Communale 2026
Gedenken an den Bauernkrieg in Wolfsegg
- hochgeladen von A. Gasselsberger
WOLFSEGG. Die dritte Ausgabe der Communale OÖ. widmet sich heuer dem Thema 400 Jahre Bauernkrieg in Oberösterreich an mehr als 27 Schauplätzen !
Diese Orte und Gedenkstätten wurden und werden 2026 zu lebendigen Schauplätzen der Communale OÖ.
So auch letzten Freitag in Wolfsegg am Hausruck. Zum Gedenken wurde 1989 auf der Schanze ein Bauernkriegsdenkmal in Form eines Altares aus Granit errichtet. Unweit davon fand im Pavillon die kleine Gedenkfeier statt.
Ins Leben gerufen zu diesem Thema der „Communale OÖ.“ und eingeladen haben Mag. Dr. Leonhard Jungwirth vom Albert SchweizerHaus, Forum für Zivilgesellschaft und vom evang. Bildungswerk OÖ. Dr. Franz Reiner.
Nach der Begrüßung durch Bgmin Mmag. Barbara Schwarz und Moderator Wilhelm Seufer-Wasserthal, Pastoralvorstand der Pfarren Hausruck-Ager, erläuterte Mag. Dr. Leonhard Jungwirth die Beweggründe des Themas der heurigen Communale. Es galt die einzelnen lokal begrenzten Erinnerungsblasen über die Bauernkriege aufzubrechen und zu vernetzen.
Alle ausgewählten ReferentInnen zu diesem Thema waren sich einig, dass sich die Geschichte nicht wiederholen darf und die Zivilgesellschaft gut beraten ist, aus ihr zu lernen, aber es auch Mut braucht gegen Ungerechtigkeit aufzustehen.
Evang. Pfarrer Mag. Dr. Markus Lang, Hanna Bauer, Geschichtsstudentin aus Wolfsegg und Mitarbeiterin des Mauthausenkommitees, Kilian Hindelang (SPÖ), Mitobmann der BKK Kohlgrube und Landessekretär der Soz. Jugend, Mag. Renate Bauinger, Pädagogin und Leiterin der evangelischen Museums Rutzenmoos und Alfred Lang (ÖVP), Obmann des Bezirks-Bauernbundes hielten kurze Statements zu dem Thema.
Die besinnliche Veranstaltung wurde von einer Bläsergruppe der BKK Kohlgrube und der MMK Wolfsegg musikalisch begleitet.
Zur Geschichte in Wolfsegg:
Ungefähr 2.000 aufständische Bauern wurden auf dem Höhenrücken der „Schanze“ von den kaiserlichen Truppen unter Reitergeneral Graf Gottfried Heinrich von Pappenheim vernichtend geschlagen.
Der Anführer der Bauern wurde getötet, hunderte Aufständische starben und der Markt Wolfsegg wurde schwer geplündert. Dies besiegelte das Ende des Bauernaufstands in Oberösterreich, der sich vor allem gegen die Gegenreformation und die bayerische Pfandherrschaft gerichtet hatte.
Ähnliche Veranstaltungen fanden unter vielen anderen im Würfelspielhaus Frankenburg, im Emlinger Holz in Eferding, bei der Fadingersäule in Linz oder auch beim Bauernhügel in Pinsdorf statt.
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