Stadtspaziergang mit Alexander Rauchenwald:
Villach im Herzen, Comeback im Blick
- Heimat auf Schritt und Tritt: Alexander Rauchenwald verbindet mit Villach viele Kindheitserinnerungen.
- Foto: MeinBezirk.at
- hochgeladen von Chiara Kresse
Für den vierten Stadtspaziergang haben wir uns diesmal einen ganz besonderen Villacher geschnappt: Alexander Rauchenwald, Kapitän des EC iDM Wärmepumpen VSV. Bei einem Spaziergang durch den Park rund um die Stadthalle haben wir mit ihm unter anderem über sein Comeback und seine persönliche Verbindung zu Villach gesprochen.
VILLACH. Wenn Alexander Rauchenwald durch den Park bei der Stadthalle spaziert, werden Erinnerungen wach. An selbst gebaute Lager als Kind, an seine Oma, die gleich neben dem Dinzlschloss wohnte, und an seine Tante, die noch heute in der Nähe lebt. Vor allem aber an die Eishalle. „Extrem viel Zeit habe ich hier verbracht“, erzählt der gebürtige Villacher. Auch seine Cousins Michael und Thomas Raffl sind hier aufgewachsen. Eishockey war in der Familie allgegenwärtig – und für Rauchenwald eigentlich immer selbstverständlich: „Ich kannte nichts anderes.“
Ziele verwirklichen
Seinen Weg ging er trotzdem Schritt für Schritt. Als Kind stand für ihn fest, dass er einmal Profi werden möchte. Mit 15 hatte er ein großes Ziel: in Salzburg zu spielen. Er schaffte es und sammelte wertvolle Erfahrungen. Seit Oktober 2021 ist Rauchenwald wieder zurück beim VSV.
Teamgefüge ist Priorität
Mittlerweile ist er Kapitän und damit eine der wichtigsten Stimmen in der Mannschaft. Als solcher sieht er seine Aufgabe nicht nur auf dem Eis. „Ich versuche, gute Stimmung zu verbreiten und zu helfen, wo ich kann – vor allem bei den Jungen.“ Das Mannschaftsgefüge zusammenhalten, dafür sorgen, dass jeder gerne in der Kabine ist, und wenn es einmal Probleme gibt, vermitteln – auch das gehört für ihn zum Kapitänsamt.
Vorfreude auf Rückkehr
Aktuell kennt der Kapitän die Kabine allerdings noch ein Stück weit aus einer anderen Perspektive. Nach seiner Knieverletzung und der Operation im Dezember 2025 arbeitet er intensiv an seinem Comeback. Während seine Teamkollegen am Eis trainieren, steht für ihn Kraftkammer, Fahrrad und Reha auf dem Programm. Vor allem das verletzte Bein muss wieder zu seiner alten Stärke finden. Die ersten Schritte zurück aufs Eis waren dabei durchaus gewöhnungsbedürftig. „Am Anfang bin ich eingeknickt wie Bambi“, erzählt Rauchenwald Mittlerweile ist das Vertrauen wieder da. Ganz wie früher fühlt es sich aber noch nicht an. Ein paar Wochen Arbeit liegen also noch vor ihm – die Vorfreude auf die Rückkehr ist trotzdem deutlich spürbar.
Positive Energie
Was ihn am Eishockey bis heute fasziniert? Der Moment, wenn das Spiel endlich läuft. Die Stunden davor seien nicht unbedingt seine liebsten, verrät Rauchenwald. „Die Zeit bis zum Spiel ist unangenehm.“ Wenn es dann losgeht und der Spielfluss entsteht, fällt die Nervosität ab: „Dann werde ich locker.“ Und wenn die Halle dabei voll ist, die Fans mitgehen und positive Energie von den Rängen kommt, ist das für den Kapitän ohnehin etwas Besonderes. „Das pusht uns.“
Gute Mischung
Vielleicht ist es genau diese Mischung, die Alexander Rauchenwald ausmacht: der Profi, der schon viel erlebt hat, der Kapitän, der Verantwortung übernimmt – und gleichzeitig der Villacher, der beim Spaziergang durch den Park plötzlich wieder bei seinen Kindheitserinnerungen landet.
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