Landesverwaltungsgerichtshof entschied
Alle Maria Lankowitzer Kinder dürfen nach Edelschrott
- Die Maria Lankowitzer Eltern können ab September mit ihren Kinder den Schulweg nach Edelschrott beschreiten.
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Knapp vier Wochen vor Schulbeginn traf der Landesverwaltungsgerichtshof nun die Entscheidung, dass alle Maria Lankowitzer Schülerinnen und Schüler, welche die Aufnahmeprüfung bestanden hatten, in die Musik-Mittelschule Edelschrott wechseln dürfen. Der Köflacher Bürgermeister Helmut Linhart bedauert, dass die Mittelschule Köflach dadurch 2,5 Lehrerstellen für das kommende Schuljahr verliert.
KÖFLACH. Das wochenlange Bangen von Eltern und Kindern in Maria Lankowitz hat ein Ende. Nun entschied das Landesverwaltungsgericht, dass diese Schülerinnen und Schüler, welche die Aufnahmeprüfung für die Musik-Mittelschule Edelschrott bestanden hatten, diese ab dem Schuljahr 2026/27 auch besuchen dürfen. Das sorgt bei den betroffenen Eltern und Kindern für große Erleichterung. Aber auch die beiden Bürgermeister Bernd Mara aus Maria Lankowitz und Georg Preßler aus Edelschrott freuen sich darüber.
Kurz die Vorgeschichte – MeinBezirk berichtete darüber: 16 Kinder wollten den Schulsprengel Köflach wechseln und ab Herbst die Musik-Mittelschule Edelschrott besuchen. Der in der Wohnsitzgemeinde nötige Antrag auf den Schulsprengelwechsel wurde fristgerecht eingebracht. Für die elf Kinder aus Maria Lankowitz erteilte Bürgermeister Bernd Mara einen positiven Bescheid. Der Köflacher Bürgermeister Helmut Linhart lehnte den Schulsprengelwechsel seiner fünf betroffenen Köflacher Kinder mittels Bescheid ab und beeinspruchte den Bescheid der Gemeinde Maria Lankowitz beim Landesverwaltungsgericht. Eltern und Kinder waren schockiert und stiegen auf die Barrikaden.
- Die Aufregung der Eltern und Kinder war groß, jetzt ist die Entscheidung endlich da.
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Alles lief korrekt ab
"Alle Kinder, die wollen und die Voraussetzungen erfüllen, können zu uns kommen", freut sich der Edelschrotter Bürgermeister Georg Preßler. "Der Rechtsweg wurde eingehalten und ich bin immer davon ausgegangen, dass das Landesverwaltungsgericht so entscheidet, denn es lief alles korrekt ab. Schön, dass alle Kinder, die zu uns kommen wollen, so wie in der Vergangenheit auch zu uns kommen dürfen."
Der Maria Lankowitzer Amtskollege Bernd Mara bläst ins gleiche Horn. "Wir sind alle erleichtert, meinem Bescheid wurde recht gegeben. Es hat etwas gedauert, weil das Landesverwaltungsgericht jeden einzelnen Fall geprüft hat. Hätte Edelschrott den Musik-Schwerpunkt nicht gehabt, wäre die Entscheidung wohl anders ausgefallen."
Mittelschule Köflach verliert Lehrerposten
Für den Köflacher Bürgermeister Helmut Linhart ist die Causa damit erledigt. "Es ist alles okay und wir haben jetzt auch für die Zukunft Rechtssicherheit." Und möchte noch einmal die Gründe darlegen, warum er sich an das Landesverwaltungsgericht wandte. "Wir sind der Rechtsmeinung der Bildungsdirektion gefolgt, die uns aufgefordert hatte, die drei Klassen der Mittelschule Köflach zu sichern und den Schulstandort zu erhalten. Wir als Stadtgemeinde sind auch eine Behörde und haben aufgrund der uns vorliegenden Aktenlage den Bescheid von Maria Lankowitz beeinsprucht."
Denn er habe keine Akteneinsicht von der Maria Lankowitzer Amtsleitung bekommen. "Aufgrund neuer Informationen haben wir dann zwei Maria Lankowitzer Kinder vorzeitig ziehen lassen." Das Landesverwaltungsgericht hat nun entschieden, dass das individuelle Bildungsziel mit der bestandenen Aufnahmeprüfung oberste Priorität hat und alle 16 Kinder nach Edelschrott dürfen. "Wir haben keine Geheimnisse, er hätte jederzeit wen ins Maria Lankowitzer Gemeindeamt vorbeischicken können, um die Akten einzusehen", kontert die Maria Lankowitzer Amtsleiterin Claudia Nöres-Neuherz.
Für Köflach hat die Entscheidung allerdings negative Auswirkungen. "Die Mittelschule Köflach hat im kommenden Schuljahr statt drei erste Klassen nur zwei und daher um 2,5 Lehrerposten weniger", so Linhart. "Wir müssen uns jetzt zusammensetzen, um unsere Schule neu aufzustellen, damit sie attraktiver wird. Einen offiziellen Schulschwerpunkt bekommen wir nicht mehr, daher werden wir einen inoffiziellen Schwerpunkt finden müssen. Wir sind zwar Europa-Schule, aber wir müssen spezifischer werden. Für das Schuljahr 2027/28 sollte uns das auch gelingen."
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