17.09.2014, 20:00 Uhr

Vöcklabruck: Fairer Handel zahlt sich aus

Bürgermeister Herbert Brunsteiner, Weltladen-Geschäftsführerin Ursula Maringer, Gregor Mayr-Stritzinger (Café B1+C1) und Stadtrat Stefan Hindinger (v.l.) mit Fairtrade-Produkten.

Bezirksstadt ist seit Mai des Vorjahres eine Fairtrade-Gemeinde. Die bisher einzige im Bezirk.

VÖCKLABRUCK (ju). „Wir versuchen, Fairtrade-Produkte zu bewerben und durch die Vorbildwirkung unter die Leute zu bringen“, sagt Bürgermeister Herbert Brunsteiner. Seit knapp zwei Jahren befasst sich eine eigene Projektgruppe mit diesem Thema. Anlässlich des Jubiläums „10 Jahre Weltladen“ wurde Vöcklabruck offiziell zur Fairtrade-Gemeinde ernannt. In Oberösterreich sind es aktuell 26 Kommunen, die sich dem fairen Handel verschrieben haben. 126 in Österreich.
„Eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten“, ist Bürgermeister Brunsteiner überzeugt. Zentren für den Handel mit fairen Produkten sind der „Weltladen“ mit Lebensmitteln, Geschenken und Mode sowie das Fachgeschäft „LightWear“, wo es bio-faire Mode zu kaufen gibt. Auf der süßen Botschafterin der Stadt, der Schokolade aus der Frankenmarkter Manufaktur Frucht & Sinne, prangt ebenso das Fairtrade-Gütesiegel wie auf einem Teil der Produkte in den Geschenkskörben für Jubilare. In Einrichtungen der Gemeinde, Schulen und Kindergärten sollen die Produkte aus fairem Handel künftig noch mehr zum Einsatz kommen.

Maturaprojekt der HAK

Nicht nur der Verkauf, sondern auch die Bewerbung des Fairtrade-Gedankens bei Veranstaltungen und Projekten funktioniert in der Bezirksstadt. „Als Abschluss eines Maturaprojektes der HAK Vöcklabruck gibt es am 18. Oktober eine Modenschau mit ökofairer Mode“, sagt Umweltstadtrat Stefan Hindinger. Er arbeitet federführend in der Projektgruppe mit. Besonders freut es ihn, dass demnächst auch im Vöcklabrucker Sozialmarkt „Der Korb“ Fairtrade-Produkte aus dem „Weltladen“ angeboten werden können.

Fair kochen unter Palmen

Eine treibende Kraft in Sachen Fairtrade ist Ursula Maringer, Geschäftsführerin des „Weltladens“. Sie hat nach einer Produzentenreise nach Sri Lanka ein „Kochen unter Palmen“ mit Gewürzen aus Sri Lanka im Café Mayr B1+C1 initiiert. Inhaber Gregor Mayr-Stritzinger wird am Freitag, 26. September, ab 19 Uhr zwei Currys aus Sri Lanka und passende Beilagen anbieten. Als Gast wird Tyrell Fernando, Chef der Organisation PODIE, über die Arbeit der Kleinbauernfamilien in Sri Lanka berichten.

ZUR SACHE
Fairtrade ist wirkungsvolle Armutsbekämpfung durch fairen Handel. Ziel ist es, eine Welt zu schaffen, in der alle Kleinbauernfamilien und Arbeitnehmer auf Plantagen in südlichen Ländern nachhaltig ein sicheres und menschenwürdiges Leben führen und ihre Zukunft selbst gestalten können. Der faire Handel verbindet Konsumenten mit den Produzenten in den sogenannten Entwicklungsländern.
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