"Bei uns surft Santa Claus zu den Kindern"

Der Amerikaner Jared Huntington lebt seit zwei Jahren in Villach, Weihnachten ist für ihn und seine Frau dabei etwas ganz Besonderes
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  • hochgeladen von Julia Astner

VILLACH (aju). Seit zwei Jahren ist Jared Huntington in Villach. Hierher gezogen ist er wegen seines Berufs. Er arbeitet bei Infineon. In seiner Zeit in Kärnten hat er auch viele Bräuche erlebt und erzählt deshalb, was ihn am meisten verwundert und wie er Weihnachten in Amerika feiert.

Nach Thanksgiving

In Amerika beginnt die Weihnachtssaison eigentlich erst nach Thanksgiving. "Weihnachtsdekoration vor diesem Datum aufzuhängen ist eigentlich nicht üblich", sagt Huntington. Das ist auch die Zeit, an der die meisten ihre Weihnachtsbäume aufstellen. "Wir feiern allerdings keinen Nikolaus- oder Krampustag.
Die Hauptfeiertage sind der Weihnachtsabend und der erste Weihnachtsfeiertag", erklärt Huntington. Geschenke werden normalerweise am Weihnachtstag mit der Familie ausgetauscht. Der ganze Tag dreht sich dabei um Besuche bei Freuden und Familienmitgliedern und endet mit einem gemeinsamen Essen gegen vier am Abend.

Keks-Tag

In seiner Familie werden die Geschenke üblicherweise am Weihnachtsmorgen, also am 25. Dezember, ausgetauscht. "Wir haben in meiner Familie auch die Tradition eines Keks-Tages. An diesem Tag werden viele Stunden damit verbracht, Kekse zu backen, um diese dann den Nachbarn oder der Familie als Geschenk einige Tage vor Weihnachten zu bringen", sagt Huntington.

Santa am Surfbrett

Besonders lustig ist es bei ihm in Kalifornien, dass es, passend zur Gegend, einen surfenden Santa Claus gibt. In vielen Küstenstädten ist es deshalb eine besondere Veranstaltung, wenn Santa Claus auf dem Surfbrett kommt, um Süßigkeiten an die Kinder zu verteilen.

Der Krampus

Am meisten verwundert ist er allerdings über den Brauch des Krampusses bei uns. "Ich habe davon gehört, wusste allerdings nicht, dass das so eine große Sache ist", sagt Huntington. Natürlich kam er auch nicht umhin, einen Krampusumzug selbst zu besuchen. Was er sah, erstaunte ihn allerdings dann nochmal. "Wir sahen, wie Leute geschlagen wurden. Das war schon heftiger, als wir dachten", erklärt Huntington. Vor allem aus Sicht der Kinder ist dieser Brauch für ihn sehr seltsam. "Bei uns bekommt ein nicht artiges Kind maximal Kohlen in seine Weihnachtssocke, doch hier muss man sich vor einem Besuch vom Krampus fürchten", meint Huntington.

Weihnachtsmenü

Obwohl es natürlich auch Bräuche bei uns gibt, die ihm sehr gefallen, freut er sich doch immer auf Weihnachten mit seiner Familie. Das nicht zuletzt wegen des traditionellen Essens. Die Hauptspeise besteht bei ihm meistens aus Schinken mit verschiedenen Beilagen wie grüne Bohnen oder Süßkartoffeln. Als Nachspeise gibt es Weihnachtskekse oder weihnachtliche Kuchen. "Ich bin aus San Diego, wir haben also schon einen großen, mexikanischen Einfluss. So werden auch Tamale, also Maisteig mit verschiedenen salzigen Füllungen, zu Weihnachten gegessen", erklärt Huntington.

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