens mit 4.200 Tonnen am 31. Jänner 2017 verzeichnet.

• Der Winterdienst 2017/2018 verursachte Kosten in der Höhe von 25,2 Millionen Euro und es wurden 51.000 Tonnen Streusalz verbraucht.

• Zwischen 90 und 125 Winterdiensttage sind pro Winterdienstsaison zu verzeichnen.

• Der Winter hat in der Nacht von 18. November auf 19. November, erstmals ein kräftigeres Lebenszeichen gegeben. Seit Anfang Oktober wurden auf Landesstraßen bisher 920 Tonnen Streusalz verbraucht.

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